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James Gibson, 1. Baronet

James Puckering Gibson, 1. Baronet JP DL (* 1849; † 11

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. Januar 1912) war ein britischer Politiker.

Gibson wurde 1849 geboren. 1884 eheliche er die aus Derbyshire stammende Marian Potter. Er war sowohl für Midlothian als auch für Edinburgh als Justice of the Peace eingesetzt. Des Weiteren war er Deputy Lieutenant von Midlothian. Im November 1909 wurde er als Baronet in den Adelsstand erhoben. Er verstarb 1912.

Gibson war von 1906 bis 1909 Lord Provost (in etwa Oberbürgermeister) von Edinburgh. Seit 1899 hielt George McCrae das Unterhausmandat des Wahlkreises Edinburgh East. Als McCrae 1909 eine Position in der schottischen Lokalregierung annahm, gab er sein Mandat zurück, weshalb im Wahlkreis Nachwahlen erforderlich wurden. Zu diesen bewarb sich Gibson als Nachfolger McCraes für die Liberal Party. Sein Kontrahenten war der Liberale Unionist Patrick Ford. Trotz starker Stimmverluste setzte sich Gibson am Wahltag gegen Ford durch und zog erstmals in das britische Unterhaus ein. Bei den folgenden Unterhauswahlen im Januar und Dezember 1910 hielt er sein Mandat und konnte seinen Stimmenanteil jeweils ausbauen. Gibson verstarb 1912 während der Wahlperiode mcm taschen sale. Die im Wahlkreis Edinburgh East nötigen Nachwahlen konnte Gibsons Parteikollege James Hogge für sich entscheiden.

Shropshire-Schaf

Das Shropshire-Schaf ist eine alte Hausschafrasse, die aus dem Gebiet von Shropshire (England) stammt und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus lokalen Schafrassen gezüchtet wurde. 1859 wurde die Rasse das erste Mal auf der Ausstellung der Royal Agricultural Society ausgestellt und gilt seitdem als Rasse anerkannt. Der britische Rare Breeds Survival Trust stuft die Rasse jedoch derzeit als potentiell gefährdet ein.

Das Shrophshire-Schaf ist ein mittelgroßes, wüchsiges Fleischschaf mit einem langen, tiefen Rumpf und breitem Rücken. Das reinweiße Vlies weist eine dichte Crossbred-Wolle auf. Unbehaarte Körperteile sind dunkelbraun. Der häufig bis in die Stirn und an die Backen bewollte Kopf

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, aufgesetzt auf kurzem, kräftigem Hals, ist mit schwarzen Stichelhaaren besetzt und hornlos. Die kräftigen Beine haben straffe Fesseln und feste Klauen.

Böcke erreichen eine Widerristhöhe bis zu 80 Zentimeter und wiegen dann etwa 120 Kilogramm. Mutterschafe sind bis zu 75 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von 85 Kilogramm und darüber. Die Schafe gelten als gute Fleischrasse. Sie liefern jährlich etwa 2,5 bis 3,5 Kilogramm Wolle. In der Landschaftspflege wird das Shropshire-Schaf vor allem zur Pflege von Nadelbaumkulturen eingesetzt

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, die es nicht verbeißt.

Wegen ihrer robusten Konstitution und großen Anpassungsfähigkeit sind Shropshire-Schafe zunehmend gefragt. Auch bei sehr kargem Futterangebot können sie aufgrund ihrer sehr guten Grundfutterverwertung noch hohe Leistungen erbringen.

Das Shropshire-Schaf besitzt eine gute Fruchtbarkeit, belegt durch konstant hohe Ablammquoten um 160 %. Die ausgeprägte Mütterlichkeit und gute Milchleistung sind Gewähr für wüchsige Lämmer. Im Verhalten ist es ruhig, wodurch das Herdenmanagement erleichtert wird. Bei langer Brunstsaison ist die Erstbelegung bereits ab 8 bis 10 Monaten möglich.

Shropshire-Lämmer sind schnellwüchsig. Sie können bereits mit 90 bis 120 Tagen die Schlachtreife bei einem Schlachtgewicht von 18 bis 22 kg erreichen. Sie weisen gute Schlachtkörper mit ausgeprägter Bemuskelung auf.

Die Popularität der Shropshire-Rasse nahm in Großbritannien im 19. Jahrhundert schnell zu. Bereits 1884 wurden auf der jährlichen Ausstellung der Royal Agricultural Society mehr Shropshires gezeigt als andere Tiere zusammen. 1855 wurden auch die ersten Tiere dieser Rasse in die USA exportiert. Die erste Herde, die als Zuchttiere gezielt importiert und die aus einem Bock sowie 20 Mutterschafen bestand, wurde von Samuel Sutton 1960 nach Maryland gebracht.

Im späten 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu der vorherrschenden Fleischschafrasse Englands.

In den USA wurde diese Rasse populär, weil sie in der Lage war, sich unterschiedlichen klimatischen Bedingungen anzupassen. Als Zweinutzungsrasse mit einer guten Wollleistung und Fleischleistung entsprach sie auch den Anforderungen, die die Landwirtschaft an Rassen damals stellte. Um die Wende ins 20. Jahrhundert war diese Rasse die zahlreichste Schafrasse in den USA.

