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Jetětice

Jetětice (deutsch Jetietitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt neun Kilometer südwestlich von Milevsko in Südböhmen und gehört zum Okres Písek.

Jetětice befindet sich im Quellgebiet eines kleinen Baches im Süden der zum Mittelböhmischen Hügelland gehörigen Milevská pahorkatina. Gegen Süden liegt das Tal des Baches Jetětický potok. Nördlich erhebt sich der Seník (500 m), im Nordosten die Obora (570 m), die Mladšiny (535 m) und die Skalice sowie östlich der Šlahoun (514 m). Am südlichen Ortsrand verläuft die Bahnstrecke Tábor–Písek. Gegen Westen liegt das mit dem Orlíkstausee geflutete Tal der Moldau.

Nachbarorte sind Dolnice, Květov und Tyrolský Dům im Norden, Rukáveč, Skalka, Branice und Stehlovice im Nordosten, U Zárubů, Jižiny, Veselíčko und Bilina im Osten, Podolí, Bernartice, Křenovice, Horní Rastory, Dolní Rastory und Podolí I im Südosten, Hajnice, Myslivna, Olešná und im Süden, Červená, Truhlařov, Jetětické Samoty, Habr und Pazderna im Südwesten, Tukleky und Pazderny im Westen sowie Oslov, Zbeřov, Červená 2. díl, Vůsí und Pazderna im Nordwesten.

Archäologische Funde belegen eine frühzeitliche Besiedlung des Gemeindegebietes. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes erfolgte 1251 als Besitz des Prämonstratenserklosters Mühlhausen. Das Kloster wurde 1420 von den Hussiten zerstört. Ab 1430 gehörte das Dorf Předbor von Radešín. Im Jahre 1437 erwarb Ulrich II. von Rosenberg Jetětice und schloss es an sein Klingenberger Pfand an. Heinrich V. von Rosenberg überließ 1473 ein Viertel der Besitzungen des Hauses Rosenberg, darunter auch das Klingenberger Pfand, seinem Vetter Bohuslav V. von Schwanberg. Im Jahre 1575 kaufte Christoph von Schwanberg auf Worlik die Herrschaften Klingenberg und Mühlhausen der Hofkammer ab und verband diese mit Worlik. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde der Nachlass des Peter von Schwanberg konfisziert und 1621 die Eggenberger Besitzer der Herrschaft. Nachdem 1717 die Eggenberger im Mannesstamme erloschen, erbte das Haus Schwarzenberg deren Besitzungen. Bis 1736 oblag dem Schultheiß in Branice die Niedere Gerichtsbarkeit. Im Jahre 1840 bestand Jetietitz / Jetětice aus 19 Häusern mit 241 Einwohnern. Zu Jetietitz gehörte auch ein Haus der Einschicht Na Samotech (Jetětické Samoty). Pfarr- und Schulort war Čerwena. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Dorf immer als Teil der Herrschaft Klingenberg zur Fideikommissherrschaft Worlik samt den Allodialgütern Zalužan, Zbenitz und Bukowan untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Jetětice/Jetětitz ab 1850 mit dem Ortsteil Červená eine Gemeinde im Bezirk und Gerichtsbezirk Milevsko. 1857 zerstörte ein Großbrand den größten Teil des Dorfes. Im Jahre 1860 lebten in den 21 Häusern von Jetětice 273 Personen. Im Jahre 1877 wurde in Jetětice ein eigenes Schulhaus errichtet, in dem noch im September desselben Jahres der Unterricht aufgenommen wurde. Am 20. November 1889 nahm die Bahnstrecke Tábor – Milevsko – Písek – Ražice den Verkehr auf; jedoch rollten die Züge ohne Halt am südlichen Ortsrand von Jetětice vorbei, der nächste Bahnhof war Červená nad Vltavou. Die Freiwillige Feuerwehr gründete sich 1900. Die Gemeinde ließ auf eigene Kosten eine Bahnstation errichten, die 1917 eingeweiht wurde. Im Jahre 1930 bestand das Dorf aus 86 Häusern und hatte 508 Einwohner. Zwischen 1956 und 1963 erfolgte der Bau der Orlík-Talsperre, mit der das Dorf Červená sowie die Einschichten Jílovec, Saník

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, Šejharův Mlýn und Šimek überflutet wurden. Nach der Aufhebung des Okres Milevsko wurde Jetětice Ende 1960 dem Okres Písek zugeordnet.

Die Gemeinde Jetětice besteht aus den Ortsteilen Červená (Tscherwena) und Jetětice (Jetietitz) sowie der Ansiedlung Jetětické Samoty und den Einschichten Habr, Pazderna und Truhlařov.

Albrechtice nad Vltavou | Bernartice | Borovany | Boudy | Božetice | Branice | Cerhonice | Čimelice | Čížová | Dobev | Dolní Novosedly | Drhovle | Heřmaň | Horosedly | Hrazany | Hrejkovice | Chyšky | Jetětice | Jickovice | Kestřany | Kluky | Kostelec nad Vltavou | Kovářov | Kožlí | Králova Lhota | Křenovice | Křižanov | Kučeř | Květov | Lety | Milevsko | Minice | Mirotice | Mirovice | Mišovice | Myslín | Nerestce | Nevězice | Okrouhlá | Olešná | Orlík nad Vltavou | Osek | Oslov | Ostrovec | Paseky | Písek | Podolí I | Probulov | Protivín | Přeborov | Předotice | Přeštěnice | Putim | Rakovice | Ražice | Sepekov | Skály | Slabčice | Smetanova Lhota | Stehlovice | Tálín | Temešvár | Varvažov | Veselíčko | Vlastec | Vlksice | Vojníkov | Vráž | Vrcovice | Záhoří | Zbelítov | Zběšičky | Zhoř | Zvíkovské Podhradí | Žďár

Roger Waters

George Roger Waters (* 6. September 1943 in Great Bookham, Großbritannien) ist ein britischer Sänger, Bassist, Komponist und Texter. Bekanntheit erlangte er als Mitglied der Rockgruppe Pink Floyd, die er mitbegründete.

Waters wurde 1943 als zweiter Sohn von Mary und Eric Fletcher Waters in der Grafschaft Surrey geboren. Sein Vater war Sohn eines Minenarbeiters, frommer Christ, anfänglich Aktivist der Labour Party und später Mitglied der Communist Party of Great Britain. In den ersten Kriegsjahren fuhr dieser als Kriegsdienstverweigerer Krankenwagen während der Luftschlacht um England; später änderte er seine Einstellung zum Pazifismus und ging zur British Army. Als Offizier der 8th Royal Fusiliers starb Eric Waters im Februar 1944 in Anzio (Italien) im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht. Der Tod seines Vaters belastet Waters nach eigener Aussage bis heute; er hat den Krieg und seine Kindheit ohne den Vater in vielen seiner Songs thematisiert.

Waters schreibt meist melancholische Texte, die häufig persönliche Erfahrungen mit einer beißenden und sarkastischen Gesellschaftskritik verbinden. Sie sind von einer pessimistischen Sicht auf die moderne Gesellschaft gekennzeichnet. Das Album The Wall weist autobiografische Teile aus Waters’ Leben auf. Das letzte Pink-Floyd-Album mit Waters, The Final Cut entwickelt einige der Themen aus The Wall weiter und ist seinem Vater gewidmet.

Sein Jugendfreund und Bandkollege Syd Barrett und dessen psychische Probleme haben Waters ebenfalls sehr beeinflusst und wurden in mehreren Werken verarbeitet: Barrett wurde das Album Wish You Were Here von 1975 gewidmet, dessen Titelstück als auch Shine On You Crazy Diamond sich auf ihn beziehen. Außerdem nimmt bereits das vorhergegangene Konzeptalbum The Dark Side of the Moon Bezug auf Barretts Verfassung.

Zu seinen frühesten musikalischen Einflüssen zählen US-amerikanische Blues-Sängerinnen und Sänger, aber auch Folkmusiker. Auch die 1960er Jahre haben Roger Waters als Songwriter beeinflusst: „Wenn ich fünfzig Songs nennen müsste, die ich gerne geschrieben hätte, dann wären nur sehr wenige davon nicht von Dylan und Lennon“. Roger Waters’ erstes Instrument war die Gitarre, auf der er sich Folk-Songs beibrachte und mit Stücken wie If (Atom Heart Mother) oder Grantchester Meadows (Ummagumma) kultivierte. Bei Sigma 6, seiner ersten Band mit Nick Mason und Richard Wright, spielte er noch Gitarre. Sein erster E-Bass war ein Modell der Firma Rickenbacker, der unter anderem von Paul McCartney und später auch von Chris Squire gespielt wurde und der dadurch berühmt wurde. Waters’ Hauptinstrument wurde der Fender Precision-Bass. Roger Waters ist Autodidakt auf seinem Instrument. Stilistisch knüpfte er als Solomusiker anfangs an seine alte Band Pink Floyd an, später kamen Einflüsse von Funk und Soul zum Tragen. Roger Waters ist im Jahr 2012 mit 88 Millionen US-Dollar der Musiker mit dem zweithöchsten Jahreseinkommen gewesen.

1965 gründete er mit seinen Studentenfreunden Richard Wright und Nick Mason die Band „Sigma 6“, aus der später Pink Floyd hervorgehen sollte. Nach dem Weggang des Frontmannes, Hauptkomponisten und Songschreibers Syd Barrett 1968 wurde er nach und nach zunächst zum lyrischen, später dann zum musikalischen Kopf der Gruppe. Am stärksten ist seine künstlerische Handschrift bei den Alben Animals, The Wall und The Final Cut (Pink Floyd) zu spüren. Letzteres ist das einzige Album der Gruppe, das ausschließlich aus Waters-Kompositionen besteht.

Das Konzept, die Bühnenshow, sowie der Film zu The Wall sind ebenfalls maßgeblich von Waters beeinflusst.

1983

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, nach Fertigstellung von The Final Cut, einer ersten Solo-LP The Pros and Cons of Hitch Hiking und begleitender Tour (u. a. mit Eric Clapton 1984/85) wollte Waters die Band auflösen, was jedoch auf den Widerstand der übrigen Mitglieder stieß. Daraufhin verkündete er Ende 1985 seinen Ausstieg aus der Band in der Annahme, diese sei nun außerstande ohne den kreativen Kopf weiterzumachen. Nachdem David Gilmour und Nick Mason (Wright war schon auf der The Wall Tournee nur noch Gastmusiker und nicht mehr Bandmitglied) jedoch ankündigten, unter dem Namen Pink Floyd weiter Platten veröffentlichen zu wollen, folgte eine langjährige juristische Auseinandersetzung. Waters unterlag letztendlich und man einigte sich 1987 außergerichtlich.

Im Verlauf seiner weiteren Karriere als Solokünstler veröffentlichte Waters zahlreiche Alben, die zwar von Kritikern und Fans meist sehr positiv aufgenommen wurden (insbesondere Amused to Death), aber bei weitem nicht an den kommerziellen Erfolg von Pink Floyd heranreichen konnten.

Waters hatte bereits 1984 mit The Pros and Cons of Hitchhiking ein Soloalbum veröffentlicht, dessen Demos zur gleichen Zeit wie die zu The Wall entstanden waren (und als solche auch der Band präsentiert wurden, diese entschied sich für das The Wall-Konzept)

Waters tourte 1987 weltweit mit der aufwändigen Radio K.A.O.S. Show, basierend auf dem gleichnamigen Konzeptalbum

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. Die Tournee stand allerdings, besonders in den USA, in direkter Konkurrenz zu der aktuellen Tour seiner alten Band Pink Floyd. Im Vergleich dazu füllte Waters solo die deutlich kleineren Hallen. Als Folge verzichtete Waters zunächst auf weitere Tourneen.

