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Cosa (Ansedonia)

Cosa war eine römische Kolonie an der Küste Etruriens, in der heutigen südlichen Toskana, beim Stadtteil Ansedonia von Orbetello. Die Reste der Stadt liegen 113 Meter über dem Meeresspiegel und ungefähr 139 km von Rom entfernt. Cosa wurde nach einem orthogonalen Plan auf einer Anhöhe errichtet. Die Stadt hatte ein Forum, ein Capitolium, eine Kurie und Stadtmauern. Die um 150 v. Chr. errichtete Basilika gehört zu den frühesten bekannten römischen Bauten dieses Types. Von besonderer Wichtigkeit für die Forschung sind die zahlreichen Wohnbauten. Die Stadt erlebte vor allem in der republikanischen Zeit um 200 bis 70 v. Chr. ihre Blüte, wurde dann aber zerstört. Der Ort wurde mehrmals neu besiedelt, aber immer wieder verlassen und konnte nie wieder an die alte Bedeutung anknüpfen. Große Teile der Stadt blieben für immer unbesiedelt. Cosa wurde deshalb auch als sporadische Stadt bezeichnet. Diese besondere Situation bewahrte der Forschung die gut erhaltenen Reste einer republikanischen Kolonie. Cosa gehört deshalb zu den wichtigsten archäologischen Stätten Italiens.

Cosa wird von Vergil erwähnt und soll Aeneas mit Truppen gegen den etruskischen König Mezentius ausgeholfen haben. Archäologisch gibt es jedoch keine Zeugnisse aus dieser frühen Zeit. Im Jahr 280 v. Chr. wurde die etruskische Stadt Vulci von den Römern erobert. Sieben Jahre später, 273 v. Chr., wurde Cosa als Kolonie latinischen Rechts auf dem Territorium der etruskischen Stadt gegründet, sicherlich um die römische Herrschaft in dem neu eroberten Gebiet zu festigen. Eine etruskische Vorgängersiedlung, deren Name übernommen wurde, lag vermutlich in der Nähe des heutigen Orbetello. Die Stadt lag auf einem Hügel dicht am Meer mit einem nicht weit entfernten Hafen. Im Stadtgebiet kamen bei Ausgrabungen nur sehr wenige ältere Bebauungen zu Tage, die auf keine Vorgängersiedlung schließen lassen.

Die Stadt prägte zu Beginn eigene Münzen, die Mars oder Minerva auf der einen Seite und einen Pferdekopf auf der anderen zeigen. Auf den Münzen des Mars ist unter dem Pferd ein Delfin abgebildet. Das Pferd und der Delfin werden in der Mythologie mit dem Meeresgott Neptun in Verbindung gebracht, was die Bedeutung des Hafens bei der Stadtgründung unterstreicht. Vermutlich wurden zu dieser Zeit die monumentale Stadtmauer und um 240 v. Chr. die Kurie errichtet. Im eigentlichen Stadtgebiet gibt es jedoch bisher kaum Reste aus dem dritten Jahrhundert v. Chr. 196 v. Chr. wurde Cosa auf Anfrage der Stadt mit weiteren 1000 Kolonisten verstärkt. Anhand der Stadtgröße kann jedoch vermutet werden, dass nicht alle Neuankömmlinge innerhalb der Stadtmauern angesiedelt wurden, viele von ihnen sind vermutlich in das zur Kolonie gehörende Umland gezogen. Wahrscheinlich wurde zu dieser Zeit der rechtwinklige Stadtplan angelegt. Die Wohnbebauung in der Stadt setzt nämlich erst ab etwa dieser Zeit ein und kann mit der Ankunft der neuen Siedler verbunden werden. Es bleibt unsicher, wo die Bevölkerung im dritten vorchristlichen Jahrhunderts lebte. Die Stadt wird sporadisch bei antiken Schriftstellern erwähnt, jedoch selten als Ort wichtiger Ereignisse, sondern eher wegen Ereignisse in der Nähe. So berichtet Titus Livius, dass im Jahr 217 v. Chr. während des Zweiten Punischen Kriegs nahe der Stadt ein Versorgungsschiff auf dem Weg von Ostia nach Spanien von den Puniern gekapert wurde. Rom wurde, im Gegensatz zu einigen anderen Kolonien, in diesem Krieg von Cosa unterstützt. Strabon erwähnt sie bei der Beschreibung Italiens. Nach Plinius gehörte die Stadt, die er ausdrücklich als römische Gründung bezeichnet, zu der etruskischen Stadt Vulci.

Im zweiten vorchristlichen Jahrhundert erlebte die Stadt ihre bescheidene Blüte. Verschiedene öffentliche Bauten, wie die Basilika und weitere Tempel, wurden jetzt errichtet. Die Familie der Sestii hatte ihren Sitz in Cosa. Die Sestii handelten mit Wein. Das Familienunternehmen wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. gegründet und florierte vor allem am Ende des zweiten Jahrhunderts v. Chr. Publius Sestius war im ersten Jahrhundert v. Chr. Politiker und wurde Volkstribun. Die Familie mag in der Villa di Settefinestre, die drei Kilometer von der Stadt entfernt liegt, ihren Landsitz gehabt haben

Um 70 v. Chr. wurde die Stadt vermutlich zerstört und schließlich verlassen. Ausgrabungen im Stadtgebiet zeigen, dass Cosa in der Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. unbewohnt war. Die Ursachen dafür sind unsicher. Der Ausgräber Frank E. Brown vermutete zunächst, dass dies die Folgen der Bürgerkriege waren. Später nahm er an, dass die Stadt Opfer einer Plünderung durch Piraten war. Im Jahr 67 v. Chr. besiegte Lucius Gellius Publicola, der Admiral des Gnaeus Pompeius Magnus, Seeräuber, von denen bekannt ist, dass sie die italienische Küste permanent mit Raubzügen überzogen hatten. Das ungefähre Datum der Stadtplünderung ist durch einen Münzhortfund im Haus des Schatzes gegeben, der um 71/70 v. Chr. vergraben wurde. Eine Zerstörung der Stadt ist jedoch nicht wirklich gesichert und es ist auch möglich, dass Cosa im ersten vorchristlichen Jahrhundert einfach an Bedeutung verlor. Zur gleichen Zeit wurden in der Umgebung verschiedene große Villen errichtet, während gleichzeitig kleinere Bauernhöfe aufgegeben wurden. Der Hafen von Cosa war weiterhin in Betrieb. Von diesem Ereignis konnte sich Cosa jedoch nie wieder richtig erholen.

Unter Kaiser Augustus wurde Cosa jedoch teilweise wieder aufgebaut. Teile des Forums wurden renoviert und neue Häuser auf den Resten der alten errichtet. Große Teile der Stadt wurden aber nicht mehr bewohnt. Nicht wieder bebaute Grundstücke, selbst im Inneren der Stadt, wurden vielleicht als Gärten genutzt. Die Häuser waren nun zum Teil auch größer, sodass von einer deutlich niedrigeren Bevölkerungszahl ausgegangen werden muss. In der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. gab es ein Erdbeben, bei dem vor allem die Basilika einstürzte. Zwei Inschriften aus der Regierungszeit der Kaiser Claudius und Nero bezeugen ein gewisses kaiserliches Interesse; wahrscheinlich fungierte die Stadt weiterhin als Markt und Verwaltungszentrum für die Villen in der Umgebung.