Während man in den 1930er Jahren die Rasse noch als Bauerns Liebling bezeichnete, nahmen die Bestandszahlen in den folgenden Jahrzehnten ab. Züchter selektierten zunehmend auf Wollleistung; dabei ging die Körpergröße der Tiere zurück. Der dichte Wollbehang auch im Gesicht schränkte das Gesichtsfeld der Tiere ein. Es musste deswegen aufwendig regelmäßig geschoren werden. Die Popularität der Rasse nahm entsprechend ab.

Züchter in den USA begannen ab den 1950er Jahren wieder auf die alten Leistungsmerkmale zurückzuzüchten. Heute gibt es in den USA wieder große Bestände. Vor allem im Mittelwesten der USA werden wieder Tiere gehalten, die dem alten Ideal der Zweinutzigkeit entsprechen.

In England und den übrigen europäischen Staaten blieben die Bestandeszahlen dieser Rasse bis in die 1990er Jahre auf sehr niedrigem Niveau. Vom „Rare Breeds Survival Trust“ wurde sie bis vor kurzem in die vom Aussterben bedrohte Kategorie „at risk“ gesetzt.

Eine Trendwende setzte Anfang der 1990er Jahre ein. Man entdeckte eine einzigartige Eigenschaft der Shropshire-Schafe. Sie verbeißen keine Koniferentriebe im Gegensatz zu allen anderen bekannten Schafrassen. Eine Erfolgsgeschichte begann und hält bis heute an: In Weihnachtsbaumkulturen werden Shropshire-Schafe zur Kulturenpflege eingesetzt. Reinrassige Shropshire-Schafe haben bewiesen, dass sie sowohl Nadelgehölzplantagen als auch Obstbaumkulturen zuverlässig beweiden, ohne die Triebe der Koniferen zu verbeißen oder die Rinde der Obstbäume zu schälen. Unterstützt wird diese wertvolle Eigenschaft über ein speziell abgestimmtes Weidemanagement. Sie halten das Gras zwischen den Tannen kurz und sichern damit ausreichende Wachstumsbedingungen für die kleinen Tannen.

Der Landwirt kann mit dieser umweltschonenden Unkrautbekämpfungsmethode auf den Einsatz von Herbiziden verzichten. Weihnachtsbaumbetriebe mit Direktvermarktung nutzen das Shropshire-Schaf auch als Sympathieträger und Aushängeschild für umweltschonende Produktion. Eine stabile Grasnarbe erhöht die Befahrbarkeit. Der Dung der Schafe verbessert das Bodenleben, liefert kontinuierlich Nährstoffe und führt so zu gleichmäßigem Wuchs und einer verbesserten Nadelfarbe der Bäume.

Obertaunuskreis

Der Obertaunuskreis war bis 1972 ein Landkreis im deutschen Bundesland Hessen mit dem Kreissitz Bad Homburg vor der Höhe. Das ehemalige Kreisgebiet gehört heute überwiegend zum Hochtaunuskreis.

Der Landkreis grenzte Anfang 1972 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Usingen und Friedberg, an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main sowie an den Main-Taunus-Kreis und den Untertaunuskreis.

Der Kreis wurde durch eine Königliche Verordnung vom 22. Februar 1867 gegründet, nachdem das Kurfürstentum Hessen, das Herzogtum Nassau und die Landgrafschaft Hessen-Homburg in das Königreich Preußen eingegliedert worden waren.

Der neue Kreis umfasste die ehemals nassauischen Ämter Königstein und Usingen sowie das den Kern der Landgrafschaft bildende Amt Homburg. Die Stadt Homburg (seit 1912 Bad Homburg vor der Höhe) wurde Sitz der Kreisverwaltung. Das Gebiet von 544,80 km² mit seinen 82 Gemeinden lag beiderseits des Taunuskammes und wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden in der neuen Provinz Hessen-Nassau zugeteilt.

Gemäß der neuen Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 1. April 1886 wechselten 48 Gemeinden nördlich des Gebirgskammes in den neuen Kreis Usingen. Im Obertaunuskreis verblieben 34 Gemeinden auf einer Fläche von 224,54 km².

Schon drei Jahrzehnte später, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, führte die Besetzung des „Brückenkopfes Mainz“ durch die französischen Truppen zu einer Teilung der Verwaltung. Im Raum Königstein entstand der Kreis Königstein, der rund zwei Drittel des Obertaunuskreises umfasste. Nach dem Abzug der Besatzung wurde am 1. Oktober 1928 eine Neuordnung der Kreise im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt. Von den 22 Gemeinden des aufgelösten Kreises Königstein verblieben neun Gemeinden im Obertaunuskreis, während dreizehn Gemeinden zum neuen Main-Taunus-Kreis kamen

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Im Zuge einer preußischen Verwaltungsreform kehrte der Kreis Usingen am 1. Oktober 1932 vorübergehend für ein Jahr wieder zum Obertaunuskreis zurück. Auf Grund eines Wahlversprechens der NSDAP erhielt der Kreis Usingen am 1. Oktober 1933 seine Selbständigkeit nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zurück.