Ein Teil der außergerichtlichen Einigung mit seinen alten Bandkollegen sah vor, dass die kompletten Aufführungsrechte des The Wall-Konzeptes bei Waters verblieben. Am 21. Juli 1990 organisierte er anlässlich des Mauerfalls eine spektakuläre Inszenierung von The Wall auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Zahlreiche international bekannte Künstler, darunter Van Morrison, Bryan Adams, Joni Mitchell, Sinéad O’Connor, Cyndi Lauper, die Scorpions und Tim Curry wirkten an dem von 250 000 Zuschauern besuchten Open-Air-Konzert, das weltweit live per Satellit übertragen wurde, mit.

Amused to Death von 1992 ist Waters‘ bislang letztes Studioalbum. Das Album ist eine umfassende Medienkritik und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Neil Postman. Es geht hier um die Frage, inwieweit sich der Mensch durch den ihm von den modernen Massenmedien suggerierten Hedonismus selbst die Existenzgrundlage entzieht. Zudem setzt sich Roger Waters hier mit der Niederschlagung der Demokratiebewegung in der Volksrepublik China auseinander. In Watching TV schildert er die menschenverachtende Berichterstattung durch CNN über die Niederschlagung auf dem Tian’anmen-Platz vom 3./4. Juni 1989. Roger Waters erweiterte die Medienkritik Postmans um die aggressive Politik der US-Regierung unter George H. W. Bush. Grundlage aller seiner Texte ist die Entfremdung des Menschen durch ökonomische Zwänge und Desinformation. Direkt greift Roger Waters Andrew Lloyd Webber und damit indirekt Tim Rice an (The Miracle), deren Shows und Musicals die Menschen nur ruhigstellen sollen und nicht zum Mitdenken anregen. Diese Musicals sind der Schlusspunkt des Amusements nach Fernsehpredigten (What God Wants Part 1), Kriegsberichterstattung (Perfect Sense Part 1), Betroffenheitsjournalismus (Late Home Tonight 1) und Breaking-News-Sensationsberichterstattung (Watching TV).

1994 lehnte Waters eine Einladung seiner ehemaligen Kollegen von Pink Floyd ab, gemeinsam in London das komplette Album The Dark Side of the Moon zu spielen.

Nach mehreren Jahren ohne Auftritte und Veröffentlichungen kehrte Waters 1999 mit der In The Flesh Tour zurück, die bis 2002 andauerte und mit einer Zusammenstellung aus Solostücken und älteren Pink Floyd-Stücken überraschend erfolgreich war und auf CD und DVD verewigt wurde.

Mitte 2004 wurde von der Miramax Films bekannt gegeben, dass von Roger Waters eine Broadway-Produktion von The Wall geplant wird.

Im September 2004 gab Waters zwei neue Stücke auf seiner Homepage im Internet frei, mit den Titeln To Kill The Child und Leaving Beirut. Beide Titel waren vom Irakkrieg 2003 inspiriert.

Nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 spielte Waters gemeinsam mit Eric Clapton Wish You Were Here auf einem NBC-Benefizkonzert.

Am 2. Juli 2005 stand Roger Waters erstmals nach 24 Jahren wieder gemeinsam mit Pink Floyd bei dem von Bob Geldof organisierten Live-8-Konzert in London auf der Bühne.

Zu Beginn des Jahres 2005 hatte Waters seine Oper Ça Ira über die französische Revolution fertiggestellt. Das Album wurde am 26. September weltweit als Doppel-SACD mit umfangreichem Making-Of-Material veröffentlicht. An dieser klassischen Oper arbeitete Roger Waters seit 1992.

Von Juni 2006 bis Oktober 2006 ging Waters auf ausgedehnte Europa- und Nordamerika-Tournee (The Dark Side of the Moon Tour), während der er u. a. auch auf dem bekannten Rockfestival im dänischen Roskilde sowie beim Rock in Rio-Festival in Lissabon auftrat. Die Tour wurde von Januar 2007 bis Juli 2007 als The Dark Side of the Moon Worldtour mit Konzerten in 25 Ländern in Australien, Asien (darunter Waters’ erster Auftritt in China), Südamerika, Europa und Nordamerika fortgesetzt.

Roger Waters trat im Rahmen der weltweiten Live Earth-Konzertserie am 7. Juli 2007 im Giants Stadium New Jersey auf und spielte Songs aus den Pink-Floyd-Alben The Wall und The Dark Side of the Moon.

In den Jahren 2010 und 2011 brachte Roger Waters The Wall zum ersten Mal seit 1990 wieder in kompletter Länge auf die Bühne. Die Tour startete am 15. September 2010 in Toronto, Kanada, durchquerte daraufhin die USA und schloss den Nordamerika-Teil der Tour am 21. Dezember in Mexiko-Stadt ab. Am 21. März 2011 kam die Tour daraufhin nach Europa, wo sie in Lissabon, Portugal, startete und bis zum 7. Juli dauerte, wo in Mailand, Italien, die Tour ihren Abschluss fand. Der Tourplan umfasste 115 Auftritte.

Am 12. Mai 2011, während der Tournee The Wall, traten die beiden übrig geblieben Pink-Floyd-Mitglieder, David Gilmour und Nick Mason, mit Waters in der Londoner O2-Arena auf. Zusammen mit Gilmour spielte Waters das Stück Comfortably Numb. Mason und Gilmour spielten gemeinsam bei Outside the Wall mit. Waters verneinte in einem Interview, dass dies bedeuten würde, dass Pink Floyd sich wieder vereinigen würden.

Waters gab sich 2006 bei einem Besuch des Westjordanlandes als Unterstützer der Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions zu erkennen und sprühte die Textzeile „We don’t need no thought control“ aus dem Lied Another Brick in the Wall auf eine israelische Sperranlage. Im Oktober 2012 wurde er Mitglied der Jury des Russell-Tribunal zu Palästina. Im Dezember 2012 sagte Stevie Wonder einen Auftritt in Israel ab, nachdem Waters ihn dazu aufgefordert hatte. Waters verglich die israelische Regierung mit dem ehemaligen südafrikanischen Apartheid-Regime. Im April 2013 sagte Waters, dass er seinen Boykottaufruf gegen Israel überdenke, und wies darauf hin, dass sein Brief an Mitmusiker nicht veröffentlicht worden sei. Im August 2013 folgte jedoch ein öffentlicher Aufruf von Waters an seine ‚Brüder und Schwestern aus der Rock-and-Roll-Familie‘, einem kulturellen Boykott Israels beizutreten. Konkret rief er im Mai 2014 die Rolling Stones auf, ihr für den Sommer geplantes erstes Konzert in Israel abzusagen. In Tel Aviv zu spielen wäre moralisch gleichwertig mit einem Auftritt in Südafrika zu Zeiten der Apartheid.

Seit September 2010 verwendet Waters bei Konzerten einen fliegenden Ballon in Form eines Schweines, auf dem neben Kreuzsymbol, Mondsichel mit Stern, Hammer und Sichel, den Logos von Shell und McDonald’s, einem Dollarzeichen und einem Mercedes-Stern auch ein Davidstern abgebildet ist. Damit möchte er „das Böse, insbesondere das Böse von willkürlicher Herrschaft“ symbolisieren. Das Simon Wiesenthal Zentrum kritisierte den Ballon als antisemitisch.

In einem Interview mit dem politischen Magazin CounterPunch verglich Waters die Politik Israels direkt mit dem Holocaust. Waters wurde für die Äußerung von jüdischer Seite heftig kritisiert.

Waters ist zum vierten Mal verheiratet.

1969 heiratete Waters seine Jugendliebe Judy Trim, eine Töpferin. Ihr Bild war im Klappcover der ursprünglichen Version von Ummagumma abgedruckt, wurde aber bei späteren CD-Veröffentlichungen nicht mehr gezeigt. Sie hatten keine Kinder. 1975 wurde die Ehe geschieden. Trim starb 2001.

1976 heiratete Waters Lady Carolyne Christie, Nichte von Lawrence Dundas, 3. Marquess of Zetland. Sie haben einen Sohn, Harry Waters, ein Musiker und Keyboarder, der seit 2006 mit seinem Vater spielte, und eine Tochter, India Waters, die als Model gearbeitet hat. Christie und Waters wurden 1992 geschieden.

Der dritten Ehe, von 1993–2001 mit Priscilla Phillips, entstammt Waters‘ Sohn Jack Fletcher.

2004 verlobte er sich mit der Schauspielerin und Filmproduzentin Laurie Durning und heiratete sie Anfang 2012; 2015 wurde die Scheidung eingereicht.

Waters ist Atheist.

Silberne Schallplatte

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

Landessportler des Jahres (Burgenland)

Die Sportlerwahl des Jahres findet im Burgenland seit 2000 statt und wird von den burgenländischen Sportjournalisten durchgeführt. Vergeben wird dieser Preis in den vier Kategorien Sportler des Jahres

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, Sportlerin des Jahres, Mannschaft des Jahres und Trainer des Jahres (seit 2002). Zunächst werden unter allen Kandidaten fünf Nominierte bekanntgegeben. Aus diesen Top 5 in jeder Kategorie wird dann in geheimer Abstimmung der Sieger gewählt, der dann offiziell bei der Nacht des Sports bekanntgegeben wird. Unterstützt wird die Sportlerwahl vom Burgenländischen Sportpool

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. Zusätzlich werden bei der Nacht des Sports auch die Wolfgang Mesko-Trophy für die besten Nachwuchssportler und der Preis der Pepi-Kamper-Stiftung vergeben.

In der Kategorie Sportler des Jahres konnte der Golfprofi Bernd Wiesberger bislang sechs Mal die Auszeichnung entgegennehmen. Der Segler Andreas Geritzer gewann die Trophäe viermal, der Ex-Radprofi René Haselbacher und Fußballer Andreas Ivanschitz gewannen die Trophäe zweimal. In der Kategorie Sportlerin des Jahres konnten die Snowboarderin Julia Dujmovits fünf Trophäen mit nach Hause nehmen. Kickboxerin Nicole Trimmel wurde drei Mal Siegerin und die Eva Friesenhahn gewannen zweimal

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. Bei der Trainer-Wahl wurde Paul Gludovatz vier Mal zum Sieger gekürt und ist somit einziger Mehrfachgewinner dieser Kategorie. Bei der Mannschaft des Jahres gewann der SV Mattersburg gleich sechs Mal. Die Oberwart Gunners siegten viermal.

Liste der Wappen im Bezirk Tulln

Diese Liste beinhaltet – geordnet nach der Verwaltungsgliederung – alle in der Wikipedia gelisteten Wappen des Bezirk Tulln (Niederösterreich). In dieser Liste werden die Wappen mit dem Gemeindelink angezeigt. Die Fußnoten verweisen auf die Blasonierung des entsprechenden Wappens.

Absdorf

Atzenbrugg

Fels am Wagram

Grafenwörth

Großriedenthal

Großweikersdorf

Judenau-Baumgarten

Kirchberg am Wagram

Königsbrunn am Wagram

Königstetten

Langenrohr

Michelhausen

Muckendorf-Wipfing

Sieghartskirchen

Sitzenberg-Reidling

Sankt Andrä-Wördern

Tulbing

Tulln an der Donau

Würmla

Zeiselmauer-Wolfpassing

Zwentendorf an der Donau

Niederösterreich • • Amstetten • Baden • Bruck an der Leitha&nbsp

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;• Gänserndorf • Gmünd • Hollabrunn • Horn • Korneuburg • Krems-Land • Lilienfeld • Melk • Mistelbach • Mödling • Neunkirchen • St. Pölten-Land • Scheibbs • Tulln • Waidhofen an der Thaya • Wiener Neustadt-Land • Wien-Umgebung • Zwettl

North American FJ

Die North American FJ Fury war das erste einsatzfähige trägergestützte Strahlflugzeug der US Navy und des US Marine Corps, das als Jäger und Jagdbomber eingesetzt wurde. 1962 wurde die FJ in F-1 umbenannt.