Auch im zweiten nachchristlichen Jahrhundert bestand der Ort in bescheidenem Umfang fort, verlor aber im dritten Jahrhundert stark an Bedeutung. Unter Kaiser Caracalla kam es zu einigen Umbauten am Forum. Vielleicht sollte der Ort als örtliches Verwaltungszentrum belebt werden. Etwa zu dieser Zeit entstanden ein Heiligtum des Liber Pater und ein Mithraeum. Beide Heiligtümer sind architektonisch eher bescheiden und in ältere Bauten hineingebaut. Im vierten Jahrhundert wurde über den Resten der Basilika eine bescheidene christliche Kirche errichtet. Im Jahr 416 beschreibt Rutilius die Stadt als verlassen. Im sechsten Jahrhundert und im Mittelalter befanden sich auf dem Gebiet der Stadt einzelne Gehöfte. Ab dem 9. Jahrhundert trug sie den Namen Ansedonia.

Der Ort gilt als eine der wichtigsten archäologischen Stätten Italiens. Die antike Stadt ist nicht modern überbaut. Diese besondere Situation bewahrte für die Forschung die Reste einer römischen Stadt republikanischer Zeit. Die Ruinen waren schon lange bekannt; vor allem die Mauern der Stadt sind bis heute gut erhalten und wurden oft gezeichnet und kommentiert. Die Reste eines Tores am Forum wurden schon 1793 von Giorgio Santi gezeichnet. Jedoch erst im Mai 1948 fand eine Begehung der Überreste unter Frank E. Brown statt, bei der alle noch sichtbaren Ruinen vermessen und gezeichnet wurden. Systematische Ausgrabungen gab es von 1948 bis 1954 und von 1965 bis 1972 von der Amerikanischen Akademie in Rom, wiederum unter der Leitung von Frank E. Brown, weitere Grabungen wurden wiederum von der Amerikanischen Akademie in Rom von 1991 bis 1997 durchgeführt. In dieser Zeit wurde das Haus der Diana ausgegraben. Es gab auch diverse kleinere Grabungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt, die vor allem den Zweck hatten, die Besiedlungsdauer in verschiedenen Stadtteilen zu erhellen. Auch die Umgebung der Stadt (ager Cosanus) mit ihren Villen, darunter die große Villa di Settefinestre, wurde im Zuge dieses Forschungsprojektes untersucht.

Die Stadt steht auf einem Hügel, der sich etwa 100 Meter über den Meeresspiegel erhebt. Dieser Hügel liegt dicht am Meer, östlich der Halbinsel Monte Argentario. Direkt am Fuß des Stadthügels, etwa 600 Meter südöstlich der eigentlichen Stadt, befindet sich ihr Hafen, der in der Antike als Portus Cosanus hieß. Hier gibt es eine Süßwasserquelle, die dem Hafen seine besondere Bedeutung gab, da die meisten in der Region liegenden Häfen über kein Süßwasser verfügten.

Cosa wurde nach einem orthogonalen Plan auf einer Anhöhe errichtet, die aber nicht eben war. Ganz im Osten steht ein Hügel (etwa 108 Meter über dem Meeresspiegel), dessen Spitze noch von der Stadtmauer eingeschlossen wird. Ganz im Süden steht mit etwa 113 Meter über dem Meeresspiegel das Kapitol der Stadt. Nach Norden hin fiel das Gelände ab. Politisches Zentrum der Stadt war das Forum, im Osten gelegen. Von dort führte eine Straße zum Nordtor, eine weitere zum Kapitol. Trotz des unregelmäßigen Geländes wurde der Stadtplan streng eingehalten. Die Straßen waren sechs Meter breit. Die Straße, die das Forum mit dem Kapitol verband, besaß jedoch eine größere Breite von 9 Metern. Am Forum und an der breiten Straße standen die größten Häuser der Stadt. Bei der Stadtgründung gab es eine strenge Parzellierung, 24 Grundstücke waren für große Häuser und 224 für kleinere Wohnhäuser reserviert. Die Größe der Insulae variierte jedoch. Sie sind im Ostteil der Stadt breiter als im Westteil und 280 römische Fuß lang und 110 bis 115 Fuß breit (etwa 82 x 43 Meter). Insulae im Zentrum der Stadt waren nur 180 Fuß lang. Die Insulae sind in 10 Einheiten für die Wohnhäuser unterteilt. Diese waren 56 bis 58 römische Fuß lang und 28 bis 30 Fuß breit. In den großen Insulae standen an der Frontseite die Häuser, während die rückwärtigen Grundstücke als Garten, Küchen und Werkstätten benutzt wurden.

Der Hafen der Stadt lag etwa 600 Meter südöstlich. Noch heute sind mächtige Mauern im Meer zu sehen, die die Bucht gegen das Meer schützten. Sie sind wahrscheinlich im ersten Jahrhundert v. Chr. erbaut worden. Ganz im Norden stand ein kleiner, im zweiten Jahrhundert v. Chr. errichteter Tempel. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert verlor der Hafen seine kommerzielle Bedeutung. Er wurde weiter benutzt, aber an Stelle der Siedlung wurde eine große Villa errichtet. Teil der Villenanlage war auch ein Pumpwerk, das eine höher gelegene Zisterne, vielleicht für ein Bad, mit Wasser versorgte.

Die Stadt hat eine Mauer, die zum Teil noch heute gut erhalten ist. Eine weitere Mauer grenzte das Kapitol vom Rest der Stadt ab. Die 1464 Meter lange Mauer wurde auf den Spitzen des anstehenden Hügels errichtet und schließt das Kapitol, aber auch die Erhebung im Osten mit ein. Im Norden, Osten und Süden gibt es jeweils ein Tor, das zum Stadtinneren hin einen angebauten Hof hat. In einem Abstand von etwa 28 bis 35 Metern hat die Mauer jeweils einen Turm, insgesamt achtzehn. Die Mauer ist aus hartem, grauem Kalkstein errichtet und war einst wahrscheinlich neun bis zehn Meter hoch. Das Mauerwerk besteht aus großen, unregelmäßig geformten Steinen. Die Mauer ist im Stil vergleichbar mit anderen republikanischen Stadtmauern und datiert wahrscheinlich ins dritte vorchristliche Jahrhundert.

Das Capitolium (Kapitol), von den Ausgräbern auch als arx (lateinisch: Festung) bezeichnet, lag am südlichsten und höchsten Punkt der Stadt. Hier standen drei Tempel, wurden jedoch nicht gleichzeitig erbaut. Ein erster Tempel, von dem nur wenig bekannt ist, wurde um 240 bis 220 v. Chr. errichtet. Neben diesem Tempel befand sich eine große Plattform, vielleicht für einen Altar. Dieser Tempel wurde niedergerissen, als der Bau eines größeren Heiligtums stattfand. Wegen eines modernen Baues konnte dieser Tempel bisher nicht ausgegraben werden. Der neue, dem Jupiter geweihte Tempel wurde in den Jahren zwischen 175 und 150 v. Chr. an der Stelle der Plattform errichtet. Er steht auf einem hohen Podium, das über eine breite Treppe bestiegen werden konnte. Diese Plattform ist 46,25 × 23,24 Meter groß. Der eigentliche Tempelbau auf der Plattform war an der Front mit vier Säulen geschmückt und mit zwei weiteren Säulen in einer zweiten Reihe versehen. Das Innere hatte drei cellae. Die Wände waren im ersten Pompejanischen Stil stuckiert. Die Böden hatten Mosaiken. Von beiden Dekorationen fanden sich nur noch bescheidene Reste. Vor dem Tempel stand ein Altar. Vor allem das Dach und der Giebel des Tempels waren reich mit Terrakottaplatten dekoriert. Der Tempel wurde im späten ersten vorchristlichen Jahrhundert mit einer Dekoration der Terrakottaplatten neu gestaltet. Aus den Jahrhunderten nach Christi Geburt gibt es Belege für Ausbesserungen der Dachziegel. Es kam aber zu keinen grundlegenden Umbauten. Die Reste des Tempels erreichen noch heute eine Höhe von einigen Metern.