Einen Gebietszuwachs für den Obertaunuskreis brachte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 die provisorische und am 1. April 1947 die endgültige Eingliederung der Gemeinde Steinbach (Taunus), die bis dahin eine Exklave des südhessischen Landkreises Offenbach war. Bis zum Beginn der hessischen Gebietsreform gehörten nunmehr 18 Gemeinden zum Obertaunuskreis, darunter die fünf Städte Bad Homburg, Friedrichsdorf, Königstein im Taunus, Kronberg im Taunus und Oberursel.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde die Zahl der Gemeinden des Landkreises durch eine Reihe von Zusammenschlüssen bis zum Juli 1972 auf elf verringert. Am 31. Dezember 1971 wurde der Obertaunuskreis durch die Eingliederung der Gemeinde Ober-Eschbach aus dem Landkreis Friedberg in die Stadt Bad Homburg vergrößert.

Am 1. August 1972 ging der Obertaunuskreis bis auf die Gemeinde Kalbach, die zur Stadt Frankfurt kam, im neuen Hochtaunuskreis auf

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. Zum Hochtaunuskreis kamen außerdem noch der größte Teil des Landkreises Usingen, die Gemeinden Ober-Erlenbach und Burgholzhausen vor der Höhe aus dem Landkreis Friedberg, die Gemeinden Glashütten und Reifenberg aus dem Main-Taunus-Kreis sowie die Gemeinde Hasselbach aus dem Landkreis Limburg. Gleichzeitig wurden am 1. August 1972 auch noch weitere Gemeinden zusammengeschlossen.

Teil der preußischen Kreisverfassung war die Einrichtung eines Kreistages. Dessen Zusammensetzung war in § 13 der „Verordnung, betreffend der Kreisverfassung im Gebiete des Regierungsbezirks Wiesbaden“ geregelt. Danach bestand der Kreistag aus je 6 Mitgliedern, die in den ehemaligen Ämtern gewählt wurden, dem Landrat und einem Vertreter des Domänenfiskus.

Der erste Kreistag trat am 1. September 1868 in Bad Homburg zusammen.

Mit der preußischen Kommunalordnung von 1886 wurde die Institution des Kreisausschusses ins Leben gerufen. Am 13. März 1886 wählt der Kreistag erstmals einen Kreisausschuss:

Der Kreistag selbst bestand zunächst aus 20 Mitgliedern (Ende des Jahrhunderts stieg die Zahl auf 21, später auf 23). 10 davon wurden vom Wahlverband der Städte (davon entfielen allein 5 auf die Stadt Homburg), 6 aus dem Wahlverband der Landgemeinden und 4 aus dem Wahlverband der größeren Grundbesitzer und Gewerbetreibenden (diese mussten mindestens 180 Mark Grundsteuer oder 300 Mark Gewerbesteuer zahlen). Die Abgeordneten wurden auf 6 Jahre gewählt. Alle drei Jahre wurde die Hälfte der Abgeordneten neu gewählt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Obertaunuskreis einen Parteihochburg der SPD. Während die CDU lediglich nach den Kommunalwahlen in Hessen 1946 mit 13 Mandaten stärkste Partei wurde, war die SPD bei allen folgenden Wahlen die stärkste Kraft im Kreis.

Von 1866 bis zur Verwaltungsreform 1885/86 waren jeweils 2 Vertreter des Kreises im Nassauischen Kommunallandtag vertreten. Danach wurde die Direktwahl eingeführt. Die vom Kreistag und später von der Bevölkerung gewählten Mitglieder waren:

Die folgende Liste enthält alle Gemeinden, die dem Obertaunuskreis nach 1886 angehörten sowie die Daten aller Eingemeindungen und Kreiswechsel.

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HG zugewiesen. Es leitet sich von der Kreisstadt Bad Homburg vor der Höhe ab. Es wird im Hochtaunuskreis durchgängig bis heute ausgegeben.

Die Landkreise im Regierungsbezirk Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau

Biedenkopf | Dillkreis | Limburg | Oberlahnkreis | Obertaunuskreis | Oberwesterwaldkreis | Rheingaukreis | Sankt Goarshausen | Unterlahnkreis | Untertaunuskreis | Unterwesterwaldkreis | Usingen | Wetzlar

1886 aufgelöst: Mainkreis; 1910 aufgelöst: Frankfurt; 1928 aufgelöst: Höchst | Wiesbaden; 1933 aufgelöst: Westerburg

1972 aufgelöst: Alsfeld | Büdingen | Erbach | Friedberg | Hersfeld | Hofgeismar | Hünfeld | Lauterbach | Obertaunuskreis | Rotenburg | Usingen | Wolfhagen

1973 aufgelöst: Eschwege | Frankenberg | Fritzlar-Homberg | Melsungen | Waldeck | Witzenhausen | Ziegenhain

1974 aufgelöst: Biedenkopf | Gelnhausen | Hanau | Limburg | Marburg | Oberlahnkreis | Schlüchtern

1976 aufgelöst: Darmstadt | Dieburg | Dillkreis | Rheingaukreis | Untertaunuskreis | Wetzlar

Pockels-Zelle

Die Pockels-Zelle (nach Friedrich Pockels) beruht auf dem Pockels-Effekt und wird meist in elektrooptischen Schaltern für Laserstrahlen angewendet. Neben dem schnellen Schalten (innerhalb von Nanosekunden) kann Licht und Laserstrahlung auf diese Weise auch kontinuierlich in Phase, Polarisation und Intensität moduliert werden.

Das Innere der Zelle besteht aus einem doppelbrechenden Kristall

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, in dem mittels Elektroden ein elektrisches Feld erzeugt werden kann.