Der Krieg im Pazifik war noch in vollem Gange, als zwischen Herbst 1944 und Frühjahr 1945 die US Navy vier Prototypen eines trägergestützten Strahlflugzeugs in der Hoffnung bestellte, diese würden anlässlich der für Mai 1946 geplanten Invasion Japans zur Verfügung stehen. Diese waren die Vought F6U Pirate, die McDonnell FD Phantom, die McDonnell F2D Banshee sowie die North American FJ Fury.

North Americans Entwurf, firmenintern als NA-134 bezeichnet, war ursprünglich als konventioneller Tiefdecker mit geraden Tragflächen und einem relativ dicken Rumpfquerschnitt konzipiert. Zwecks besserer Rundumsicht war die Pilotenkanzel in Tropfenform (ähnlich der P-51 Mustang) ausgelegt. Durch einen großen, in der Nase untergebrachten Lufteinlass wurde ein General Electric J35-Triebwerk versorgt. Zwecks gut kontrollierbarem Langsamflug – für Trägerlandungen unerlässlich – waren an den Flügelober- und Unterseiten schmale ausfahrbare Luftbremsen angebracht.

Zwischenzeitlich hatte sich die US Air Force für eine landgestützte Version der Fury entschieden, die als XP-86 bezeichnet wurde und während des Korea-Krieges als F-86 Sabre Berühmtheit erlangte. Obwohl die XP-86 bereits mit Pfeilflügeln ausgestattet war, hielt North American bei der FJ-1 an geraden Tragflächen fest, da diese aufgrund ihrer besseren Langsamflugeigenschaften für Trägerdecklandungen unerlässlich schienen. Die Navy bestellte drei Prototypen mit der Bezeichnung XFJ-1. Im April 1945 fand die Begutachtung eines Mockups durch das Bureau of Aeronautics statt und am 11. September 1946 startete die erste XFJ-1 zu ihrem Jungfernflug. Der zweite und dritte Prototyp folgte im Oktober 1946 und Februar 1947.

Bereits im Mai 1945 hatte die Navy 100 Maschinen des Typs FJ-1 bestellt, reduzierte diese Bestellung später jedoch auf 30 Maschinen. Diese Version, firmenintern als NA-141 bezeichnet, wurde ab Oktober 1947 an die Truppe ausgeliefert. Im Gegensatz zum ursprünglich vorgeschlagenen Prototyp besaß die FJ-1 anstatt der vier in den Flügeln untergebrachten ausfahrbaren Luftbremsen nunmehr lediglich zwei, die jedoch sehr viel größer waren und sich in den hinteren Rumpfseiten befanden. Ferner besaß sie ein kleineres Bugfahrwerk, das das Parken auf dem Trägerdeck erleichtern sollte.

Sämtliche Maschinen gingen an die Jagdstaffel VF-5A auf der NAS North Island, die umgehend mit zunächst simulierten Trägerstarts und -landungen begann. Am 16. März 1948 fand dann die erste echte Trägerlandung an Bord der USS Boxer statt. Nachdem die zwei erfolgreich gelandeten Maschinen aus eigener Kraft (!) wieder gestartet waren, folgten zwei Starts mit Hilfe eines Katapults. Als jedoch klar wurde, dass sich bei einem Start mittels Eigenschub aufgrund der geringen Beschleunigung die Startstrecke vervielfachen würde, beschloss man, das Katapultstartverfahren als Standard einzuführen.

Die Piloten der VF-5A waren mit den Flugleistungen der FJ-1 sehr zufrieden, hatten sie doch 1948 die Bendix Trophy gewonnen, in der sie während eines Überlandfluges die F-80 Shooting Star der U.S. Air Force deutlich geschlagen hatten.

Neben diesem Erfolg kam jedoch auch Kritik auf. Bei maximaler Zuladung war die FJ-1 in der Luft nur schwer beherrschbar, und aufgrund von mangelndem Druckausgleich und hoher Temperaturen im Cockpit war der Pilot nicht zu beneiden. Ein weiteres Manko waren die an den Flügelenden angebrachten 630-Liter-Zusatztanks, die für die dünnen Flügelquerschnitte nicht geeignet waren. Weiterhin war der kurze Wartungsintervall des Triebwerks von nur 30 Stunden ein Nachteil. Durch die teils harten Landungen beim Training sowie Abstürze infolge Treibstoffmangels mussten bis zum Ende ihrer Dienstzeit mehr als die Hälfte der FJ-1 abgeschrieben werden.

Im August 1948 wurde die VF-5A in VF-51 umbenannt. Nachdem ab Juli 1949 hier die F9F-2 Panther eingeführt wurde, gingen die verbliebenen FJ-1 an die US Navy Reserve, wo sie bis Anfang 1953 als Strahltrainer zur Umschulung auf die F9F Panther sowie die F2H Banshee eingesetzt wurden.

Aufgrund der Meinung, dass trägergestützte Strahlflugzeuge aufgrund niedriger Landeanfluggeschwindigkeiten automatisch gerade Flügel haben mussten, sträubte sich die US Navy lange Zeit gegen neue Entwürfe. Mittlerweile hatte sich jedoch herausgestellt, dass ebendiese Modelle (F9F Panther und F2H Banshee) bei ihrer Höchstgeschwindigkeit erheblich langsamer als ihre pfeilgeflügelten Konkurrenten (z. B. der MiG-15) waren.

Seit Beginn des Jahres 1951 hatte daraufhin North American damit begonnen, eine trägergestützte Version der mittlerweile bewährten F-86 Sabre zu entwickeln. Nicht einmal zwei Wochen später bestellte die US Navy ungesehen 300 Maschinen dieses Typs. Später wurde die Bestellung jedoch auf 200 Maschinen reduziert.

Die FJ-2 basierte weitgehend auf der landgestützten F-86E. Sie besaß jedoch zusätzlich einen V-förmigen Fanghaken unter dem Rumpfheck sowie ein verlängertes Bugfahrwerk und Katapultarretierungen. Die ersten beiden Prototypen XF-J2 (NA-179) verfügten allerdings weder über Bewaffnung noch über klappbare Flügel.

Der dritte Prototyp XFJ-2B (NA-181) war jedoch ausgestattet mit vier 20-mm-Maschinenkanonen des Typs Colt MK 12. Alle drei Prototypen besaßen das General Electric J47-GE-13 Triebwerk. Der Jungfernflug fand am 27. Dezember 1951 statt, und ab Dezember 1952 erfolgten die ersten Trägerlandungen an Bord der USS Coral Sea. Diese offenbarten jedoch Schwierigkeiten sowohl mit dem Fahrwerk und einem zu schwachen Fanghaken als auch mit dem Flugverhalten während der Start- und Landephase.

Obwohl äußerst unzufrieden mit den Eigenschaften der XFJ-2, hielt die Navy an ihren Bestellungen der FJ-2 fest, allerdings mit einem neuen Triebwerk, dem General Electric J47-GE-2, dessen Leistungen denen der F-86F entsprachen.

Durch die unzureichenden Leistungen für den Betrieb auf Flugzeugträgern gingen die FJ-2 ausschließlich an das Marine Corps. Als erste Staffel wurde die Jagdstaffel VMF-122 auf der Basis MCAS Cherry Point in North Carolina im Januar 1954 mit der FJ-2 ausgerüstet.

Der Entwurf einer leistungsstärkeren Version (NA-194) begann im März 1952. Als Triebwerk wählte man das Wright J65-W-4, ein Lizenzbau des britischen Armstrong-Siddeley Sapphire-Triebwerks. Die Flugzeuge hatten einen etwas größeren Lufteinlauf als die FJ-2. Die Schubkraft gegenüber der FJ-2 (27 kN) betrug nunmehr 37 kN, die Navy bestellte insgesamt 538 Maschinen. Die zweite Bauserie von 214 Flugzeugen hatte das Wright J65-W-4D-Triebwerk. Insgesamt flogen 17 Staffeln der Navy und vier Staffeln der Marines die FJ-3. Als erste Staffel wurde die Jagdstaffel VF-173 auf der NAS Jacksonville in Florida mit der FJ-3 ausgerüstet. Diese Staffel setze die FJ-3 auch ab Mai 1955 zum ersten Mal von einem Flugzeugträger aus ein, der USS Bennington. Eine FJ-3 landete auch als erstes Flugzeug am 4. Januar 1956 auf dem damals neuen „Superträger“ USS Forrestal.

1962 wurden die verbliebenen FJ-3 im Zuge des einheitlichen Kennungssystems in F-1C umbenannt. Durch die schnelle Entwicklung der Technik wurden die FJ-3 modifiziert. Viele Maschinen wurden mit zwei zusätzlichen Unterflügelstationen ausgerüstet. 80 FJ-3 wurden zusätzlich für den Einsatz der AIM-9 Sidewinder Luft-Luft-Lenkwaffe ausgerüstet und in FJ-3M (MF-1C) umgezeichnet. Einige FJ-3 wurden 1957–1960 als Lenkflugzeuge für Drohnen modifiziert: Die FJ-3D (DF-1C) für SSM-N-8A Regulus-Flugkörper und die FJ-3D2 (DF-1D) für unbemannte Grumman F9F-6K.

Die letzte – und seitens der meisten Piloten auch als die beste bezeichnete – Version der „FJ“-Serie war wohl die FJ-4 (F-1E). Sie begann ihre Karriere im Juni 1953 als Prototyp NA-208. Die US Navy hatte zuvor eine Geschwindigkeit von Mach 0,95 sowie eine (voll beladene) Steighöhe von fast 15.000 m verlangt, Werte, die seinerzeit ohne die Verwendung eines Nachbrenners eigentlich nicht erreichbar waren. Ab Oktober 1953 bestellte die US Navy 152 Maschinen, die letzte FJ-4 wurde im März 1957 ausgeliefert.

Der (auch optische) Hauptunterschied zur FJ-3 war eine um 50 % höhere, interne Treibstoffaufnahme. Diese wurde erreicht durch einen zusätzlichen Tank unterhalb des Wright J65-W-16A-Triebwerks sowie einen „aufgesetzten“ Tank zwischen Pilotenkanzel und Seitenleitwerk, die das Flugzeug insgesamt „dickbauchiger“ erschienen ließ. Zum aerodynamischen Ausgleich wurden die Flügel dünner und kürzer angelegt, besaßen hierbei jedoch eine größere Tragfläche. Ferner wurden die Oberflächen der Flügel, die Vorflügel sowie die Landeklappen völlig neu konzipiert. Seiten- und Höhenleitwerk bekamen ebenfalls eine neue Form. Hinzu kam ein fest montierter Luftbetankungsstutzen unter der linken Tragfläche. An jeder der vier Unterflügelstationen konnte eine AIM-9 Sidewinder Luft-Luft-Lenkwaffe mitgeführt werden. Mit diesen Veränderungen startete die erste FJ-4 zum ersten Mal am 28. Oktober 1954.

Die Auslieferung der NA-209 begann im Februar 1955, allerdings wurden sämtliche FJ-4 an das U.S. Marine Corps ausgeliefert, als erste Staffel erhielt diese VMF-451.

Die FJ-4B flog erstmals am 4. Dezember 1956 und war eigentlich „nur“ die Bodenangriffsvariante der FJ-4, sie wurde jedoch in weit höheren Stückzahlen gebaut. Verfolgt man die Entwicklung der beiden „Stämme“, enthielt sie viele Bauteile der F-86H Sabre. Die FJ-4B verfügte über sechs Unterflügelstationen, die insgesamt über 2.700 kg an Außenlasten tragen konnten, darunter Zusatztanks, Raketen und/oder Bomben, darunter (optional) auch eine mit Nuklearsprengkopf. Als erste Fury konnte die FJ-4B bis zu fünf AGM-12 Bullpup Luft-Boden-Lenkwaffen mitführen.