Neben dem großen Tempel des Jupiters stand ein kleinerer, der ebenfalls auf einem Podium stand. Dieser wurde von den Ausgräbern als Tempel D bezeichnet. Er wurde um 170/160 v. Chr. erbaut und hatte nur eine Cella. Auch er war reich mit Terrakotten dekoriert.

Das Forum liegt im Osten der Stadt. Es handelte sich um einen offenen Platz; öffentliche Gebäude standen vor allem an der Nordseite. Auf den anderen Seiten befanden sich zum Teil Wohnbauten wohlhabender Bürger. Die ältesten Bauten des Forums datieren schon in das dritte Jahrhundert v. Chr. Aus dieser Zeit stammen diverse Zisternen am Rande des freien Platzes. Die Comitium und Kurie wurden um 240 v. Chr. errichtet. Das Forum wurde zu dieser Zeit von einer Reihe von Bäumen gesäumt, von denen sich noch acht Gruben fanden. Um 170 v. Chr. erhielten drei Seiten des Forums einen Porticus. In dieser Zeit wurde auch neben der Kurie ein Tempel errichtet. Nur die Nordseite, an der öffentliche Gebäude standen, blieb vom Porticus, zumindest zum Teil frei, vielleicht um die Sicht auf den Tempel und die Kurie nicht zu versperren. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert wurde das Forum mit der Stadt verlassen und erst um 20 v. Chr. wieder benutzt.

Im ersten Jahrhundert n. Chr. wurde die Basilika in ein Odeon umgewandelt, nachdem sie von einem Erdbeben zerstört worden war. In einem Privathaus wurde ein Heiligtum errichtet. Es gibt Bauinschriften aus dieser Zeit, die ein gewisses Interesse des Princeps am Funktionieren des Forums bezeugen. Im dritten Jahrhundert wurden Teile der Kurie in ein Mithraeum umgewandelt und es wurde ein kleines Heiligtum des Liber Pater eingerichtet. Zur etwa gleichen Zeit wurde im Nordwesten des Forums ein Gebäude errichtet, dessen Funktion nicht genau bekannt ist. Es war in etwa quadratisch und hatte drei innere, parallel verlaufende Mauern. Das Gebäude wurde auf den Resten des einst dort zuvor stehenden Atriumhauses erbaut, doch gibt es keine Reste eines Fussbodens, was andeutet, das dieser einst aus Holz war. Vielleicht handelte es sich um einen Speicher. Im vierten Jahrhundert verlor das Forum endgültig seine Funktion. Auf den Resten der Basilika wurde eine kleine Kirche errichtet. Die meisten anderen Bauten verfielen.

Am nordwestlichen Eingang des Forums befinden sich die Reste eines Tors aus Kalkstein, die schon 1793 gezeichnet wurden. Bis 1810 stürzte das Tor ein. Heute sind noch große Stücke des Mauerwerks vorhanden. Das Tor war einst mit Stuck verkleidet und stand zwischen zwei am Rande des Forums gelegenen Atriumhäusern. Es hatte einen mittleren Eingang, der von einem Bogen gekrönt war. An jeder Seite befand sich ein kleinerer Eingang, der jeweils einen Bogen als oberen Abschluss hatte. Insgesamt war es etwa 8,81 Meter breit.

Um 240 v. Chr. wurde an der Nordseite des Forums die Curia der Stadt errichtet. Der Bau besteht aus dem Comitium und der eigentlichen Curia dahinter. Das Comitium ist etwa quadratisch (16,20 x 17,50 m) mit kreisförmig angeordneten Sitzreihen aus Tuff in der Mitte. Wahrscheinlich war es nicht überdacht. Die Curia dahinter stand auf einem Podest und wurde vermutlich über die Sitzreihen des Comitiums erreicht.

Im dritten Jahrhundert wurde eine Cella der Curia in ein Mithraeum umgewandelt. Das Heiligtum war einfach und hatte einen Erdfußboden. Es fanden sich Basen für Statuen und ein Fuß, der wahrscheinlich einer Mithrasstatue gehörte.

An der Ostseite der Curia wurde um 175 v. Chr. ein Tempel errichtet, der in der Forschung als Tempel B bezeichnet wird, da der Name der hier verehrten Gottheit nicht bekannt ist. Der Tempel steht auf einem Podium, das etwa 16,45 Meter lang und 9,89 Meter breit ist. Darauf stand der eigentliche Tempel mit einer einräumigen Cella (8,45 mal 7,23 Meter groß). Die Fassade hatte wahrscheinlich vier Säulen in zwei Reihen. Vor dem Bau steht eine Treppe und etwas versetzt ein Altar. Der Tempel war einst reich mit Terrakottaplatten dekoriert, von denen sich noch zahlreiche Fragmente fanden. Diese lassen sich in verschiedene Gruppen teilen. Antefixe zeigen den Kopf eines Silens oder den einer Mänade. Andere Fragmente gehören zu Platten, die einst das Dach des Tempels schmückten. Sie zeigen vor allem florale Motive. Eine große Anzahl von Terrakottafragmenten gehört zu Figuren, die einst sicherlich den Giebel des Tempels dekorierten. Zu den Fragmenten gehört die Figur eines Mannes mit einer phrygischen Mütze, eine Frauenfigur, sowie ein nackter männlicher Torso.

Im dritten Jahrhundert wurde ein weiteres Heiligtum am Forum eingerichtet. Es war dem Liber Pater gewidmet. Es wurde in den südlichen Eingang zum ehemaligen Forum hineingebaut. Hier fanden sich diverse Skulpturen, darunter der Kopf einer Marmorstatue des Herkules. Eine weitere Statue stellt einen nackten, jungen Mann dar und datiert stilistisch in das erste Jahrhundert. Die Statue mag ursprünglich den Garten eines Privathauses dekoriert haben. Es fanden sich zwei Frauenbüsten. Des Weiteren wurden im Heiligtum zahlreiche Lampen und Münzen entdeckt.

Nordwestlich der Curia wurde um 150 v. Chr. eine Basilika errichtet. Es handelte sich um eine einfache Halle, die etwa 35,89 x 27,05 m maß und damit eine Fläche von 940,92 m² hatte. Es gab drei Schiffe. Die Front war mit sechs Säulen geschmückt. Im Inneren standen 16 weitere Säulen, die ein Rechteck formten und wahrscheinlich das Mittelschiff der Basilika stützten. Die Säulen hatten ionische Kapitelle aus Tuff. Die Rückwand im Inneren war mit Stuckaturen im 1. Pompejanischen Stil geschmückt, die anderen Wände waren hell verputzt. Der Fußboden war in Opus signinum ausgelegt. Die Basilika ist aus mehreren Gründen von besonderer Bedeutung. Es handelt sich um die früheste provinzielle Basilika, die bisher ausgegraben wurde. Sie ist nur etwa eine Generation jünger als die ersten großen Basiliken in Rom, wie die Basilica Aemilia oder die Basilica Porcia. Die erstere ist nur schlecht erhalten, die letztere noch nicht gefunden

Am Beginn des ersten Jahrhunderts stürzten Teile des Baues ein. Unter Kaiser Nero wurde die Basilika in ein Odeum umgebaut. An der Rückseite wurde eine Bühne, an der Vorderseite die Tribüne errichtet. Es fanden sich Reste einer Marmorplatte mit einer Bauinschrift, die diesen Kaiser nennt.

Bei der systematischen Begehung der Stadtruinen im Jahr 1948 wurden mehrere Tempel identifiziert, die mit den Buchstaben A bis D bezeichnet wurden, da die hier verehrten Gottheiten unbekannt waren. Der Haupttempel der Stadt auf dem Kapitol erhielt keinen Buchstaben. Tempel C wurde bei Ausgrabungen als die Curia identifiziert. Die Ausgrabung eines weiteren, als E bezeichneten Tempels erfolgte später. Er stand ganz im Osten der Stadt auf einer Anhöhe und wurde am Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts errichtet. Jedoch fanden sich vom eigentlichen Tempel nur noch Reste der Außenmauern, wonach er 6,25 Meter breit und 11,25 Meter lang war. Die Orientierung des Tempels ist unsicher. Er war mit dekorierten Terrakottaplatten verkleidet.