Der elektro-optische Pockels-Effekt ist die Erzeugung bzw. Änderung von Doppelbrechung in einem optischen Medium durch ein elektrisches Feld. Es unterscheidet sich vom Kerr-Effekt durch die Tatsache, dass die Änderung der Doppelbrechung zum elektrischen Feld linear proportional ist, während sie beim Kerr-Effekt quadratisch ist. Der Pockels-Effekt tritt nur in Kristallen auf, die keine Inversionssymmetrie besitzen, wie Lithiumniobat, ADP, KDP, RTP, BBO oder Galliumarsenid.

Pockels-Zellen sind somit spannungsgesteuerte Polarisations- oder Phasenmodulatoren. Das elektrische Feld kann entweder zum Lichtstrahl transversal oder longitudinal sein:

Pockels-Zellen können aufgrund der Polarisation des Laserstrahles verwendet werden:

Aufgrund der hohen Dielektrizitätskonstante des Kristalles und der großflächigen Elektroden verhält sich eine Pockelszelle wie ein Kondensator. Die hohe Betriebsspannung bedingt somit auch eine große Ladungsmenge. Wenn ein optischer Schalter auf Basis einer Pockels-Zelle schnell schalten soll, ist daher ein sehr großer Strom zur Ladung bzw. Umladung der elektrischen Kapazität erforderlich. Faseroptische Pockelszellen können eine fortlaufende elektrische Welle in einer kabelähnlichen Anordnung verwenden – so können die Anforderungen an die Ansteuerung verringert werden.

Pockels-Zellen haben eine Vielzahl wissenschaftlicher und technischer Anwendungen, z. B. als Impulspicker und Cavitydumper. Besonders bekannt ist der Einsatz als Güteschalter im Inneren von Laserresonatoren. Dabei werden polarisationsselektive Elemente wie Polarisationsprismen oder Dünnschichtpolarisatoren verwendet, die die stimulierte Emission verhindern, indem sie bei abgeschaltetem Güteschalter für im Resonator umlaufendes Licht große Verluste erzeugen. Während der Zeit großer Verluste wird das aktive Medium in einen hoch angeregten Zustand gepumpt (hohe Besetzungs-Inversionsdichte). Wenn das aktive Medium durch Pump-Energie gesättigt ist, wird die Pockels-Zelle durch eine Spannung aktiviert und die Polarisation ändert sich in eine solche, die erlaubt ist – das Licht kann die reflektierenden Spiegel erreichen und die stimulierte Emission (Lasen) setzt ein. Das verursacht einen Laser-Impuls mit sehr kurzer Anstiegszeit und sehr hoher Intensität

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Wolfgang J. Bittner

Wolfgang J. Bittner (* 17. November 1947 in Graz) ist ein evangelisch-reformierter Theologe, Pfarrer, Referent und Buchautor mit Schwerpunkt in biblisch-christlicher Spiritualität.

Bittner wurde am 17. November 1947 in Graz geboren, wo er auch seine ersten Jahre verbrachte. Später wuchs er in Bruck an der Mur in der Steiermark auf

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. Nach Grund-, Haupt- und Handelsschule war er fünf Jahre lang Angestellter in einem Reisebüro. 1968 zog er für eine dreijährige Diakonen-Ausbildung in die Schweiz. Nach zwei Jahren als Gemeindediakon wurde er 1973 Dozent für biblische Theologie in Aarau (Schweiz). Ab 1978 holte er das Abitur, die Maturität, nach und studierte Theologie auf dem zweiten Bildungsweg an der Kirchlich-Theologischen Schule und an der Universität Basel.

1985 bis 1991 hatte er ein evangelisch-reformiertes Pfarramt im Kanton Aargau (Schweiz) inne und doktorierte 1987 an der Universität Basel im Fach Neues Testament bei Markus Barth. Ab 1991 arbeitete er wissenschaftlich weiter an der Universität Bern und an der Universität Basel. Seit 1997 ist er freiberuflich in der Schweiz und in Deutschland tätig. Seit 1999 ist er teilzeitlich als Studienleiter der Fritz Blanke-Gesellschaft in Zürich angestellt. 2003 bis 2010 war er daneben teilzeitlich Beauftragter für Spiritualität der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und 2010 bis 2011 in derselben Funktion im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte. In den Jahren 2006 bis 2011 hatte er einen Lehrauftrag für christliche Spiritualität an der Freien Universität Berlin sowie an der Humboldt-Universität Berlin.

Bittner publizierte Beiträge zur Frage der Kirche in der Zukunft (Kirche – Wo bist du?; Kirche, das sind wir!). Daneben ist er Referent im Bereich der biblisch-christlichen Spiritualität. Er ist davon überzeugt, dass die christliche Tradition eine Vielfalt geistlicher Wege zur Gestaltung der je eigenen Spiritualität kennt: biblische Betrachtung, Schweigegebet, Kontemplation, Herzens- und Jesusgebet und andere mehr. Diese Formen gibt er in seinen Kursen weiter. Außerdem kombiniert er Kenntnisse der Bibel

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, der hebräischen Sprachgestalt und der damaligen jüdischen Umwelt mit der Lebenssituation der Menschen von heute. Er leitet Menschen zu biblischer Meditation an, damit sie befähigt werden, selbständig auf Gott zu hören. Wichtig ist ihm die Verbindung von biblischer Betrachtung und Kontemplation, der Lectio divina. So setzt er sich dafür ein, die Scala claustralium von Guigo II. im evangelischen Bereich bekannt zu machen und mit vertiefenden, einfachen Übungen für die heutige Praxis weiterzuentwickeln. In einzelnen Studientagen führt er in einzelne Themen der Vielfalt christlicher Theologie ein: biblische Apokalyptik; wie hat Jesus seinen Weg erkannt?; Sterben, Begräbnis, Tod und Auferstehung; die Bedeutung hebräischer Wirklichkeits-Auffassung für das christliche Denken; wie spricht die Bibel über das Geheimnis des Bösen?; unsere Gebetspraxis und unser Gottesbild.