Nach weiteren Modifikationen und Veränderungen wurde das nunmehr NA-244 benannte Modell zwischen Juli 1957 und Mai 1958 ausgeliefert, insgesamt wurden 222 Flugzeuge dieses Typs produziert. Zwei FJ-4B wurden 1958 zu Testzwecken mit einem zusätzlichen AR-1 Raketenmotor ausgerüstet.

Ihren ersten Einsatz hatte die FJ-4B 1958 an Bord der USS Hornet mit der Angriffsstaffel VA-214, ihr letzter Einsatz fand 1962 an Bord der USS Hancock mit der Staffel VA-216 statt. Insgesamt flogen neun Staffeln der Navy und drei der Marines die FJ-4B. Danach wurden sämtliche Maschinen Reserveeinheiten der US Navy sowie des US Marine Corps zugewiesen. Nachdem das US-Verteidigungsministerium eine einheitliche Bezeichnung der Flugzeugbestände beschlossen hatte, wurden ab dem 1. Oktober 1962 der Typ FJ-4 in F-1E und der Typ FJ-4B in AF-1E umbenannt. Letztere versah ihren Dienst noch bis Mitte der 1960er Jahre.

XFA • F2A • F3A • FB • F2B • F3B • F4B • XF5B • XF6B • XF7B • XF8B • FC • F2C • F3C • F4C • F5C • F6C • F7C • F8C • F9C • F10C • F11C • XF12C • XF13C • XF14C • XF15C • FD • XFD • F2D&nbsp

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Siehe auch: USAAS-/USAAC-/USAAF-Jagdflugzeuge, USAF-Jagdflugzeuge bis 1962 und US-Jagdflugzeuge seit 1962

F-1 • F-2 • F-3 • F-4 • F-5 • F-6 • F-7 • F-8 • F-9 • F-10 • F-11 • YF-12 • F-14 • F-15 • F-16 • YF-17 • F/A-18 • F-20 • F-21 • F-22 • YF-23 • F-35 • F-117

Siehe auch: USAAS-/USAAC-/USAAF-Jagdflugzeuge, USAF-Jagdflugzeuge bis 1962 und USN-/USMC-Jagdflugzeuge bis 1962

P-51 • P-64 • F-82 • FJ • F-86 • YF-93 • F-100 • F-107 • XF-108 • XFV-12

AJ • A2J • A-5 • A-27 • A-36 • XB-21 • B-25 • XB-28 • B-45 • XB-70 • B-1

L-17 • O-47 • OV-10

BC-1 • BC-2 • BT-9 • T-2 • T-6 • T-28 • T-39

X-10 • X-15 • X-31

B-24 • C-82

Lenkwaffen: AGM-28 • MQM-42 • AGM-53

Bundesstraße 47

Bundesland:

Die Bundesstraße 47 (Abkürzung B 47) ist eine in West-Ost-Richtung von der A 6 bei Wattenheim in Rheinland-Pfalz nach Walldürn in Baden-Württemberg zur B 27 verlaufende Bundesstraße. Sie führt durch die Oberrheinische Tiefebene und den Odenwald.

Die B 47 teilt sich Straßenabschnitte mit den Verläufen von Nibelungenstraße (zwischen Worms und Amorbach) und Siegfriedstraße (zwischen Worms und Lorsch bzw. Amorbach und Walldürn).

Die B 47 beginnt in Rheinland-Pfalz im Landkreis Bad Dürkheim am Nordrand des Naturparks Pfälzerwald an der nördlich von Wattenheim gelegenen Anschlussstelle „Wattenheim“ der Bundesautobahn 6. Anfangs verläuft die Bundesstraße − den Naturpark verlassend − in Richtung Norden über Hettenleidelheim in den Donnersbergkreis nach Eisenberg, wo sie das Eisbachtal kreuzt. Weiter nördlich passiert sie Kerzenheim westlich, tangiert Göllheim westlich und führt östlich an Dreisen vorbei, wo eine Anbindung an die A 63 besteht (Anschlussstelle „Göllheim“). Parallel zu dieser Autobahn und zur Pfrimm verläuft die B 47 in Richtung Nord-Nordosten nach Marnheim, wo sie einen Überrest des Pfrimmtalviadukts passiert.

Von Marnheim verläuft die B 47 im Zellertal weiterhin entlang der Pfrimm nach Osten, um über Albisheim zur Gemeinde Zellertal zu gelangen. Im anschließenden Landkreis Alzey-Worms führt sie durch Wachenheim nach Monsheim, wo die B 271 kreuzt und die B 47n (neu) von der alten Bundesstraßentrasse abzweigt, wobei beide Streckenführungen durch das Gebiet der kreisfreien Stadt Worms verlaufen:

Nach derzeit noch im Wormser Zentrum befindlicher Wiedereinmündung der B 47n verläuft die Bundesstraße nach Kreuzen der B 9 direkt östlich der Stadt auf der Nibelungenbrücke − dabei durch den alten Brückentorturm Nibelungenturm führend − über den Rhein, wobei sie auf der Brücke nach Südhessen übertritt.

In Hessen tritt die B 47 unmittelbar nach Überquerung des Rheins in das Hessische Ried bzw. den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ein. Darin führt sie im Kreis Bergstraße durch Rosengarten, einem nordwestlichen Stadtteil von Lampertheim, und danach südlich vorbei an Bürstadt, wo sie die B 44 kreuzt. Nach dem daran anschließenden Lorscher Wald kreuzt sie nördlich von Lorsch die Bundesautobahn 67 (Anschlussstelle „Lorsch“), wonach Anbindung zur B 460 besteht und die Weschnitz überbrückt ist. Etwas weiter östlich ist die A 5 (Anschlussstelle „Bensheim“) bei Bensheim überbrückt, worin die B 3 bzw. die Bergstraße kreuzt.

Östlich von Bensheim führt die B 47 im Tal der Lauter in stetiger Steigung durch mehrere Gemeindeteile von Lautertal hinein in den Odenwald zu den südwestlichen Hängen von Raupenstein und dem Buch bis auf eine Scheitelhöhe von 447 Meter an der Schönen Aussicht zwischen Kolmbach und der Lindenfelser Siedlung Litzelröder. Sodann geht es kurvenreich und stetig bergab über Lindenfels zum Gumpener Kreuz, dem 273 Meter hohen Sattel zwischen dem Weschnitz- und dem Gersprenztal wo sich die Straße mit der von Süden kommenden B 38 vereinigt. Die Straße wendet sich dann nach Nordosten und führt entlang des Mergbachs nach Reichelsheim im Odenwaldkreis. Hinter Beerfurth erreicht die Straße mit 190 Meter einen Tiefpunkt im Gersprenztal und zweigt dann von der B 38 in Richtung Michelstadt ab. Am Nordhang des Morsbergs führt eine kurvenreiche Steigungsstrecke über die 385 Meter hohe Spreng, den Übergang zwischen dem Gersprenz- und dem Mümlingtal oberhalb von Langenbrombach. Südlich vorbei an der Gemeinde Brombachtal gelangt die Straße über Rehbach und Steinbach hinab zu der hier 200 Meter hoch gelegenen Mümling bei Michelstadt. Zwischen Steinbach und Stockheim vereinigt sich die B 47 in südlicher Richtung eine kurze Strecke mit der B 45. Sodann zweigt sie in östlicher Richtung ab und steigt, nördlich an Dorf-Erbach vorbeiführend, durch dichten Wald hinauf bis auf eine Scheitelhöhe von 515 Meter bei dem an der bayerischen Grenze gelegenen Eulbach.

In Bayern gelangt die B 47, weiterhin durch den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und den Odenwald verlaufend, von Boxbrunn nach Amorbach im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. An der Brücke über die Mud bei Amorsbrunn zweigt die Bundesstraße 469 nach Miltenberg und ins Maintal ab, während die B 47 nach Schneeberg führt, um einen Kilometer weiter östlich das Land Bayern wieder zu verlassen.

Dann tritt die B 47 nach Baden-Württemberg und damit in den Neckar-Odenwald-Kreis über, um im Naturpark Neckartal-Odenwald durch das Tal des Marsbachs zu verlaufen und am Ostrand des Odenwalds in Walldürn mit Anschluss an die B 27 zu enden.

Bundesland:

Die B 47n ist eine als Kraftfahrstraße erbaute Ortsumgehung, die südlich an Monsheim, am westlichen Wormser Stadtteil Pfeddersheim − die A 61 an der Anschlussstelle „Worms“ kreuzend − und an der Wormser Kernstadt vorbeiführt. Dem entgegen verläuft die alte Straße durch Monsheim und Pfeddersheim (wo sie von der Talbrücke Pfeddersheim überspannt ist), um anschließend durch Pfiffligheim und die Innenstadt Worms zu führen.

Der Streckenabschnitt zwischen Pfeddersheim und der Stadtgrenze Worms mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen ausgebaut (4-streifig). Der Abschnitt zwischen Stadtgrenze Worms (Kolpingstraße) und der Kreuzung mit der B 9 wird neu erstellt und ebenfalls mit zwei getrennten Richtungsfahrbahnen ausgebaut (4-streifig). An der Kreuzung B 47 / B 9 laufen beide Straßen zusammen, um sich dann nach 2 km an der Nibelungenbrücke Worms wieder zu trennen (B 9 Richtung Mainz und B 47 Richtung Hessen).

Nach 32 Jahren verschiedener Planungen und etlichen Änderungen ging 2007 das letzte fehlende Stück der Südumgehung (Anschluss Kolpingstraße − Bundesstraße 9) in die Planfeststellung. Das Planfeststellungsverfahren wurde im Januar 2011 abgeschlossen. Im Zuge des Neubaus sollen die bereits bestehenden Bauvorleistungen für die zweite Fahrbahn ausgebaut werden.

Von Worms bis Amorbach ist der Verlauf der B 47 identisch mit der etwa 110 km langen Ferienstraße Nibelungenstraße, die durch Teile der vorgenannten Bundesländer verläuft. Von Worms führt sie unter anderem über Bensheim und durch den Odenwald nach Amorbach, wo sie von der Bundesstraße abzweigt, um an den Main über Miltenberg nach Wertheim zu verlaufen.

Von Worms bis Lorsch und weiter östlich von Amorbach und Walldürn ist der Verlauf der B 47 identisch mit der etwa 150 km langen Ferienstraße Siegfriedstraße, die ebenfalls durch Teile der vorgenannten Bundesländer verläuft. Von Worms führt sie zum Beispiel nach Lorsch, wo sie von der Bundesstraße abzweigt. Fortan verläuft sie über Heppenheim und Hesseneck durch den Odenwald nach Amorbach, um bis Walldürn wieder identisch mit der B 47 zu verlaufen und dann weiter über Tauberbischofsheim ebenfalls an den Main nach Wertheim zu führen.

Nach der territorialen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress gehörte ein großer Teil des Odenwaldes zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. 1840 entstand die Landstraße zwischen Worms, Bensheim, Lindenfels und Michelstadt. Diese Straße war die erste Chaussee, die den Odenwald in Ost-West-Richtung durchquerte. Der Abschnitt zwischen Worms und Bensheim erhielt bei der Fernstraßennummerierung 1932 die Nummer 47, aus der dann durch Erweiterungen die heutige Bundesstraße 47 hervorging.

Direkt nordöstlich von Marnheim steht 50 m südlich der B 47 ein Überrest der Eisenbahnbrücke Pfrimmtalviadukt, die auch Marnheimer Brücke bzw. Tor zum Zellertal genannt wird.