Wahrscheinlich hatte die Stadt ein öffentliches Bad, doch wurde bisher keines entdeckt. Westlich des Forums befinden sich jedoch monumentale Reste eines Gebäudes, das einst in einigen Räumen gewölbte Decken hatte und eventuell als Thermen zu interpretieren ist. Die Reste wurden nicht ausgegraben.

Wohnbauten wurden in zwei Teilen der Stadt großflächig ausgegraben. Es handelt sich einerseits um zwei große Atriumhäuser am Forum und andererseits um Teile von zwei Insulae im Stadtzentrum. In der einen Insula konnten sechs Wohnhäuser und deren Gärten zum Teil ausgegraben werden. Zwei dieser Häuser sind gut erhalten und zum großen Teil freigelegt worden. Sie datieren in die republikanische Zeit und sind gute Beispiele für die Behausungen der normalen Kolonisten. Die Häuser zeigen einen ähnlichen Aufbau. Es gab einen Eingangsbereich mit einem Gang, der an beiden Seiten von einem Raum flankiert wurde. Ferner existierte ein großer zentraler Raum und am anderen Ende ein weiterer Raum. An der Rückseite des Hauses gab es einen langen Raum, der die ganze Breite des Hauses einnahm. Die Häuser sind aus lokalen Steinen errichtet worden. Der obere Teil der Mauern bestand wohl meist aus Lehm. Die Häuser hatten Zisternen unter dem Fußboden mcm taschen sale.

Im sogenannten East Block sind unter dem Haus der Vögel die Reste zweier weiterer zwischen 200 und 175 v. Chr. erbauter, republikanischer Häuser ausgegraben worden. Beide Wohnbauten entsprechen dem oben angedeuteten Plan mit einem Eingang und zwei flankierenden Räumen, einen Mittelraum mit einem weiteren kleinen Raum und weiteren Räumen im hinteren Teil des Hauses. Das südwestliche Haus (Southwest House) ist von besonderem Interesse, da der Name der hier lebenden Familie bekannt ist. Auf Gefäßen fand sich die Abkürzung SAL für Salvius. Ein Gefäß wurde zwischen 200 und 175 v. Chr. vergraben, ein weiteres fand sich unter einer Treppe im Garten, die im ersten Jahrhundert zerstört wurde, als das Grundstück von den Besitzern des Hauses der Vögel erworben und neu bebaut wurde. Das Haus befand sich also über mehrere Generationen im Besitz einer einzigen Familie.

Das Haus des Schatzes wurde im zweiten vorchristlichen Jahrhundert errichtet und mehrmals umgebaut. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert nahm es zwei Parzellen ein, von denen eine vorher nicht bebaut war und wahrscheinlich als Garten diente. Der letzte Umbau fand um 90 v

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. Chr. statt. Das Haus ist vor allem deshalb bemerkenswert, da sich dort ein Schatz von 2004 in einem Gefäß aufbewahrten Denaren fand. Das Gefäß trug eine kurze Inschrift: Q. FVL, was die Abkürzung für Quintus Fulvius ist, der als Hauseigentümer identifiziert werden kann. Der Schatz wurde um 70 v. Chr. vergraben. In dieser Zeit wurde die Stadt zerstört. Das Haus wurde nicht wieder bewohnt.

Im Zentrum der Stadt liegt das Haus des Skeletts, das seinen Namen von einem in einer Zisterne aufgefundenem Skelett erhielt. Es wird auch als SUNY-Haus bezeichnet, da es von der State University von New York ausgegraben wurde. Die Zeit seiner Errichtung datiert nach 89 v. Chr., jedoch wurde es schon um 70 v. Chr. zerstört. Im Zentrum befindet sich ein Hof mit einem Impluvium sowie darunter eine Zisterne. Wahrscheinlich sollte der Hof zu seinem Atrium ausgebaut werden, wozu es aber nie kam. Um diesen Hof herum sind diverse kleine Räume angebaut. Links, direkt neben dem Eingang, befinden sich die Küche und ein kleines Bad. Im Hinterteil des Hauses ist ein Garten angelegt. Das Haus ist bis zu einer Höhe von etwa einem Meter aus Steinen aufgemauert. Der Rest der Wand bestand aus verputztem Lehm. Verschiedene Fußböden sind mit Opus-signinum-Böden dekoriert, die einfache geometrische Muster zeigen. In sieben Räumen fanden sich Reste von Wanddekorationen des Ersten Pompejanischen Stiles. Der Plan des Hauses ist ungewöhnlich und entspricht nicht dem normalen Schema von Atriumhäusern, wie sie vor allem aus Pompeji bekannt sind. In dem Haus des Skeletts sind die einzelnen Räume nicht auf bestimmte Achsen orientiert, wie es sonst bezeugt ist

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. Die Fauces (der Eingang) öffnet sich nicht zur Mitte des Atriums. Das Impluvium liegt nicht in der Mitte des geplanten Atriums und ist auch nicht in einer Linie mit dem dahinter liegenden Tablinum. Die Küche liegt im Vorder- und nicht im Hinterteil des Hauses.

Das Haus der Vögel steht neben dem Haus des Skeletts und datiert in augusteische Zeit. Es handelt sich um ein Atriumhaus, das aus der Zusammenlegung zweier älterer Häuser entstand. Der Haupteingang liegt im Südosten. Links und rechts des Eingangs befinden sich zwei kleinere Räume. Es folgt das Atrium, das mit einem einfachen, weißen Mosaik dekoriert ist, das von einem Mäander gerahmt wird. Gegenüber dem Eingang befindet sich das Tablinum, das auch mit einem einfachen Mosaik dekoriert ist, das auch ein Mäander zeigt, das sich in einem Rechteck in der Mitte des Bodens befindet. Vom Atrium im Zentrum des Hauses gelangte man auf der linken Seite (vom Eingang aus gesehen) in ein kleineres Atrium, das einst zu einem zweiten Haus gehörte, bevor die beiden Bauten miteinander verschmolzen wurden. Dieser Teil des Haus besteht aus einem kleinen Atrium und einem langen Gang, an dessen beiden Seiten sich diverse Zimmer befinden. Ein Garten lag hinter dem Tablinum im Hauptteil. Diverse Räume waren mit hochwertigen Wandmalereien im Zweiten Pompejanischen Stil geschmückt. Das Haus war bis in die flavische Zeit bewohnt. Es gibt sogar Anzeichen für eine Belegung bis ins dritte Jahrhundert.

Das Haus der Diana wurde zwischen 1991 und 1997 von der Amerikanischen Akademie in Rom ausgegraben und anschließend konserviert. Es wurde um 197 v. Chr. erbaut und mehrfach umgebaut. Die Reste des Hauses in der vorliegenden Form stammen zum großen Teil aus der Zeit des Augustus, als eine Neubesiedlung der Stadt erfolgte. Namensgebend war der im Haus gefundene Torso einer Diana-Statue. Es ist zum Teil mit geometrischen Mosaiken und mit Wandmalereien ausgestattet.