Neben Einkehrwochenenden und Einkehrwochen, Vorträgen, Oasentagen und Seminaren in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich leitet er seit 2006 zusammen mit Traudl Priller von der Communität Koinonia im Namen der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) eine anerkannte dreijährige berufsbegleitende Ausbildung zur/zum Meditationsleiterin/Meditationsleiter.

Auf Bittners Initiative hin bildete sich 2011 das Netzwerk christliche Spiritualität. Anliegen des Netzwerkes ist die Klärung, was unter christlicher Spiritualität in der Unterscheidung zu anderen Spiritualitäten verstanden werden kann. Ein verantwortlicher Dialog mit heute vertretenen spirituellen Ansätzen – sowohl mit christlichen wie mit interreligiösen – setzt die Klärung der eigenen Position voraus. Diesem Anliegen dient die Formulierung von sieben Grundsätzen, die für eine christliche Spiritualität unaufgebbar erscheinen. Sie wurden aufgrund eines Entwurfes von Bittner von einem Arbeitskreis intensiv diskutiert, endgültig formuliert und seither zur Diskussion gestellt. Inzwischen haben einige Kreise wie der Evangelische Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte und Kirchen wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) diese sieben Grundsätze übernommen.

Seit 2001 ist er in zweiter Ehe mit der Berliner Pfarrerin Ulrike Bittner verheiratet und lebt – nach einer Zeit in Eisenhüttenstadt 2001 bis 2008 – in Liestal bei Basel und in Berlin. Aus erster Ehe hat er drei erwachsene Kinder. Seit 2002 gehört er zur evangelischen Geschwisterschaft Koinonia.

Landessportler des Jahres (Burgenland)

Die Sportlerwahl des Jahres findet im Burgenland seit 2000 statt und wird von den burgenländischen Sportjournalisten durchgeführt. Vergeben wird dieser Preis in den vier Kategorien Sportler des Jahres

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, Sportlerin des Jahres, Mannschaft des Jahres und Trainer des Jahres (seit 2002). Zunächst werden unter allen Kandidaten fünf Nominierte bekanntgegeben. Aus diesen Top 5 in jeder Kategorie wird dann in geheimer Abstimmung der Sieger gewählt, der dann offiziell bei der Nacht des Sports bekanntgegeben wird. Unterstützt wird die Sportlerwahl vom Burgenländischen Sportpool

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. Zusätzlich werden bei der Nacht des Sports auch die Wolfgang Mesko-Trophy für die besten Nachwuchssportler und der Preis der Pepi-Kamper-Stiftung vergeben.

In der Kategorie Sportler des Jahres konnte der Golfprofi Bernd Wiesberger bislang sechs Mal die Auszeichnung entgegennehmen. Der Segler Andreas Geritzer gewann die Trophäe viermal, der Ex-Radprofi René Haselbacher und Fußballer Andreas Ivanschitz gewannen die Trophäe zweimal. In der Kategorie Sportlerin des Jahres konnten die Snowboarderin Julia Dujmovits fünf Trophäen mit nach Hause nehmen. Kickboxerin Nicole Trimmel wurde drei Mal Siegerin und die Eva Friesenhahn gewannen zweimal

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. Bei der Trainer-Wahl wurde Paul Gludovatz vier Mal zum Sieger gekürt und ist somit einziger Mehrfachgewinner dieser Kategorie. Bei der Mannschaft des Jahres gewann der SV Mattersburg gleich sechs Mal. Die Oberwart Gunners siegten viermal.

Ion (Platon)

Der Ion (altgriechisch Ἴων Íōn, lateinisch Io) ist ein in Dialogform verfasstes frühes Werk des griechischen Philosophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer Sokrates mit dem ansonsten unbekannten Ion von Ephesos, nach dem der Dialog benannt ist. Ion ist Rhapsode, das heißt

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, er rezitiert berufsmäßig bei festlichen Anlässen epische Dichtung und legt sie aus.

Das Thema des Gesprächs ist die Frage, worauf die Kompetenz eines Rhapsoden basiert. Darüber hinaus geht es auch um die Quelle der schöpferischen Tätigkeit der Dichter. Den Hintergrund bildet – mit modernen Begriffen ausgedrückt – das ungeklärte Verhältnis zwischen literarischer Technik und überragender künstlerischer Qualität auf dem Gebiet der Schönen Literatur.

Sokrates fragt nach dem beruflichen Wissen, das Ion befähigt, Dichtung zu interpretieren. Dabei geht er zunächst von der Annahme aus, dass es sich um ein grundsätzliches Fachwissen über Dichtung handelt. Wenn dies zutrifft, muss der Rhapsode jedes Gedicht verstehen und beurteilen können. Dazu ist Ion aber nicht imstande, denn er ist nur auf die Epen Homers spezialisiert. Somit besitzt er kein allgemein dichtungsbezogenes Wissen. Es kann sich aber auch nicht um sonstiges Fachwissen handeln. Weder Dichter noch Rhapsoden beherrschen ihre Themen fachwissenschaftlich. Beispielsweise erfüllt der Rhapsode die Aufgabe, seinem Publikum Dichtung, die von Kriegstaten handelt, nahezubringen, aber von Kriegsführung versteht er nichts.