Am östlichen Ortsrand von Pfeddersheim überspannt die Talbrücke Pfeddersheim auf einer Länge von ca. 1,5 km und in max. 30 m Höhe das Tal der Pfrimm. Die Brücke ist Teil der A 61 zwischen Alzey und Worms.

Bei Worms wird im Rahmen der B 47 der Rhein und somit die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen auf der Nibelungenbrücke Worms überquert. Es handelt sich dabei um zwei parallel geführte Brückenbauwerke, der alten Nibelungenbrücke von 1953 mit ihrem sehenswerten Brückenturm von 1898 und der neuen Nibelungenbrücke von 2008.

Folgende Projekte liegen derzeit im Stadium des Planfeststellungsverfahrens:

B 1 • B 2 • B 2 R • B 3 • B 4 • B 4 R • B 5 • B 6 • B 7 • B 8 • B 9 • B 10 • B 11 • B 12 • B 13 • B 14&nbsp

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B 156a • B 160

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Jürgen Ganzer

Jürgen Ganzer (* 6. August 1950 in Potsdam) ist ein deutscher Komponist und Akkordeonist. Er ist Professor für Tonsatz und Instrumentation an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

Ganzer besuchte von 1965 bis 1969 die Hanns-Eisler-Spezialschule für Musik Berlin. Von 1969 bis 1975 studierte er Komposition bei Wolfram Heicking und Akkordeon bei Christine Boll und Hans Boll an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

Er arbeitete als freiberuflicher Komponist, Lehrer, Korrepetitor und Arrangeur u.a. an der Volksbühne Berlin, dem Berliner Ensemble und Friedrichstadtpalast. Hierbei legte er sein Augenmerk auf Lieder, Chansons und Folklore. Er konzertierte ab 1979 im Akkordeon-Duo und in Weltmusik-Besetzungen. Ganzer komponierte elektronische Musik, Kammermusik

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, Film- (Die Wokrenterstraße, 1986), Theater- und Hörspielmusik. Er widmete sich dabei insbesondere der Gitarre und dem Akkordeon.

Von 1983 bis zur Wende war er Mitglied der Wettbewerbskommission der Zentralen Fachkommission Akkordeon der DDR. Im Jahr 1996 war er Jury-Vorsitzender des Internationalen Akkordeonwettbewerbs Coupe Mondiale der Confédération Internationale des Accordeonistes (CIA, IMC-UNESCO). Seit 1978 lehrt er an der Berliner Musikhochschule. Er wurde dort 1988 Dozent für Komposition und Tonsatz und 1993 Professor für Tonsatz und Instrumentation.

Ion (Platon)

Der Ion (altgriechisch Ἴων Íōn, lateinisch Io) ist ein in Dialogform verfasstes frühes Werk des griechischen Philosophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer Sokrates mit dem ansonsten unbekannten Ion von Ephesos, nach dem der Dialog benannt ist. Ion ist Rhapsode, das heißt

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, er rezitiert berufsmäßig bei festlichen Anlässen epische Dichtung und legt sie aus.

Das Thema des Gesprächs ist die Frage, worauf die Kompetenz eines Rhapsoden basiert. Darüber hinaus geht es auch um die Quelle der schöpferischen Tätigkeit der Dichter. Den Hintergrund bildet – mit modernen Begriffen ausgedrückt – das ungeklärte Verhältnis zwischen literarischer Technik und überragender künstlerischer Qualität auf dem Gebiet der Schönen Literatur.

Sokrates fragt nach dem beruflichen Wissen, das Ion befähigt, Dichtung zu interpretieren. Dabei geht er zunächst von der Annahme aus, dass es sich um ein grundsätzliches Fachwissen über Dichtung handelt. Wenn dies zutrifft, muss der Rhapsode jedes Gedicht verstehen und beurteilen können. Dazu ist Ion aber nicht imstande, denn er ist nur auf die Epen Homers spezialisiert. Somit besitzt er kein allgemein dichtungsbezogenes Wissen. Es kann sich aber auch nicht um sonstiges Fachwissen handeln. Weder Dichter noch Rhapsoden beherrschen ihre Themen fachwissenschaftlich. Beispielsweise erfüllt der Rhapsode die Aufgabe, seinem Publikum Dichtung, die von Kriegstaten handelt, nahezubringen, aber von Kriegsführung versteht er nichts.

Demnach ist ein besonderes berufliches Wissen der Dichter und der Rhapsoden nicht benennbar, und es gibt kein Gebiet, auf dem sie mit den jeweiligen Fachleuten konkurrieren können. Somit ist weder die Dichtung noch ihre Auslegung ein Produkt von Wissen. Als Alternative bietet sich die Annahme an, dass göttliche Inspiration die Dichter und die Rhapsoden zu Leistungen befähigt, die sie von sich aus nicht erbringen könnten. Mit dieser von Sokrates vorgeschlagenen Erklärung ist Ion zufrieden.

Der in der Antike wenig beachtete Dialog hat in der Neuzeit ein vielfältiges Echo hervorgerufen, wobei konträre Deutungen des Inspirationskonzepts zu gegensätzlichen Ergebnissen führten. Das Spektrum der Interpretationen reicht von der Einschätzung als reine Persiflage bis zur Annahme, es handle sich um eine Huldigung an die poetische Ergriffenheit.

Der Dialog findet an einem Tag zwischen Mai und August an einem nicht näher bezeichneten Ort in Athen statt. Die Zeit ist nicht angegeben, lässt sich aber eingrenzen: Athen befindet sich im Peloponnesischen Krieg, der 431 v. Chr. ausgebrochen ist, und da Ions Heimatstadt Ephesos noch unter der Kontrolle Athens steht, kommt die Zeit ab 412 nicht in Betracht. Ein plausibler Zeitpunkt ist 413, denn Athen leidet unter akutem Mangel an tüchtigen Truppenführern, was nach dem katastrophalen Ausgang der Sizilienexpedition (415–413) der Fall war. Allerdings ist zu beachten, dass Platon als Schriftsteller von seiner literarischen Freiheit Gebrauch zu machen pflegt und auf historische Genauigkeit keinen Wert legt.

Das Gespräch setzt unvermittelt ein, es hat keine Rahmenhandlung. Beteiligt sind nur Sokrates und Ion. Ob Ion eine von Platon erfundene Figur oder eine historische Person ist, ist unbekannt, denn außer dem nach ihm benannten Dialog gibt es keine Quellen, die ihn erwähnen. Jedenfalls repräsentiert er den Berufsstand der Rhapsoden, die damals im kulturellen Leben als Vermittler von Dichtung an breite Schichten einflussreich waren. Rhapsoden wussten die Werke Homers auswendig und konnten großen Ruhm erlangen, wenn sie in Wettkämpfen siegten. Bei ihren Auftritten trugen sie bunte Kleidung und waren mit goldenen Kränzen geschmückt, es konnten etwa zwanzigtausend Zuhörer anwesend sein. Wie auch andere im öffentlichen Leben erfolgreiche Gestalten in Platons Dialogen macht Ion, der kürzlich einen Sieg davongetragen hat, einen sehr selbstbewussten Eindruck. Aus der Schilderung seiner Auftritte geht hervor, dass er sich vor der Menge wie ein Schauspieler verhält. Über seine Herkunft erfährt man nur, dass er aus Ephesos stammt.

Vom Naturell her sind die beiden Persönlichkeiten gegensätzlich: Ions Denkweise ist naiv und unphilosophisch, der geübte Debattierer Sokrates hingegen argumentiert aus einer strikt philosophischen Perspektive. Seiner Gewohnheit gemäß entlarvt Sokrates hartnäckig das Scheinwissen seines Gesprächspartners und bringt ihn damit gezielt in Verlegenheit. Der Rhapsode zeigt sich trotz seines stark ausgeprägten Selbstbewusstseins respektvoll und lernbereit, da er die geistige Überlegenheit des Philosophen anerkennt.

Das Einleitungsgespräch

Sokrates begrüßt Ion, der aus Epidauros nach Athen gekommen ist. In Epidauros hat Ion, wie er stolz berichtet, bei dem Rhapsodenwettkampf anlässlich der Asklepieia genannten panhellenischen Spiele den ersten Preis errungen. Nun will er in Athen an dem Wettstreit teilnehmen, der im August bei den „großen Panathenäen“, einem bedeutenden Fest, abgehalten wird. Sokrates drückt seine Bewunderung für die Rhapsoden aus. Damit ermutigt er den von sich eingenommenen Wettkampfsieger, seine Eitelkeit offen zu zeigen. Zugleich legt er aber auch den hohen Anspruch dar, den er an Ions Berufsstand stellt: Nach seinem Verständnis ist es die Aufgabe des Rhapsoden, den Zuhörern die Gedanken des Dichters zu vermitteln, und das setzt voraus, dass er nicht nur den Wortlaut der Epen kennt, sondern auch den Inhalt vollständig durchdrungen hat. Ion stimmt dem zu und lässt sich zu der Behauptung hinreißen, weder unter den Lebenden noch unter den Verstorbenen sei jemand zu finden, der ihm in der Homerauslegung ebenbürtig oder überlegen sei. Mit dieser Selbsteinschätzung bietet er Sokrates Gelegenheit, die Berechtigung seines Anspruchs auf umfassendes Wissen einer philosophischen Untersuchung – dem Elenchos – zu unterwerfen.

Eine Schlüsselrolle spielt bei der philosophischen Untersuchung der Begriff téchnē, der oft ungenau mit „Kunst“ übersetzt wird. Gemeint ist nicht speziell Kunst im heutigen engeren Sinn („Schöne Künste“), sondern generell ein systematisch geordnetes, auf ein bestimmtes klar umgrenztes Gebiet bezogenes praktisches („technisches“) Wissen, beispielsweise die Fachkompetenz von Handwerkern, Ärzten oder Truppenführern. Die techne verleiht dem Wissenden die Fähigkeit, sich auf dem betreffenden Gebiet erfolgreich zu betätigen („Fertigkeit“) und andere korrekt darüber zu belehren. Gefragt wird nun, worin die techne des Rhapsoden besteht.

Das Verhältnis von allgemeiner und spezieller Kompetenz

Nachdem der Rhapsode die Einzigartigkeit seines Homerverständnisses gepriesen hat, beginnt Sokrates die Untersuchung mit der Frage, ob Ion auch die Werke anderer bedeutender Dichter wie Hesiod und Archilochos auslegen könne. Ion muss dies verneinen, und er fügt hinzu, dass ihm die Beschäftigung mit Homer genüge. Bei Homer kenne er sich so gut aus, dass er auch Äußerungen anderer Dichter erklären könne, insoweit deren Aussagen mit denen Homers inhaltlich übereinstimmten. Was aber bei Homer nicht zu finden ist, dafür will er nicht zuständig sein. Sokrates weist darauf hin, dass die anderen Dichter dieselben Themenbereiche behandeln wie Homer, insbesondere Krieg und Begegnungen verschiedenartiger Menschen sowie den Umgang der Götter untereinander und mit den Menschen. Demnach müsste ein vorzüglicher Kenner Homers, der solche Themen beherrscht, auch über ein entsprechendes Verständnis nichthomerischer Gedichte verfügen.

Ion rechtfertigt seine Beschränkung auf Homer mit der überragenden Qualität von dessen Epen. Damit liefert er Sokrates ein wichtiges Argument: Wer auf einem Gebiet das Beste als solches erkennen kann, der besitzt einen Maßstab für Qualität, welcher ihm das Vergleichen ermöglicht. Wenn er das Beste zu verstehen und zu beurteilen vermag, ist zu erwarten, dass sich seine Kompetenz auch auf das weniger Anspruchsvolle erstreckt. Das bestreitet Ion zwar grundsätzlich nicht, doch er berichtet, dass es ihm seltsamerweise ganz anders ergeht: Wenn von Dichtung außerhalb seines Spezialgebiets die Rede ist, fühlt er sich nicht in seinem Element und kann nichts beitragen, seine Konzentration lässt nach und er nickt sogar ein.