Das Haus steht an der Südwestseite des Forums der Stadt neben drei anderen Häusern, die alle zur selben Zeit errichtet wurden und einst wohlhabenden Bürgern der Stadt gehörten. Links und rechts des Eingangs befanden sich Läden. Keramikfunde deuten an, dass hier im späten zweiten Jahrhundert v. Chr. Weinverkauf stattfand. Der Raum links des Eingangs wurde in augusteischer Zeit reich dekoriert. Er hatte eine gewölbte Decke, die mit figürlichen Stuckaturen dekoriert war, aufwendige Wandmalereien und einen Mosaikfußboden. Die Ausgräber vermuten hier eine Kapelle für den Kaiserkult. Vom Eingang gelangt man direkt in das Atrium. An der Rückseite befinden sich das Triclinium und daneben das Tablinium. Dahinter befindet sich ein Garten. In diesem steht ein Schrein, in dem vielleicht einst die Statue der Diana stand. Diese besteht aus weißem Marmor. Der Kopf fehlt. Zu der Statue gehört auch die Figur eines Hundes. Von einer weiteren Statue fand sich ein weiblicher Kopf. Eine dritte Statue ist eine kopflose Herme. Daneben fanden sich weitere Marmorfragmente, die die reiche Ausstattung des Hauses belegen. Dazu gehören das marmorne Bein eines Tisches, das mit einem vollplastischen Greif dekoriert ist. Einige gemalte Wanddekorationen konnten rekonstruiert werden. Die Wände waren zum Teil in einem Stil ausgemalt, der am Übergang vom zweiten zum dritten Pompejanischen Stil steht. Sie zeigen im Hauptfeld große gemalte Paneele und in der Oberzone Architekturen. Zwei Mosaiken sind schwarz-weiß, wobei die weißen Flächen dominieren. Die Mitte und der Eingang zum Zimmer sind mit geometrischen Mustern in Schwarz verziert. Ein drittes Zimmer zeigt als Mosaik eine Fläche von Sechsecken.

Koordinaten:

Bernhard Roßhoff

Bernhard Roßhoff (* 11. Juli 1908 in Hiesfeld, Kreis Dinslaken; † 11. Januar 1986 in Sonsbeck) war ein deutscher Politiker der CDU.

Bernhard Roßhoff wurde als sechstes von zehn Kindern des katholischen Modellschreiners Johann Heinrich Roßhoff im niederrheinischen Hiesfeld

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, heute ein Ortsteil von Dinslaken, geboren. Er absolvierte die Volksschule und das Realgymnasium in Dinslaken. Daran schloss sich der Besuch der Verwaltungsschule an. Roßhoff war von 1925 bis 1937 im kommunalen Verwaltungsdienst der Stadt Dinslaken tätig und von 1937 bis 1948 in der Finanzverwaltung. Von 1948 bis 1969 war er Amtsdirektor der niederrheinischen Gemeinde Sonsbeck. Von 1969 bis zu seiner Pensionierung 1972 wirkte er als Gemeindedirektor in Sonsbeck.

In der Jugend schloss sich Bernhard Roßhoff der christlich-sozialen Arbeitnehmerbewegung an und war Mitglied des Windthorstbundes und der Zentrumspartei. 1946 war er Mitbegründer der CDU am Niederrhein. Mitglied des Vorstandes des Ortsverbandes Sonsbeck der CDU war Bernhard Roßhoff seit 1970. 1974 wurde er Mitglied des Vorstandes der CDU Kreispartei Wesel

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. Von 1956 bis 1964 war er als Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland im Sozial- und Kulturausschuss tätig. Von 1958 bis 1967 war er als Mitglied des Verwaltungsausschusses des Arbeitsamtes Moers und von 1967 bis 1972 des Arbeitsamtes Wesel tätig.

Bernhard Roßhoff war vom 26. Juli 1970 bis zum 28. Mai 1980 direkt gewähltes Mitglied des 7. und 8. Landtages von Nordrhein-Westfalen für den Wahlkreis 043 Moers III. Er war im Verkehrsausschuss und im Ausschuss für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft tätig.

Neben seinen beruflichen und politischen Tätigkeiten war der christlich geprägte Bernhard Roßhoff auch kulturell engagiert. Seit seiner Jugend hatte er Kontakt zu Pfarrer Augustinus Winkelmann (1881–1954) in Marienthal (Hamminkeln), der das Interesse junger bildender Künstler an sakraler Kunst förderte. Nach dem Kriege war Bernhard Roßhoff langjährig aktiv als Vorstandsmitglied des Xantener Dombauvereins zur Wiederherstellung und Restaurierung des Xantener Doms. Auch die Geschichte seiner Wahlheimat Sonsbeck interessierte ihn sehr. Daraus resultierten zahlreiche Veröffentlichungen über geschichtliche Aspekte von Sonsbeck und den umliegenden Gemeinden.

beim Landtag Nordrhein-Westfalen

Kletterweltmeisterschaft

Die Weltmeisterschaft im Klettern ist der weltweit bedeutendste Kletterwettkampf und wird seit 1991 alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltet. Organisator ist seit 2005 die IFSC, davor war die UIAA für die Ausrichtung verantwortlich. Startberechtigt sind die jeweils amtierenden Welt- und Kontinentalmeister (Europameister etc.) sowie fünf Teilnehmer je Nation, die von den Nationalen Verbänden (z.B. Deutscher Alpenverein, Schweizer Alpen-Club) nominiert werden.

Die Weltmeisterschaft 2011 fand vom 15. bis zum 24. Juli 2011 in Arco, dem Austragungsort des Rockmasters, statt. Zum ersten Mal wurde auch eine Paraclimbing-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung durchgeführt (16. bis 19. Juli 2011). Die Wettbewerbe im Bouldern gewannen die Österreicherin Anna Stöhr und der Russe Dmitry Sharafutdinov. Für Deutschland gab es die erste WM-Medaille seit 14 Jahren: Juliane Wurm aus Wuppertal gewann Bronze im Bouldern. Im Lead siegten der Spanier Ramón Julián Puigblanque und, bereits zum dritten Mal, die Österreicherin Angela Eiter. Die Titel im Speedklettern holten sich Maria Krasavina (Russland) und Qixin Zhong (China).

2012 fand die Weltmeisterschaft außerhalb des Zweijahresrhythmus statt, und zwar vom 12. bis zum 16. September im Palais Omnisports de Paris-Bercy in Paris. 2014 wurde die Weltmeisterschaft auf zwei Austragungsorte aufgeteilt

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, die Wettkämpfe im Schwierigkeitsklettern, Speed sowie Paraclimbing fanden in Gijón (Spanien) statt, der Boulderwettkampf in München.

In der Spalte Disziplinen steht L für Lead (Schwierigkeitsklettern), B für Bouldern und S für Speedklettern.

Patric Cabral Lalau

Patric Cabral Lalau, genannt Patric, (* 25. März 1989 in Criciúma, SP) ist ein brasilianischer Fußballspieler. Der Rechtsfuß wird auf der rechten Abwehrseite oder rechts im Mittelfeld eingesetzt.

Patric startete seine Laufbahn in der Jugendmannschaft von Criciúma EC in seiner Heimatstadt. Im Juni 2009 wurde der Spieler bei Benfica Lissabon als neues Teammitglied vorgestellt. Bereits im August desselben Jahres wurde er aber wieder nach Brasilien zum Cruzeiro EC ausgeliehen. 2011 wurde Patric dann von Atlético Mineiro unter Vertrag genommen.

Mit der U-20 Auswahl Brasiliens nahm Patric an der U-20-Fußball-Südamerikameisterschaft 2009 teil.

Botelho | Cândido | Cárdenas | Rafael Carioca | Carlos Alberto | Carlos César | Cazares | Conceição | Dátolo | Diogo | Donizete | Edcarlos | Giovanni | E. Henrique | Hyuri | Jesiel | Josué | Luan | Mansur | Patric | Pires&nbsp

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;| Pratto | Rocha | Ribeiro | Rodolfo | Douglas Santos | Leonardo Silva | Tiago | Ulison | Urso | Victor

Trainer: Diego Aguirre

Gaoping (Fluss)

Alte Eisenbahnbrücke über den Gaoping

Der Gaoping (chinesisch 高屏溪, Pinyin Gāopíng Xī, Pe̍h-oē-jī Ko-pîn-khe; auch: Kaoping Hsi) ist ein Fluss im Süden Taiwans und mit einer Länge von 171 km der zweitlängste Fluss der Insel. Er entspringt am Nordosthang des Yu Shan im taiwanischen Zentralgebirge und mündet bei Linyuan, dem südlichsten Bezirk der Stadt Kaohsiung, in die Formosastraße.