Demnach ist ein besonderes berufliches Wissen der Dichter und der Rhapsoden nicht benennbar, und es gibt kein Gebiet, auf dem sie mit den jeweiligen Fachleuten konkurrieren können. Somit ist weder die Dichtung noch ihre Auslegung ein Produkt von Wissen. Als Alternative bietet sich die Annahme an, dass göttliche Inspiration die Dichter und die Rhapsoden zu Leistungen befähigt, die sie von sich aus nicht erbringen könnten. Mit dieser von Sokrates vorgeschlagenen Erklärung ist Ion zufrieden.

Der in der Antike wenig beachtete Dialog hat in der Neuzeit ein vielfältiges Echo hervorgerufen, wobei konträre Deutungen des Inspirationskonzepts zu gegensätzlichen Ergebnissen führten. Das Spektrum der Interpretationen reicht von der Einschätzung als reine Persiflage bis zur Annahme, es handle sich um eine Huldigung an die poetische Ergriffenheit.

Der Dialog findet an einem Tag zwischen Mai und August an einem nicht näher bezeichneten Ort in Athen statt. Die Zeit ist nicht angegeben, lässt sich aber eingrenzen: Athen befindet sich im Peloponnesischen Krieg, der 431 v. Chr. ausgebrochen ist, und da Ions Heimatstadt Ephesos noch unter der Kontrolle Athens steht, kommt die Zeit ab 412 nicht in Betracht. Ein plausibler Zeitpunkt ist 413, denn Athen leidet unter akutem Mangel an tüchtigen Truppenführern, was nach dem katastrophalen Ausgang der Sizilienexpedition (415–413) der Fall war. Allerdings ist zu beachten, dass Platon als Schriftsteller von seiner literarischen Freiheit Gebrauch zu machen pflegt und auf historische Genauigkeit keinen Wert legt.

Das Gespräch setzt unvermittelt ein, es hat keine Rahmenhandlung. Beteiligt sind nur Sokrates und Ion. Ob Ion eine von Platon erfundene Figur oder eine historische Person ist, ist unbekannt, denn außer dem nach ihm benannten Dialog gibt es keine Quellen, die ihn erwähnen. Jedenfalls repräsentiert er den Berufsstand der Rhapsoden, die damals im kulturellen Leben als Vermittler von Dichtung an breite Schichten einflussreich waren. Rhapsoden wussten die Werke Homers auswendig und konnten großen Ruhm erlangen, wenn sie in Wettkämpfen siegten. Bei ihren Auftritten trugen sie bunte Kleidung und waren mit goldenen Kränzen geschmückt, es konnten etwa zwanzigtausend Zuhörer anwesend sein. Wie auch andere im öffentlichen Leben erfolgreiche Gestalten in Platons Dialogen macht Ion, der kürzlich einen Sieg davongetragen hat, einen sehr selbstbewussten Eindruck. Aus der Schilderung seiner Auftritte geht hervor, dass er sich vor der Menge wie ein Schauspieler verhält. Über seine Herkunft erfährt man nur, dass er aus Ephesos stammt.

Vom Naturell her sind die beiden Persönlichkeiten gegensätzlich: Ions Denkweise ist naiv und unphilosophisch, der geübte Debattierer Sokrates hingegen argumentiert aus einer strikt philosophischen Perspektive. Seiner Gewohnheit gemäß entlarvt Sokrates hartnäckig das Scheinwissen seines Gesprächspartners und bringt ihn damit gezielt in Verlegenheit. Der Rhapsode zeigt sich trotz seines stark ausgeprägten Selbstbewusstseins respektvoll und lernbereit, da er die geistige Überlegenheit des Philosophen anerkennt.

Das Einleitungsgespräch

Sokrates begrüßt Ion, der aus Epidauros nach Athen gekommen ist. In Epidauros hat Ion, wie er stolz berichtet, bei dem Rhapsodenwettkampf anlässlich der Asklepieia genannten panhellenischen Spiele den ersten Preis errungen. Nun will er in Athen an dem Wettstreit teilnehmen, der im August bei den „großen Panathenäen“, einem bedeutenden Fest, abgehalten wird. Sokrates drückt seine Bewunderung für die Rhapsoden aus. Damit ermutigt er den von sich eingenommenen Wettkampfsieger, seine Eitelkeit offen zu zeigen. Zugleich legt er aber auch den hohen Anspruch dar, den er an Ions Berufsstand stellt: Nach seinem Verständnis ist es die Aufgabe des Rhapsoden, den Zuhörern die Gedanken des Dichters zu vermitteln, und das setzt voraus, dass er nicht nur den Wortlaut der Epen kennt, sondern auch den Inhalt vollständig durchdrungen hat. Ion stimmt dem zu und lässt sich zu der Behauptung hinreißen, weder unter den Lebenden noch unter den Verstorbenen sei jemand zu finden, der ihm in der Homerauslegung ebenbürtig oder überlegen sei. Mit dieser Selbsteinschätzung bietet er Sokrates Gelegenheit, die Berechtigung seines Anspruchs auf umfassendes Wissen einer philosophischen Untersuchung – dem Elenchos – zu unterwerfen.