Für dieses Phänomen findet Sokrates eine einfache Erklärung: Er sieht den Grund darin, dass der Rhapsode auch hinsichtlich der homerischen Epen kein wirkliches Verständnis besitze. Anderenfalls wäre er in der Lage, jede beliebige Dichtung, die ebenfalls Themen der gängigen Art behandelt, korrekt auszulegen. Die Dichtkunst sei als Wissensgebiet eine Einheit; Fachkompetenz müsse sich daher, wenn sie tatsächlich vorhanden sei, auf die Gesamtheit des Fachs erstrecken. Wer erklären könne, worin die Vorzüge der besten Maler, Bildhauer oder Musiker bestünden, der müsse daher notwendigerweise auch die schlechteren kompetent beurteilen können. Für Sokrates ergibt sich spezielles, einzelfallbezogenes Wissen ausschließlich und zwangsläufig aus allgemeinem. Ion stimmt dem zu, hält aber an seiner Behauptung fest, der beste Homerinterpret zu sein. Auch alle anderen seien der Meinung, er könne über Homer gut reden, nicht aber über die übrigen Dichter. Er kann sich nicht erklären, warum er über eine so einseitige Fähigkeit verfügt.

Inspiration als Alternative zu Sachkenntnis

Mit einer längeren Darlegung versucht Sokrates seine Lösung des Rätsels plausibel zu machen. Zur Erläuterung fasst er zunächst die schöpferische Tätigkeit der Dichter ins Auge. Sie ist nach seinem Verständnis ein gänzlich irrationaler Vorgang. Nicht die Beherrschung einer Technik macht den Dichter aus; kein Fachwissen ist die Grundlage der Poesie. Vielmehr erschafft der Dichter seine Werke, wenn eine göttliche Kraft ihn ergreift und in Begeisterung versetzt. Dann ist er leicht, beschwingt und heilig, und der Verstand (nous) wohnt nicht mehr in ihm. Solange er an seinem Verstand festhält, kann er nicht in diesen Zustand geraten und ist unfähig zu dichten. Der Dichter versteht selbst nicht, was er tut, wenn diese Inspiration ihn erfasst hat. Er ist nur ein Vermittler dessen, was die Gottheit ihm eingibt.

Sokrates stützt seine Theorie mit mehreren Überlegungen ab. Er verweist auf das Selbstverständnis der Dichter: Sie selbst drücken sich in diesem Sinne aus, wenn sie sich über ihre Tätigkeit und ihr Verhältnis zur Muse, der inspirierenden Instanz, äußern. Sie vergleichen ihr Tun mit dem der honigspendenden Bienen, die sammelnd umherfliegen. Nach ihrer Schilderung sind sie, beflügelt wie Bienen, in den Gärten und Tälern der Musen unterwegs, um ihre Lieder zu sammeln. Außerdem weist Sokrates auf die Spezialisierung bei den Dichtern hin. Die Verskunst setzt sich aus unterschiedlichen Gattungen zusammen: Dithyrambos, Enkomion, Tanzlied, Epos, jambische Dichtung. Jeder Dichter ist auf eine bestimmte Gattung festgelegt, nur in ihr kann er Bedeutendes erschaffen. Es ist die Muse, die ihn zu dieser Festlegung antreibt. Wäre das, was ihn befähigt, ein poetisches Fachwissen, so könnte er in jeder Gattung Werke von gleichem Rang hervorbringen. Schließlich führt Sokrates noch ein Beispiel an. Den besten Beleg für die Richtigkeit seiner Auffassung meint er in der Lebensleistung des Tynnichos von Chalkis gefunden zu haben. Bei Tynnichos handelt es sich um eine historische Person, einen Lyriker, dessen Werk heute verloren ist. Er hat einen Paian gedichtet, der von allen gesungen wird und den Sokrates für das schönste aller Lieder hält. Diesen Paian hat der Dichter selbst als Fund der Musen bezeichnet. Ansonsten hat aber Tynnichos in seinem ganzen Leben nichts Nennenswertes geschaffen. Darin sieht Sokrates die eindrücklichste Bestätigung seiner These, wonach große Dichtung göttlichen Ursprungs ist. Nach seiner Überzeugung hat die Gottheit dem unbedeutendsten Dichter die schönsten Verse eingegeben, um den Menschen damit vor Augen zu führen, dass sie selbst es ist, die hier spricht, und dass der menschliche Autor nur ein Übermittler ist.

Ion schließt sich dieser Deutung an. Aus ihr folgt, dass auch Rhapsoden wie er unschöpferisch sind; sie sind nur als Übermittler für Übermittler tätig. Seine Erfahrung bietet ihm reichliches Anschauungsmaterial, das die Inspirationshypothese stützt, denn er selbst gerät auch außer sich, wenn er bewegende Passagen der homerischen Epen vorträgt: Er weint oder es sträuben sich ihm die Haare und sein Herz klopft. Da ihm selbst aber während seines Auftritts nichts Besonderes widerfährt, ist diese Reaktion, wie Sokrates erklärt, irrational. Sie überträgt sich auf das Publikum, das ebenfalls von heftigen Gemütsbewegungen ergriffen wird. So pflanzt sich die Ergriffenheit in einer Kettenreaktion fort, die vom göttlichen Urheber der Dichtung bis zu den Zuhörern einer Rezitation führt. Sokrates vergleicht diesen Vorgang mit der Wirkung einer magnetischen Kraft: Die Gottheit oder Muse gleicht einem Magneten, der eiserne Ringe an sich zieht und ihnen zugleich die Kraft verleiht, andere Ringe anzuziehen, so dass sich eine Kette von Ringen bildet. Damit wird nun auch Ions exklusive Bindung an Homer begreiflich: Seine eng begrenzte Fähigkeit ist eine spezielle göttliche Gabe. Mit Verständnis hat sein Erfolg nichts zu tun, ein Wissender ist er nicht.

Rationale und intuitive Kompetenz

Überzeugt ist Ion von der Interpretation, die ihm der Philosoph vermitteln will, allerdings noch nicht. Er will an seinem Wissensanspruch festhalten und macht geltend, dass er durchaus rational über Homer reden kann, also nicht nur im Zustand der Ergriffenheit als Medium einer göttlichen Botschaft agiert, sondern auch seinen Verstand einsetzt. Daraufhin wendet sich Sokrates der Prüfung des Wissens zu, das der Rhapsode zu besitzen behauptet. Er macht darauf aufmerksam, dass man zahlreiche Stellen bei Homer nur mit entsprechendem Fachwissen richtig erfassen und einschätzen kann. Beispielsweise ist nur ein Wagenlenker in der Lage, eine Szene angemessen zu würdigen, in der Ratschläge für das sachgerechte Wenden eines Wagens beim Wettkampf gegeben werden. Ein Rhapsode, der nie einen Wagen gelenkt hat, versteht davon nichts. Ebenso ist er außerstande, aus eigener Sachkenntnis Aussagen in einem Epos zu beurteilen, die fremde Wissensgebiete wie Medizin, Fischerei oder Wahrsagung betreffen. Das muss Ion einräumen. Wenn aber all dies jenseits seiner Kompetenz liegt, stellt sich die Frage, was eigentlich speziell in seine Zuständigkeit fällt. Damit kehrt die Diskussion zu ihrem Ausgangspunkt zurück: Zu klären ist, worin das spezifische Fachwissen eines Rhapsoden besteht.

Nun bestimmt Ion den besonderen Zuständigkeitsbereich seines Berufsstands als die Kenntnis des Passenden oder Schicklichen. Er meint beurteilen zu können, ob die Figuren des Epos sich so verhalten, wie es sich für sie gehört, ob sie also das sagen, was ihren Rollen als Männer oder Frauen, Freie oder Sklaven, Gebietende oder Gehorchende angemessen ist. Sokrates weist aber darauf hin, dass das Wesentliche beim Handeln der Figuren nicht ihr Geschlecht oder Stand ist, sondern die richtige Erfüllung ihrer jeweiligen speziellen Aufgaben. Dies zeigt er anhand von Beispielen: Ein Mann agiert nicht als Mann, sondern beispielsweise als Steuermann oder als Arzt, indem er Anweisungen gibt, die ein Fachfremder nicht beurteilen kann, und ein Sklave handelt nicht als Sklave schlechthin, sondern beispielsweise als Rinderhirte, der weiß, wie er mit einer wildgewordenen Herde umzugehen hat. Wenn eine Frau Weberin ist, ist ihre Kenntnis der Webkunst und nicht ihre Weiblichkeit der Faktor, von dem ihr Verhalten abhängt. All dies setzt jeweils besonderes Wissen voraus und liegt daher außerhalb der Zuständigkeit des Rhapsoden.

Zuletzt nennt Sokrates einen Kompetenzbereich, der für die homerischen Helden eine wichtige Rolle spielt: die Kunst des Heerführers, dem es obliegt, seine Kämpfer anzufeuern. Dies ist das Gebiet, auf dem sich Ion am ehesten für fachkundig hält. Als Meister des öffentlichen Vortrags glaubt er zu wissen, wie eine wirksame Ansprache an das Heer zu halten ist. Da er die Massenbeeinflussung beherrscht, traut er sich die Fähigkeit zu, eine militärische Führungsposition auszufüllen. Sokrates möchte ihm durch provozierende Fragen die Absurdität dieser Anmaßung vor Augen führen, verlockt ihn aber nur zu der grotesk wirkenden Behauptung, ein guter Rhapsode sei zwangsläufig auch ein guter Feldherr. An dieser Behauptung hält Ion fest. Die zur Kriegsführung benötigten Kenntnisse glaubt er sich durch seine Homerstudien angeeignet zu haben. Den praktischen Beweis seiner Befähigung braucht er allerdings nicht anzutreten, denn niemand trägt ihm ein militärisches Kommando an.

Abschließend zieht Sokrates Bilanz. Er hält seinem Gesprächspartner vor, entweder sein Wissen zurückzuhalten oder ein nicht vorhandenes Fachwissen vorzutäuschen. Ion könne nicht einmal sagen, auf welches Gebiet sich sein angebliches Wissen beziehe. Wenn er aber auf den Wissensanspruch verzichte und seine Tätigkeit auf Inspiration statt auf eine eigene Leistung zurückführe, sei er ein legitimer Verkünder von Homers Größe. Erleichtert entscheidet sich Ion für diesen Ausweg.

Wie in Platons frühen Dialogen üblich beherrscht Sokrates die Lage und lenkt das Gespräch souverän in die von ihm gewünschte Richtung. Im Vordergrund steht sein Ziel, Ion in die Enge zu treiben, um den eitlen Mann zum Eingeständnis der Unwissenheit zu zwingen. Die philosophische Wahrheitssuche tritt demgegenüber etwas zurück. Manche Ansätze werden nicht ausgearbeitet, obwohl dies für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der erörterten Problematik wichtig wäre. Dazu zählt vor allem der von Ion ins Spiel gebrachte Begriff des Angemessenen, der für den Rhapsoden einen Ausweg zur Rettung seines Wissensanspruchs eröffnen könnte.

Im Unterschied zu anderen Frühdialogen Platons endet der Ion nicht in einer Aporie (Ratlosigkeit nach erfolglosen Bemühungen um Erkenntnis), sondern führt zu einem eindeutigen Ergebnis. Ions Anmaßung wird zwar zurückgewiesen und seine Ignoranz aufgedeckt, doch bietet ihm Sokrates zugleich Gelegenheit, sein Selbstbewusstsein auf eine neue, irrationale Basis zu stellen.