Nach seinem Ursprung im taiwanischen Zentralgebirge fließt der Gaoping in südwestlicher Richtung das Gebirge hinab und passiert unter anderem die Orte Taoyuan, Liugui, Ligang, Pingdong, Dashu und Shangliao. Nach seiner Vereinigung mit dem Laonong bei Ligang wendet sich der Fluss fast rechtwinklig nach Süden, bildet an vielen Stellen die Grenze zwischen der Stadt Kaohsiung und dem Landkreis Pingdong und mündet im Bezirk Linyuan der Stadt Kaohsiung in die Formosastraße. Die wichtigsten Nebenflüsse des Gaoping sind der Laonong, der Zhuokou und der Ailiao.

Der ursprüngliche Name des Flusses lautete Tapouliangh oder Tapoyan und leitete sich von dem Namen eines am Fluss ansässigen Stammes der taiwanischen Ureinwohner ab, woraus in der Minnan-Sprache der chinesischen Einwanderer die Bezeichnung Ha-tam-chui (hochchinesisch 下淡水 Xiadanshui) wurde. Im Jahr 1960 wurde der Fluss offiziell in Gaoping umbenannt, in Anlehnung an die Tatsache, dass er größtenteils durch die Landkreise Kaohsiung (kurz Gao) und Pingdong (kurz Ping) floss. Die heutige Bedeutung des Flussnamens lässt sich demnach mit Kaohsiung-Pingdong-Fluss wiedergeben.

Der Gaoping spielt eine wichtige Rolle bei der landwirtschaftlichen Bewässerung in der Ebene zwischen Kaohsiung und Pingdong

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. Für die Schifffahrt eignet er sich hingegen nicht. Wie bei vielen taiwanischen Flüssen der subtropischen Zone unterscheidet sich der Wasserstand in Trocken- und Regenzeit erheblich.

Während in und an den Oberläufen des Flusses zahlreiche Tierarten beheimatet sind, von denen einige in Taiwan endemisch sind, ist der Unterlauf des Flusses stark von Verschmutzung durch Abwässer aus der intensiven Schweinezucht in der Einzugsregion sowie des Industrieparks Linyuan betroffen. Seit den 1990er Jahren ergreifen die Behörden verstärkt Maßnahmen zum Umweltschutz, wodurch sich die Wasserqualität allmählich verbessert.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Gaoping zählt die zwischen 1911 und 1914 von der japanischen Kolonialregierung errichtete Alte Eisenbahnbrücke im Kaohsiunger Stadtbezirk Dashu, die offiziell bis 1992 in Betrieb war und heute unter Denkmalschutz steht.

Posthof (Regensburg)

Der Posthof ist ein Baudenkmal im Regensburger Stadtteil Galgenberg mit den Adressen Friedenstraße 28, 30 und 32, Galgenbergstraße 4, Schikanederstraße 2, 2a und 2b, sowie für die drei innenliegenden Neubauten Galgenbergstraße 2a, 2b und 2c.

Der Posthof wurde 1925–1927 als Kraftpostwerkstatt Regensburg (Depot und Werkstatt für Postbusse und für Fahrzeuge des Zustelldienstes) von der Oberpostdirektion Regensburg errichtet und erinnert damit an eine Blütezeit des Kraftpostwesens. Außerdem enthielt der Baukomplex im Flügel an der Friedenstraße Postbediensteten-Wohnungen, da die Deutsche Reichspost wie auch die Deutsche Reichsbahn und viele Unternehmen in dieser Zeit wegen des allgemeinen Wohnraummangels eigenen Wohnungsbau für ihre Mitarbeiter betrieben.

Die drei Flügel der nach Westen offenen Anlage sind wegen des ansteigenden Geländes bei gleicher Firsthöhe an der Schikanederstraße zweigeschossig und an der Friedenstraße dreigeschossig

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. Lediglich der nordöstliche Ecktrakt ist viergeschossig und setzt damit einen auf die Annäherung von der Stadtmitte her über die Galgenbergbrücke ausgerichteten städtebaulichen Akzent. Alle Bauteile sind mit Walmdächern gedeckt, die Straßenfassade des Wohntrakts an der Friedenstraße ist durch Treppenhaus-Risalite gegliedert und mit dekorativem Fassadenschmuck versehen.

Der Posthof wurde in den 2000er Jahren saniert. Dabei entstanden in seinem Innenhof drei von den Architekten Schumann &amp

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; Partenfelder geplante Neubauten mit Glas-Aluminium-Fassade

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. Insgesamt umfasst das Gebäude nun 16.000 m² Bürofläche und eine 250 Stellplätze umfassende Tiefgarage. Unter anderem haben dort die LBS Vertriebsdirektion Oberpfalz, eine Berlitz Sprachschule und das Verkehrsunternehmen Agilis ihren Sitz. Im Juni 2012 wurde das Ensemble von Kristensen Properties an JP Commercial verkauft.

Koordinaten:

Southern African Large Telescope

Das Southern African Large Telescope (SALT) ist ein großes optisches Teleskop in Südafrika. Das Observatorium befindet sich in der Karoo-Hochebene in 1.760 m Höhe, in den Roggeveldbergen nordöstlich der Stadt Sutherland

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.

SALT ist nach einem kostengünstigen Konstruktionsprinzip gebaut, bei dem der aus 91 einzelnen Segmenten bestehende Hauptspiegel von etwa 11m Durchmesser während der Beobachtung stillsteht

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. Stattdessen folgt ein kleinerer ‚Tracker‘ der Bewegung des Himmels. Die Lichtsammelkraft entspricht der eines konventionellen Teleskops von etwa 9 Meter Hauptspiegeldurchmesser. Es besitzt, ähnlich dem Hobby-Eberly-Teleskop, einen festen Höhenwinkel und lässt sich also nur im Azimut bewegen. Die Kosten haben sich auf rund 20 Mill. US-Dollar belaufen.

An SALT beteiligt sind Forschungsinstitute in Südafrika, Polen, USA, Deutschland, Großbritannien und Neuseeland. Im Mai 2005 wurde das letzte Spiegelsegment eingesetzt und im September erste Himmelsaufnahmen veröffentlicht. Die offizielle Eröffnung war am 10. November 2005. Die Bildqualität blieb jedoch anfangs hinter den Erwartungen zurück und war erst 2010 nach Reparaturmaßnahmen zufriedenstellend.

Koordinaten:

Jelenin (Żagań)

Jelenin [jɛ’lɛnin] (deutsch Hirschfeldau) ist ein Pfarrdorf in der Gmina Żagań im Landkreis Żagań (Sagan), der zur polnischen Woiwodschaft Lebus gehört.

Jelenin ist ein rund vier Kilometer langes Straßendorf im Nordosten der Gemeinde, das rund 12 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Żagań (Sagan) an der Woiwodschaftsstraße 296 liegt, die nach weiteren 12 Kilometern Kożuchów (Freystadt) erreicht. In nordwestlicher Richtung versetzt verläuft die Bahnstrecke Żagań–Kożuchów.

Das Dorf ist von weitläufigen Wäldern umgeben, in denen die Waldkiefer vorherrscht

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. Während im südwestlichen Teil des Dorfes sandige Böden überwiegen, ist der nordöstliche Teil von fruchtbareren Böden geprägt, so dass dort die Wälder zugunsten der Landwirtschaft verdrängt worden sind. Die Dorfflur ist relativ eben und liegt etwa 155&nbsp

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;Meter über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung in der Nähe ist der 167 Meter hohe Schöpsberg.