Eine Schlüsselrolle spielt bei der philosophischen Untersuchung der Begriff téchnē, der oft ungenau mit „Kunst“ übersetzt wird. Gemeint ist nicht speziell Kunst im heutigen engeren Sinn („Schöne Künste“), sondern generell ein systematisch geordnetes, auf ein bestimmtes klar umgrenztes Gebiet bezogenes praktisches („technisches“) Wissen, beispielsweise die Fachkompetenz von Handwerkern, Ärzten oder Truppenführern. Die techne verleiht dem Wissenden die Fähigkeit, sich auf dem betreffenden Gebiet erfolgreich zu betätigen („Fertigkeit“) und andere korrekt darüber zu belehren. Gefragt wird nun, worin die techne des Rhapsoden besteht.

Das Verhältnis von allgemeiner und spezieller Kompetenz

Nachdem der Rhapsode die Einzigartigkeit seines Homerverständnisses gepriesen hat, beginnt Sokrates die Untersuchung mit der Frage, ob Ion auch die Werke anderer bedeutender Dichter wie Hesiod und Archilochos auslegen könne. Ion muss dies verneinen, und er fügt hinzu, dass ihm die Beschäftigung mit Homer genüge. Bei Homer kenne er sich so gut aus, dass er auch Äußerungen anderer Dichter erklären könne, insoweit deren Aussagen mit denen Homers inhaltlich übereinstimmten. Was aber bei Homer nicht zu finden ist, dafür will er nicht zuständig sein. Sokrates weist darauf hin, dass die anderen Dichter dieselben Themenbereiche behandeln wie Homer, insbesondere Krieg und Begegnungen verschiedenartiger Menschen sowie den Umgang der Götter untereinander und mit den Menschen. Demnach müsste ein vorzüglicher Kenner Homers, der solche Themen beherrscht, auch über ein entsprechendes Verständnis nichthomerischer Gedichte verfügen.

Ion rechtfertigt seine Beschränkung auf Homer mit der überragenden Qualität von dessen Epen. Damit liefert er Sokrates ein wichtiges Argument: Wer auf einem Gebiet das Beste als solches erkennen kann, der besitzt einen Maßstab für Qualität, welcher ihm das Vergleichen ermöglicht. Wenn er das Beste zu verstehen und zu beurteilen vermag, ist zu erwarten, dass sich seine Kompetenz auch auf das weniger Anspruchsvolle erstreckt. Das bestreitet Ion zwar grundsätzlich nicht, doch er berichtet, dass es ihm seltsamerweise ganz anders ergeht: Wenn von Dichtung außerhalb seines Spezialgebiets die Rede ist, fühlt er sich nicht in seinem Element und kann nichts beitragen, seine Konzentration lässt nach und er nickt sogar ein.

Für dieses Phänomen findet Sokrates eine einfache Erklärung: Er sieht den Grund darin, dass der Rhapsode auch hinsichtlich der homerischen Epen kein wirkliches Verständnis besitze. Anderenfalls wäre er in der Lage, jede beliebige Dichtung, die ebenfalls Themen der gängigen Art behandelt, korrekt auszulegen. Die Dichtkunst sei als Wissensgebiet eine Einheit; Fachkompetenz müsse sich daher, wenn sie tatsächlich vorhanden sei, auf die Gesamtheit des Fachs erstrecken. Wer erklären könne, worin die Vorzüge der besten Maler, Bildhauer oder Musiker bestünden, der müsse daher notwendigerweise auch die schlechteren kompetent beurteilen können. Für Sokrates ergibt sich spezielles, einzelfallbezogenes Wissen ausschließlich und zwangsläufig aus allgemeinem. Ion stimmt dem zu, hält aber an seiner Behauptung fest, der beste Homerinterpret zu sein. Auch alle anderen seien der Meinung, er könne über Homer gut reden, nicht aber über die übrigen Dichter. Er kann sich nicht erklären, warum er über eine so einseitige Fähigkeit verfügt.

Inspiration als Alternative zu Sachkenntnis

Mit einer längeren Darlegung versucht Sokrates seine Lösung des Rätsels plausibel zu machen. Zur Erläuterung fasst er zunächst die schöpferische Tätigkeit der Dichter ins Auge. Sie ist nach seinem Verständnis ein gänzlich irrationaler Vorgang. Nicht die Beherrschung einer Technik macht den Dichter aus; kein Fachwissen ist die Grundlage der Poesie. Vielmehr erschafft der Dichter seine Werke, wenn eine göttliche Kraft ihn ergreift und in Begeisterung versetzt. Dann ist er leicht, beschwingt und heilig, und der Verstand (nous) wohnt nicht mehr in ihm. Solange er an seinem Verstand festhält, kann er nicht in diesen Zustand geraten und ist unfähig zu dichten. Der Dichter versteht selbst nicht, was er tut, wenn diese Inspiration ihn erfasst hat. Er ist nur ein Vermittler dessen, was die Gottheit ihm eingibt.