Die Zurückweisung unberechtigter Wissensansprüche

Ein wichtiges Anliegen Platons ist die Zurückweisung des Anspruchs, dass Dichter oder Rhapsoden im Besitz von Wahrheiten seien, die nach seiner Überzeugung in den Zuständigkeitsbereich der Philosophie fallen. Es soll gezeigt werden, dass jemand, der im Ruf steht, bedeutende Verse hervorgebracht zu haben oder interpretieren zu können oder sich in literarischen Fakten hervorragend auszukennen, nicht deswegen als Wissender oder Weiser zu betrachten ist. Wer sich kein echtes philosophisches Verständnis erarbeitet hat, dem steht es nicht zu, als Lehrmeister aufzutreten.

Tatsächlich gab es zu Platons Zeit eine besonders in Kreisen der sophistischen Bildungsbewegung verbreitete Auffassung, der zufolge alles wesentliche Wissen in Homers Epen enthalten ist und diesen durch korrekte Interpretation entnommen werden kann. Dabei geht es nicht um philologische oder literarästhetische Aspekte der Dichtung, sondern um eine generelle Kenntnis der Normen richtigen Verhaltens und einer gelungenen Lebensführung. Demnach besitzen Homerausleger einen Schlüssel zu einer umfassenden Weisheit und Kompetenz. Solchen Ansprüchen lässt Platon seinen Sokrates im Ion durch Enthüllung ihrer absurden Konsequenzen entgegentreten. Vor diesem Hintergrund werden manche für moderne Leser befremdlich wirkende Ausführungen im Dialog verständlich.

In der Geschichte der Literaturkritik gehört der Ion zu den wichtigen Texten der Frühzeit. Er ist in der modernen Forschung sogar als erstes literaturkritisches Werk der europäischen Kulturgeschichte bezeichnet worden. Diese Bezeichnung ist allerdings irreführend, da in dem Dialog eine wissenschaftliche Literaturkritik für nicht existent erklärt wird. Die grundsätzliche Möglichkeit einer wissenschaftlichen Anforderungen genügenden Literaturkritik wird im Ion zwar nicht ausgeschlossen, doch zeigt sich bei Heranziehung anderer Dialoge Platons, dass er sie für die Praxis verneint hat.

Platons fundamentale Kritik an der Rhapsodie, der damals gängigen Form der Präsentation und Interpretation von Dichtung, zielt auf deren Täuschungscharakter. Ion wird als sehr erfolgreicher Rhapsode vorgestellt, er meistert die Anforderungen seines Berufs hervorragend; seine Ignoranz und Eitelkeit steht dem nicht entgegen, sie hindert ihn nicht daran, seinem Publikum die homerischen Helden theatralisch nahezubringen. Sein Erfolg beruht auf Vorspiegelung und Irreführung; er selbst verkörpert nicht das, was er darstellt und rühmt. Somit vermittelt der Rhapsode wie ein Schauspieler nur einen leeren Schein, nicht ein Wissen von den Qualitäten, mit deren Darstellung er sein Publikum beeindruckt. Da er selbst – wie seine Haltung erkennen lässt – solches Wissen nicht besitzt, ist er aus Platons Sicht kein legitimer Verkünder einer entsprechenden Botschaft.

Das philosophische Verständnis der Inspiration

Strittig ist in der Forschung, ob oder inwieweit Platon im Ion Ziele verfolgt, die über die Verspottung Ions und die Kritik an einem übersteigerten Selbstbewusstsein von Rhapsoden hinausreichen. Mit dieser Kontroverse verbindet sich die Frage, ob alle Ausführungen zur Inspiration ausschließlich ironisch gemeint sind und was Platon tatsächlich von diesem Phänomen hält.

Deutlich erkennbar ist jedenfalls, dass Platon die Inspiration der Rhapsoden kritisch betrachtet. Er gibt zu verstehen, dass Ions Begeisterung zweckgerichtet und unecht ist, denn dieser teilt offenherzig mit, dass er während seiner emotionalen Auftritte an seine erhofften Einnahmen denkt und seine Wirkung auf das Publikum entsprechend kalkuliert. Nicht so eindeutig geht hingegen Platons Einstellung zur dichterischen Inspiration aus dem Text hervor. Manche Altertumswissenschaftler glauben

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, dass er nur ironisieren und Anmaßung bloßstellen wollte, sowohl hinsichtlich der Rhapsoden als auch hinsichtlich der Dichter. Demnach sind die respektvoll klingenden Äußerungen über die göttliche Ergriffenheit der Dichter kein Ausdruck der eigenen Überzeugung des Autors. Eine andere Deutungsrichtung nimmt den im Ion geschilderten „Enthusiasmus“ der begnadeten, von göttlicher Begeisterung ergriffenen Schöpfer großer Dichtung ernst. Sie sieht darin ein Konzept, das die Basis einer authentischen Dichtungslehre Platons bilde.

In der neueren Forschung mehren sich die Stimmen, die für die Annahme eintreten, der Ion bezwecke mehr als nur die unterhaltsame Entlarvung fragwürdiger Wissensansprüche. Eine Reihe von Forschern glaubt ein positives, philosophisch relevantes Ziel des Autors erkennen zu können. Dieses besteht für Gene Fendt und David Rozema darin, den Leser in ein scheinbares Dilemma – die Alternative Fachkompetenz oder Irrationalität – zu führen. Damit stelle der Autor seinem Publikum die Aufgabe, einen Ausweg aus der falschen Alternative zu finden, eine Lösung, die der Funktion von Sprache und Dichtung gerecht werde. Eine ähnliche Auffassung vom Sinn des Dialogs vertritt Rana Saadi Liebert; für sie ist der Ion die erste Auseinandersetzung mit dem fiktionalen Charakter der Dichtung

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. Nachdrücklich plädiert auch Hellmut Flashar für eine philosophische Relevanz der Erörterungen über die Unwissenheit und Inspiration der Dichter. Für Flashar ist der Ion „einer der interessantesten und seltsamsten Dialoge Platons“. Er sieht in dem kleinen Werk mehr als „ein jugendliches Produkt scherzhafter Laune“. Das eigentlich Wichtige hinter der persönlichen Polemik sei die Erörterung einer Sachfrage, der Frage nach dem Wissen. Es gehe um die Abgrenzung des Bereichs der Dichtung gegen das technische Fachwissen; der Dialog biete die Grundlegung einer Theorie des Genialen. Flashar meint, der philosophische Gehalt erschließe sich erst, wenn man alle Einzelheiten im Zusammenhang mit der Gedankenbewegung des ganzen Dialoges sehe. Wesentlich sei es auch, die Gedankengänge des Dialogs in das Ganze der platonischen Philosophie einzuordnen. Auch für Marcel van Ackeren ist der Ion kein Schwank. Vielmehr handle es sich um die Darlegung der Grundlagen der platonischen Konzeption von Sachkompetenz.

Heinz Schlaffer findet in dem Dialog die Konfrontation zweier Denkweisen. Ion repräsentiert die damals noch vorherrschende traditionelle Auffassung, der zufolge die Poesie Wissenswertes lehrt und der Dichter zugleich ein Weiser ist und als solcher eine hohe Autorität darstellt. Diese unreflektierte Dichterverehrung wird von der neuen philosophischen Sicht, die das poetische Wissen fragwürdig erscheinen lässt, herausgefordert. Demnach begegnen sich in Ion und Sokrates auch zwei Epochen. Ihre Herangehensweisen sind gegensätzlich: Ion steht für das Erleben, Sokrates für das Erforschen des Phänomens Poesie. Sokrates will sich nicht von Ions Vortrag hinreißen lassen, er schafft Distanz zum poetischen Enthusiasmus, um ihn analysieren zu können. Damit leitet er einen Prozess ein, der zum wissenschaftlichen Umgang mit Dichtung führt: Aus Poesie wird Literatur. Allerdings bringt die Zurückführung der Dichtung auf göttliche Inspiration, wenn sie ernst gemeint ist, den Philosophen Platon in ein Dilemma: Die poetischen Inhalte müssten, wenn sie göttlichen Ursprungs sind, absolut wahr sein, da die Götter nicht lügen. Dann konkurriert aber der Wahrheitsanspruch der Dichtung mit dem der Philosophie, die nur das als wahr anerkennt, was die autonome Vernunft aus sich selbst gewinnt.

Schon der einflussreiche Platon-Übersetzer Friedrich Schleiermacher vermutete 1805 in der Einleitung zur ersten Auflage seiner Übersetzung des Ion, dass es sich um einen unfertig gebliebenen Entwurf Platons oder um ein Werk eines Schülers des Philosophen auf der Grundlage eines solchen Entwurfs handle. Der renommierte Philologe Immanuel Bekker reihte den Ion 1816 in seiner Platon-Edition unter die unechten Werke ein; seiner Meinung schloss sich Schleiermacher 1818 an. Für Unechtheit plädierten u. a. auch der Platonforscher Friedrich Ast (1816) und der namhafte Philosophiehistoriker Eduard Zeller (1889). Der Altertumswissenschaftler Karl Friedrich Hermann hingegen trat 1839 entschieden für die Echtheit ein. Der Gräzist Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff – damals eine führende Autorität seines Fachs – war lange von der Unechtheit überzeugt, änderte dann aber seine Meinung; in seiner 1919 erschienenen Platon-Monographie entschied er sich zögernd für die Auffassung, es handle sich um ein Jugendwerk Platons, ein „Gesellenstück“, dessen Mängel auf die Unerfahrenheit des Autors zurückzuführen seien.

Auch in der späteren Forschung sind die Zweifel an der Echtheit nicht verstummt. Joseph Moreau (1939) und Holger Thesleff (2009) bestritten die Authentizität, Ernst Heitsch (1992) hielt die Frage für offen, Hans Diller (1955) entschied sich für Schleiermachers anfängliche Vermutung der teilweisen Echtheit. Diller meinte, die überlieferte Fassung des Ion sei wohl ein von einem Schüler überarbeiteter Entwurf Platons. Eines der Hauptargumente für Unechtheit oder zumindest Unfertigkeit des Werks ist das Fehlen einer vertieften Auseinandersetzung mit der Natur und Funktion der Dichtung. Anstoß erregt insbesondere das problematische, oberflächlich wirkende Vorgehen des platonischen Sokrates an einer Stelle, wo er den Vorschlag einer formalen Betrachtung von Gedichten kategorisch verwirft. Einer echtheitskritischen Forschungsmeinung zufolge spricht diese Stelle dagegen, dass das Werk in der Gestalt, in der es heute vorliegt, von Platon geschaffen wurde. Auch die Einstufung des Dichtens und des Interpretierens poetischer Werke als rein irrationale Tätigkeiten, die radikale Leugnung einer Eigenleistung der Autoren und Interpreten bedeutender Gedichte hat die Zweifel an Platons Autorschaft genährt. Doch schon vor der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Mehrheit der Forscher für die Echtheit ausgesprochen, und diese Auffassung ist weiterhin die vorherrschende.

Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff und Paul Friedländer glaubten, Platon habe den Ion noch zu Lebzeiten des Sokrates, also vor 399 v. Chr. verfasst. Wilamowitz meinte, es handle sich wohl um das erste Werk des jungen Platon; den Hintergrund bilde dessen Abkehr von der Dichtung unter dem Einfluss des Sokrates. Auch Ernst Heitsch vermutet, dass Platon den Ion vor dem Tod des Sokrates geschaffen hat. Die in der Forschung dominierende Auffassung lautet jedoch, dass die Abfassung in die 390er Jahre fällt. Einzelne im Dialog erwähnte historische Gegebenheiten wie die Veranstaltung von Wettkämpfen in Epidauros sind als Anhaltspunkte für die Datierung in Betracht gezogen worden, haben sich aber schließlich als für diesen Zweck unbrauchbar erwiesen. Die Einordnung unter Platons Frühwerke wird von der weit überwiegenden Mehrheit der Altertumswissenschaftler akzeptiert.