Hirschfeldau wurde als Waldhufendorf gegen Ende des 12. Jahrhunderts im Norden des Herzogtums Schlesien durch deutsche Siedler angelegt. Diese kamen vornehmlich aus Schwaben, Thüringen und dem heutigen Niedersachsen. Durch den Ort verlief zu dieser Zeit die Niedere Straße, die wie die südlicher gelegene Hohe Straße, eine sich durch Mitteleuropa schlängelnde Handels- und Heeresstraße war. Reste eines Rundweilers deuten darauf hin, dass sich in unmittelbarer Nähe eine slawische Siedlung befand, die bereits in den ersten Jahren der deutschen Siedlung mit Hirschfeldau verschmolz. Da eine Kirche recht früh für Hirschfeldau nachweisbar ist, ist anzunehmen, dass während der Gründungsphase mindestens 50 Bauernwirtschaften angelegt wurden.

Urkundlich erwähnt wurde Hirschfeldau erst 1299 im Zusammenhang mit dem Tod des Lehnsherrn Johann von Ponickau. Gegen Mitte des 14. Jahrhunderts ist das Geschlecht von Nechern belegt. Die für Hirschfeldau bedeutende Familie von Knobelsdorff wurde erstmals 1439 in einem Lehnsbrief erwähnt. Ihr Geschlecht war bis 1620 in Hirschfeldau vertreten, als das Gut von Kaiser Ferdinand II. eingezogen und im Folgejahr an Grabus von Nechern für 16.500 Taler verkauft wurde.

Im Jahr 1539 hielt die Reformation Einzug in Sagan, im Folgejahr wurde auch Hirschfeldau evangelisiert.

In den Anfangsjahren des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das schlesische Herzogtum Sagan, dem auch Hirschfeldau angehörte, stark in Mitleidenschaft gezogen. Am 14. August 1626 war der vorläufige Höhepunkt erreicht, als rund 30.000 Mann im Herzogtum lagerten, und die Dörfer der Region innerhalb von vier Tagen 200 Rinder, 1500 Schafe, 400 Malter Hafer, 200 Malter Korn sowie große Mengen an Heu und Stroh abliefern mussten.

Durch Schenkung fiel das Herzogtum 1628 an Wallenstein, unter dessen Herrschaft die Stadt Sagan und die mit ihr verbundenen Dörfer verarmten. Schwedische Truppen besetzten das Herzogtum 1641 zweimal und verwüsteten die Stadt und die umliegenden Dörfer. Durch bäuerliche Verschuldung gegen Ende des Krieges fiel etwa die Hälfte der Hirschfeldauer Flur an die Gutsherrschaft.

Im März 1668 wurde infolge der Gegenreformation im Fürstentum Sagan die Kirche von Hirschfeldau mit einem katholischen Geistlichen besetzt und ihr evangelischer Pfarrer vertrieben. Westlich von Sagan wurde in der Folge hinter der Landesgrenze in Jeschkendorf bei Sorau (Niederlausitz) eine evangelische Grenzkirche errichtet, die auch von Protestanten aus Hirschfeldau besucht wurde. Nach schwedischer Intervention wurden Anfang des 18. Jahrhunderts sechs protestantische Gnadenkirchen in Schlesien errichtet, unter anderem in Sagan und Freystadt.

Die Schlesischen Kriege sorgten zwischen 1740 und 1763 wiederholt für Verwüstungen der Region. Um die erworbene Provinz Schlesien zu stärken, unterstützte der preußische König Friedrich II. unter anderem die Gutsbesitzer finanziell, wenn sie Bauern- und Häuslerstellen für Neusiedler anlegten, wodurch die Bevölkerung innerhalb weniger Jahre anstieg. Davon profitierte unter anderem auch das Hirschfeldauer Oberdorf. Durch die von Friedrich II. verbürgte Religionsfreiheit bekannten sich etwa zwei Drittel der Einwohner Hirschfeldaus zum Protestantismus. Trotzdem blieb die Kirche katholisch.

Bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts gehörte das Oberdorf einer Familie Wagner. Nach fast 200 Jahren im Familienbesitz wurde es 1787 an den General von Frankenberg verkauft, der im Folgejahr auch das Gut Nieder-Hirschfeldau erwarb. Die seit 1691 in Mittel-Hirschfeldau ansässige Familie von Knobelsdorff verkaufte das Gut 1797 an die verwitwete Charlotte von Frankenberg, wodurch das ganze Dorf unter einer Gutsherrschaft stand. Nach Charlotte von Frankenberg wurde die südlich des Dorfes gelegene Neuansiedlung Charlottenthal benannt.

Der Saganer Landrat Heinrich Gottlob von Francke erwarb 1805 die Gutsherrschaft. Sein Sohn verkaufte das Erbe 1817 an Ernst von Knobelsdorff, der es bis 1853 hielt. Carl August von Sydow besaß die Güter nur bis 1856, als sie von Johann Louis Bonte erworben wurden. Unter ihm wurden die Güter modernisiert und teilweise industriell erweitert. 1867 teilte Bonte die Hirschfeldauer Güter unter seinen Kindern auf.

Durch den Bau der Bahnstrecke Sagan–Neusalz erhielt Hirschfeldau 1890 einen Bahnhof. Im September 1913 wurden im Ort die ersten Häuser elektrifiziert.

Der Landkreis Sagan wurde zum 1. Oktober 1932 aufgelöst. Einige Gemeinden wurden den Landkreisen Grünberg und Rothenburg angeschlossen; der Hauptanteil, zu dem auch Hirschfeldau gehörte, wurde mit dem Landkreis Sprottau vereinigt.

Vom Zweiten Weltkrieg war Hirschfeldau bis 1944 wenig betroffen. Kriegsgefangene, vorwiegend aus Frankreich, wurden als Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft eingesetzt und kompensierten so die zum Kriegsdienst eingezogenen Männer. Dies änderte sich, als gegen Ende des Jahres 1944 die Schule geschlossen wurde. Ab Anfang Januar 1945 zogen Flüchtlingsströme durch das Dorf. In der Nacht zum 11.&nbsp

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;Februar erreichte die Rote Armee gegen 1:30 Uhr Hirschfeldau.

Durch die sowjetische Kommandantur wurden viele der im Ort verbliebenen Männer als Kriegsgefangene festgesetzt und in östlicher Richtung deportiert. Am 26. Juni 1945 übergab die Rote Armee die Verwaltung des Kreises an die polnische Administration. Bis zum 28. Juni wurde der Großteil der verbliebenen deutschen Bevölkerung mit den notwendigsten Sachen unter polnischer Bewachung über Sorau und Forst (Lausitz) nach Westen ausgewiesen. Nach kurzem Aufenthalt zog der Hirschfeldauer Tross fast geschlossen weiter über Cottbus in die Spreewaldregion.

Auf dem Gut in Nieder-Hirschfeldau, das die Rote Armee weiter betrieb, sowie den dazugehörigen Feldern, arbeiteten die verbliebenen deutschen Hirschfeldauer sowie Kriegsgefangene, darunter Deutsche und Italiener. Ebenfalls im Sommer 1945 kamen Polen in den Ort, die zumeist aus den ehemals polnischen Ostgebieten vertrieben wurden.

Am 28. Juni 1946 wurde Jelenin mit weiteren Orten in die Gemeinde Dzietrzychowice eingegliedert. Sie lag administrativ im Landkreis Żagań in der neugeschaffenen Woiwodschaft Breslau, seit 1950 in der Woiwodschaft Grünberg.

Zum Jahreswechsel 1947/1948 wurde die sowjetische Militärkommandantur auf dem Gut aufgelöst und an einen anderen Standort verlagert. Der Großteil der verbliebenen deutschen Bevölkerung folgte ihr aus Angst vor Übergriffen durch Polen.

Der Schulbetrieb wurde in Jelenin erst 1950 aufgenommen, jedoch nur für polnische Kinder.

Seit der Wiedereinführung der Gemeinden (Gmina) im Jahr 1972, die 1954 durch Haufen (Gromada) abgelöst wurden, gehört Jelenin als Schulzenamt (Sołectwo) zur Gmina Żagań. Bei den polnischen Verwaltungsreformen wurde die Gemeinde 1975 der veränderten Woiwodschaft Grünberg und 1999 der neugeschaffenen Woiwodschaft Lebus zugeordnet.

In den Jahren 1786/1787 gab es in Hirschfeldau vier Grundherrschaften, zu denen insgesamt 3 Güter, 6 Vorwerke, 25 Bauern, 56 Gärtner und 23 Häusler gehörten. Bis 1820 stieg die Zahl der Häusler auf 57.

Die Bevölkerung war Anfang 1945 nach Auswertung der Nachnamen zu 55 % deutschen Ursprungs, zu 24,5 % slawischen Ursprungs, zu 5,1 % flämischen Ursprungs und zu 1,4 % jüdischen Ursprungs. Der Rest war uneindeutig.

Seit der Ausweisung eines Großteils der deutschen Bevölkerung im Juni 1945 und der darauf folgenden Ansiedlung von Polen wird der Ort praktisch zur Gänze von Polen bewohnt.

Urkundlich belegte Namen sind Hersvelde (1299), Hyrsvelt (1303), Hirsfvelde (1338), Hirsfelte (1439) und Hirsfelde (1459). Der bis 1945 amtliche Name Hirschfeldau ist für das Jahr 1596 belegt. Die Bezeichnungen Ober-Hirschfeldau und Nieder-Hirschfeldau treten 1776 urkundlich auf.

Abgeleitet ist der Name wahrscheinlich von der Hirse, die bereits vor Ankunft der deutschen Siedler von slawischen Bauern angebaut wurde. Diese These wird dadurch belegt, dass der Hirsch erst im ausgehenden 16. Jahrhundert im Namen auftaucht.

Der polnische Name Jelenin ist eine Teilübersetzung des deutschen Namens und bedeutet Hirsch.

Ronny Jost

Ronny Jost (* 25. Mai 1988 in Thun) ist ein Schweizer Autorennfahrer und startet im European Touring Car Cup (ETCC)

Nachdem Ronny Jost seine Motorsportkarriere im Zweiradsport begonnen hatte, wechselte er 2011 in den Tourenwagensport mcm taschen sale. Er startete für drei Rennen im ADAC Chevrolet Cruze Cup und für weitere drei Rennen im Deutschen Seat Leon Supercopa und erreichte den dritten Rang in der Gastfahrer-Wertung.

2012–2013 wechselte Ronny Jost in die DMV TCC. Im ersten Jahr erreichte er, mit diversen Podest Platzierungen, Platz 4 in der Tourenwagen Wertung. Im Folgejahr erreichte Ronny Jost den dritten Platz in der Tourenwagen Wertung.

2014 wechselte Ronny Jost mit seinem Seat Leon Supercopa Mk2 in den European Touring Car Cup (ETCC). Er erreichte am Ende den vierten Rang in der Single-Make-Trophy (SMT) mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz drei. .

2015 startet Ronny Jost erneut in dem European Touring Car Cup (ETCC)

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, mit einem Seat Leon Cupracer Mk3

Ronny Jost absolvierte die Lehre als Automechaniker und arbeitet im elterlichen Betrieb.

Simon Jubani

Simon Jubani (* 8. März 1927 in Shkodra; † 12. Juli 2011 ebenda) war ein albanischer katholischer Priester. Er war der erste Priester, der 1990 wieder einen öffentlichen Gottesdienst zelebrierte. Während der kommunistischen Diktatur war er seit der Verhängung des Religionsverbots 1967 bis 1989 fast ununterbrochen eingekerkert.

Dom Simon Jubani wurde in Shkodra geboren. Im Alter von 16 Jahren begann er 1943 seine kirchliche Ausbildung am Seminar der Jesuiten in seiner Heimatstadt. Nach der Schließung dieser kirchlichen Schule durch die Kommunisten setzte er seine Ausbildung an einem staatlichen Gymnasium fort.

1957/58 war er als Diakon in der Mirdita tätig. Nach seiner Priesterweihe im Mai 1958 wirkte er ebendort als Pfarrer. 1964 wurde er verhaftet und von der politischen Justiz zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Einen Großteil der Zeit verbrachte er im berüchtigten Gefängnis von Burrel in Einzelhaft, weil er sich weigerte, im Bergwerk zu arbeiten. Dort wurde Jubani auch häufig gefoltert. 1988 wurde er erstmals auf Bewährung entlassen. Er kam aber bald noch einmal ins Gefängnis, weil er sich nicht an das Schweigegebot der kommunistischen Machthaber hielt. Seine endgültige Freilassung erfolgte am 13. April 1989.

Am 4. November 1990 zelebrierte Simon Jubani in der Kapelle des katholischen Friedhofs von Shkodra die erste öffentliche Messe in Albanien seit Jahrzehnten. Das Religionsverbot war offiziell noch nicht aufgehoben und die sakralen Gebäude befanden sich, soweit sie nicht zerstört waren, in der Hand des Staates. An einer weiteren Messe auf dem Friedhof am 11. November haben mehrere tausend Gläubige teilgenommen

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. Dieser Gottesdienst war 1990 ein wichtiger Markstein der antikommunistischen Befreiungsbewegung in Albanien.

Dom Simon war 1991 der erste albanische Geistliche, der von Papst Johannes Paul II. in Rom empfangen wurde mcm taschen sale. Bei diesem Gespräch wurden die Grundlagen für den Wiederaufbau der albanischen Kirche gelegt.

In den 1990er Jahren war Dom Simon Jubani in verschiedenen katholischen Hochschulen in Belgien, Frankreich und den USA als Gastdozent tätig. In Albanien arbeitete er wieder als Priester in Shkodra und den angrenzenden vormals mehrheitlich katholischen Regionen.

Den albanischen Machthabern, den Demokraten ebenso wie den Sozialisten, stand Dom Simon Jubani auch nach dem Ende des Kommunismus kritisch gegenüber. Schon 1993 prangerte er öffentlich die Korruption der Berisha-Regierung an. Seit 1995 bekam er Morddrohungen und bewaffnete Banden beschossen sein Wohnhaus in Shkodra.

Nachdem Sali Berisha 2005 erneut an die Regierung kam, kritisierte Jubani den Ministerpräsidenten scharf. Er machte ihn maßgeblich für die soziale Verelendung weiter Teile des albanischen Volkes verantwortlich. Berisha habe Mitschuld, dass 50.000 albanische Mädchen und Frauen nach Westeuropa in die Prostitution verkauft wurden.

Möglicherweise waren es die scharfen politischen Stellungnahmen Jubanis, die einer Berufung zum Bischof in einer der albanischen Diözesen entgegenstanden. Von allen Priestern, die das kommunistische Gewaltregime überlebt hatten, war er der jüngste und gesündeste, und seine Verdienste um den Wiederaufbau der katholischen Kirche gerade Anfang der 1990er Jahre sind allgemein anerkannt.

1991 verlieh die University of San Francisco Dom Simon Jubani die Ehrendoktorwürde. Der US-Bundesstaat Michigan würdigte Jubanis Engagement für die Pressefreiheit, insbesondere den Aufbau der Kirchenpresse, 1996 mit einer Auszeichnung.