Es ist kein antiker Textzeuge erhalten geblieben. Die älteste erhaltene mittelalterliche Handschrift des Dialogs wurde im 10. Jahrhundert im Byzantinischen Reich angefertigt („Codex T“ der Platon-Textüberlieferung). Drei Handschriften, darunter der für die Textkritik wichtige „Codex S“, stammen aus der Bibliothek des Kardinals Bessarion († 1472).

In der Antike wurde nicht an der Echtheit des Ion gezweifelt. In der Tetralogienordnung der Werke Platons, die anscheinend im 1. Jahrhundert v. Chr. eingeführt wurde, gehört er zur siebten Tetralogie. Der Philosophiegeschichtsschreiber Diogenes Laertios zählte ihn zu den „prüfenden“ Schriften und gab als Alternativtitel „Über die Ilias“ an. Dabei berief er sich auf eine heute verlorene Schrift des Mittelplatonikers Thrasyllos.

Die antike Rezeption des Ion war relativ spärlich, von einer Kommentierung ist nichts bekannt. Der antiphilosophisch gesinnte Gelehrte Athenaios überliefert eine platonfeindliche Deutung, wonach der Philosoph in dem Dialog alle Dichter sowie die von den Athenern gewählten Heerführer verunglimpft hat; daraus sei seine allgemeine Missgunst gegenüber den Menschen ersichtlich.

In der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Westens war der Ion im Mittelalter unbekannt, er wurde erst im Zeitalter des Renaissance-Humanismus wiederentdeckt.

Die erste lateinische Übersetzung des Ion fertigte der Humanist Lorenzo Lippi da Colle um 1465 an. Er widmete sie dem Florentiner Staatsmann und Mäzen Piero di Cosimo de’ Medici. Die zweite Übersetzung stammt von dem berühmten Humanisten Marsilio Ficino; sie lag spätestens 1466 fertig vor. Ficino war mit Lippi befreundet, er benutzte dessen Text. 1484 veröffentlichte Ficino seinen lateinischen Ion in der Gesamtausgabe seiner Platon-Übersetzungen, die in Florenz erschien. In seiner Einleitung (argumentum) zu der Übersetzung legte er sein Verständnis der dichterischen Inspiration (lateinisch furor poeticus) und anderer Formen der Ergriffenheit oder Ekstase dar.

Die Erstausgabe des griechischen Textes erschien im September 1513 in Venedig bei Aldo Manuzio im Rahmen der von Markos Musuros herausgegebenen Gesamtausgabe der Werke Platons. 1546 publizierte Richard de Blanc in Paris die erste französische Übersetzung des Ion. Der Dialog beeinflusste die Lehre von der dichterischen Ergriffenheit in den französischen Poetiken des 16. Jahrhunderts. 1548 wurde in Venedig eine von Niccolò Trivisani angefertigte italienische Ion-Übersetzung (Il furore poetico) gedruckt. Platons Schilderung des poetischen Enthusiasmus im Ion galt als ernst gemeinte Huldigung an die Dichtkunst und wurde seiner Dichterkritik im Dialog Politeia entgegengestellt. In Italien, Frankreich und England deuteten namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens Platons Verhältnis zur Dichtung in diesem Sinne.

Der Gelehrte Julius Caesar Scaliger widersprach in seiner 1561 veröffentlichten einflussreichen Poetik (Poetices libri septem) Platons Kritik an der Rhapsodie.

Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg übersetzte neben anderen platonischen Dialogen den Ion ins Deutsche. Er veröffentlichte seine Übersetzung 1796 mit einer Vorrede, die Goethe zu einer heftigen Reaktion bewog. Im selben Jahr erschien Goethes Rezension mit dem Titel Plato als Mitgenosse einer christlichen Offenbarung. Dort sowie in Briefen an Friedrich Schiller und Wilhelm von Humboldt polemisierte Goethe gegen Stolberg und dessen „abscheuliche Vorrede“. Er deutete den Ion als „offenbare Persiflage“, die Stolberg schamlos „als ein kanonisches Buch zur Verehrung darzustellen“ gewagt habe. Stolberg habe die Ironie des platonischen Sokrates überhaupt nicht erkannt; in Wirklichkeit habe der ganze Ion mit Poesie nichts zu tun, sondern diene nur der Verspottung von Ions Borniertheit. Platons Sokrates fehle ebenso wie seinem Gesprächspartner, dem Naturalisten Ion, das Verständnis für die Aufgabe und Leistung eines Dichters. Am Schluss werde Ion vor die Alternative gestellt, sich entweder für einen Lumpen oder für einen Halbgott zu halten. Goethes vernichtendes Urteil trug in der Folgezeit erheblich zu einer negativen Einschätzung des Dialogs bei.

Der Dichter Percy Bysshe Shelley, der sich als Platoniker betrachtete, übertrug 1821 den Ion ins Englische. Diese Übersetzung wurde erst 1840 – lange nach seinem Tod – publiziert. Sie bildete in der Folgezeit zusammen mit Shelleys Übersetzung von Platons Symposion für ein breites englischsprachiges Publikum ohne Griechischkenntnisse den Einstieg in das Studium von Platons Werk. Noch im 20. Jahrhundert wirkte sie stark nach. In seinem 1840 postum veröffentlichten einflussreichen Werk A Defence of Poetry erläuterte Shelley sein Verständnis der platonischen Dichtungslehre, das der unter Romantikern vorherrschenden Sichtweise entsprach. Er fasste das im Ion dargelegte Konzept der dichterischen Inspiration keineswegs in ironischem Sinne auf, sondern nahm es ernst und nutzte es für seine Rechtfertigung der Poesie. Bei der Übertragung von Platons Text ins Englische ließ er sich von seiner Interpretation beeinflussen, was eine inhaltliche Verfälschung zur Folge hatte.

Die literarische und philosophische Bewertung des Ion ist mit der Einschätzung der Echtheitsfrage verknüpft. Bestreiter und Bezweifler der Echtheit verweisen auf gravierende Mängel, manche Befürworter gelangen zu einem günstigeren Urteil. Friedrich Schleiermacher rügte 1805 die „unklare und mangelhafte Ausführung“. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff meinte anfangs, als er den Dialog noch für unecht hielt, der Verfasser werde durch seine ungeschickte Gelehrsamkeit kompromittiert. Später, nachdem er sich zögernd für die Echtheit entschieden hatte, stufte er den Dialog als Schwank oder Satire ein, als Jugendwerk, das zwar inhaltlich unbefriedigend, aber lustig sei. Im Ion breche der Jugendübermut und die jugendliche Intoleranz des Autors hervor, er sei ein „anmutiges Zeugnis für die Stimmung des Anfängers“. Die Farben seien grell aufgetragen; es handle um ein komödienhaftes Werk und nicht um einen philosophischen Dialog. Anderer Meinung war Kurt Hildebrandt, ein Echtheitsbefürworter. Er lobte das „zierliche Gespräch (fast rokokohaft in der Form)“, in dem Platon den Gegensatz zwischen inspirierter Dichtung und verständnisloser Interpretation herausstelle. Der Philosoph bezeuge seine Verehrung Homers und rücke mit dem Inspirationskonzept die Dichtung „in einsame Höhe“. Der Ion-Herausgeber Louis Méridier, der ebenfalls für die Echtheit eintrat, verteidigte den Dialog gegen den Vorwurf der Inkohärenz und Widersprüchlichkeit und billigte der Schilderung poetischer Ergriffenheit einen hohen literarischen Rang zu. Paul Friedländer meinte, im Ion habe Platon den ersten Schritt gemacht, „die Seinsweise des erkennenden Menschen gegen die des Dichters abzugrenzen“. Alfred Edward Taylor sah ein berechtigtes Anliegen Platons in dem Protest gegen ein verbreitetes Missverständnis des Sinnes der Poesie: Der Philosoph habe die Annahme widerlegen wollen, Dichter und ihre Ausleger verfolgten ein primär didaktisches Ziel. William K. C. Guthrie hingegen deutete den Ion als ein nur zur Unterhaltung geschaffenes Werk. Die Diskussion über die Frage von Scherz und Ernsthaftigkeit dauert auch in der neueren Forschung an.

In formaler Hinsicht findet der Ion Anerkennung. Hans Diller weist auf die Einfachheit und Klarheit der Struktur hin; in die Mitte des Dialogs habe Platon „schriftstellerische Glanzstücke“ gestellt. Hellmut Flashar und Konrad Gaiser loben den kunstvollen Aufbau des Werks. Auch Michael Erler meint, der Dialog lasse „eine durchdachte formale Konzeption erkennen“. Ähnlich urteilt Olof Gigon: Die Komposition sei untadelig, der Aufbau klar.

Übersichtsdarstellungen

Untersuchungen zum Werk

Rezeption

Sodinger Holz

Das Sodinger Holz ist ein Teil der historischen Gemeinde Holthausen in Herne.

Auf diesem Gebiet wurde die heutige Sodinger Straße, die Schächte II („Carl“ 1895) und IV (1931) der Zeche Mont Cenis

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, die evangelische Johanniskirche (1909) und das „Glück-Auf-Stadion“ des Fußballvereins SV Sodingen (1923) gebaut. Auf dem Beimberg wurde von 1912 bis 1913 der „Kaiser-Wilhelm-Park“ errichtet. Dieser ist heute als „Volkspark Sodingen“ bekannt. Hier entstand 1913 ein Wasserturm

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, der die Zeche versorgte. Seit den 1930er Jahren wird er nur noch als Aussichtsturm genutzt. Am Turm fand 1926 der Fußballverein Arminia Sodingen seine sportliche Heimat.

Nach der Stilllegung der Zeche Mont Cenis im Jahre 1978 wurden die Schachtanlagen bis 1980 verfüllt. Ab 1987 erfolgte auf dem Gelände Wohnbebauung.

Koordinaten:

Montevideo Cricket Club

Der Montevideo Cricket Club (MVCC) ist ein uruguayischer Sportverein, der hauptsächlich für seine Rugby-Abteilung bekannt ist.

Der Verein wurde am 18

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. Juli 1861 als Nachfolger des Victoria Cricket Clubs gegründet. Damit ist der ursprünglich für die Ausübung des Cricket Sports angedachte Verein laut des „Museum of Rugby Twickenham“ der achtälteste Rugby-Verein der Welt

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. Zudem war er der erste Verein außerhalb Europas, in dem Rugby gespielt wurde

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. Gründungsort war das Grundstück in Montevideo, auf dem sich heute das Hospital Militar befindet. Das Anwesen, in dem sich der Sitz des Montevideo Cricket Club befand, trug den Namen „La Blanqueada“ nach dem gleichnamigen Stadtviertel bzw. war in der englischen Gemeinschaft als „The English Ground“ bekannt. Der erste Präsident war seinerzeit J. Pickering. Seinen somit ursprünglich in der Hauptstadt Montevideo befindlichen Sitz verlagerte der Verein mittlerweile nach mehrmaligen Standortwechseln 1996 ins einige Kilometer östlich gelegene Solymar.

Der Montevideo Cricket Club spielt in der Saison 2010/11 in der höchsten uruguayischen Spielklasse, der Primera División. Präsident des Clubs ist seit 2004 Alejandro Fynn Howard.

Neben der Rugbyabteilung beheimatet der Verein auch Abteilungen in den Sportarten Fußball, Hockey, Tennis sowie Spinning & Gym.

Der Fußballsparte des Vereins entstammte die Mannschaft die im Jahre 1881 das erste offizielle Fußballspiel auf uruguayischem Boden absolvierte. Gegner war seinerzeit der Montevideo Rowing Club.