Sokrates stützt seine Theorie mit mehreren Überlegungen ab. Er verweist auf das Selbstverständnis der Dichter: Sie selbst drücken sich in diesem Sinne aus, wenn sie sich über ihre Tätigkeit und ihr Verhältnis zur Muse, der inspirierenden Instanz, äußern. Sie vergleichen ihr Tun mit dem der honigspendenden Bienen, die sammelnd umherfliegen. Nach ihrer Schilderung sind sie, beflügelt wie Bienen, in den Gärten und Tälern der Musen unterwegs, um ihre Lieder zu sammeln. Außerdem weist Sokrates auf die Spezialisierung bei den Dichtern hin. Die Verskunst setzt sich aus unterschiedlichen Gattungen zusammen: Dithyrambos, Enkomion, Tanzlied, Epos, jambische Dichtung. Jeder Dichter ist auf eine bestimmte Gattung festgelegt, nur in ihr kann er Bedeutendes erschaffen. Es ist die Muse, die ihn zu dieser Festlegung antreibt. Wäre das, was ihn befähigt, ein poetisches Fachwissen, so könnte er in jeder Gattung Werke von gleichem Rang hervorbringen. Schließlich führt Sokrates noch ein Beispiel an. Den besten Beleg für die Richtigkeit seiner Auffassung meint er in der Lebensleistung des Tynnichos von Chalkis gefunden zu haben. Bei Tynnichos handelt es sich um eine historische Person, einen Lyriker, dessen Werk heute verloren ist. Er hat einen Paian gedichtet, der von allen gesungen wird und den Sokrates für das schönste aller Lieder hält. Diesen Paian hat der Dichter selbst als Fund der Musen bezeichnet. Ansonsten hat aber Tynnichos in seinem ganzen Leben nichts Nennenswertes geschaffen. Darin sieht Sokrates die eindrücklichste Bestätigung seiner These, wonach große Dichtung göttlichen Ursprungs ist. Nach seiner Überzeugung hat die Gottheit dem unbedeutendsten Dichter die schönsten Verse eingegeben, um den Menschen damit vor Augen zu führen, dass sie selbst es ist, die hier spricht, und dass der menschliche Autor nur ein Übermittler ist.

Ion schließt sich dieser Deutung an. Aus ihr folgt, dass auch Rhapsoden wie er unschöpferisch sind; sie sind nur als Übermittler für Übermittler tätig. Seine Erfahrung bietet ihm reichliches Anschauungsmaterial, das die Inspirationshypothese stützt, denn er selbst gerät auch außer sich, wenn er bewegende Passagen der homerischen Epen vorträgt: Er weint oder es sträuben sich ihm die Haare und sein Herz klopft. Da ihm selbst aber während seines Auftritts nichts Besonderes widerfährt, ist diese Reaktion, wie Sokrates erklärt, irrational. Sie überträgt sich auf das Publikum, das ebenfalls von heftigen Gemütsbewegungen ergriffen wird. So pflanzt sich die Ergriffenheit in einer Kettenreaktion fort, die vom göttlichen Urheber der Dichtung bis zu den Zuhörern einer Rezitation führt. Sokrates vergleicht diesen Vorgang mit der Wirkung einer magnetischen Kraft: Die Gottheit oder Muse gleicht einem Magneten, der eiserne Ringe an sich zieht und ihnen zugleich die Kraft verleiht, andere Ringe anzuziehen, so dass sich eine Kette von Ringen bildet. Damit wird nun auch Ions exklusive Bindung an Homer begreiflich: Seine eng begrenzte Fähigkeit ist eine spezielle göttliche Gabe. Mit Verständnis hat sein Erfolg nichts zu tun, ein Wissender ist er nicht.

Rationale und intuitive Kompetenz

Überzeugt ist Ion von der Interpretation, die ihm der Philosoph vermitteln will, allerdings noch nicht. Er will an seinem Wissensanspruch festhalten und macht geltend, dass er durchaus rational über Homer reden kann, also nicht nur im Zustand der Ergriffenheit als Medium einer göttlichen Botschaft agiert, sondern auch seinen Verstand einsetzt. Daraufhin wendet sich Sokrates der Prüfung des Wissens zu, das der Rhapsode zu besitzen behauptet. Er macht darauf aufmerksam, dass man zahlreiche Stellen bei Homer nur mit entsprechendem Fachwissen richtig erfassen und einschätzen kann. Beispielsweise ist nur ein Wagenlenker in der Lage, eine Szene angemessen zu würdigen, in der Ratschläge für das sachgerechte Wenden eines Wagens beim Wettkampf gegeben werden. Ein Rhapsode, der nie einen Wagen gelenkt hat, versteht davon nichts. Ebenso ist er außerstande, aus eigener Sachkenntnis Aussagen in einem Epos zu beurteilen, die fremde Wissensgebiete wie Medizin, Fischerei oder Wahrsagung betreffen. Das muss Ion einräumen. Wenn aber all dies jenseits seiner Kompetenz liegt, stellt sich die Frage, was eigentlich speziell in seine Zuständigkeit fällt. Damit kehrt die Diskussion zu ihrem Ausgangspunkt zurück: Zu klären ist, worin das spezifische Fachwissen eines Rhapsoden besteht.

Nun bestimmt Ion den besonderen Zuständigkeitsbereich seines Berufsstands als die Kenntnis des Passenden oder Schicklichen. Er meint beurteilen zu können, ob die Figuren des Epos sich so verhalten, wie es sich für sie gehört, ob sie also das sagen, was ihren Rollen als Männer oder Frauen, Freie oder Sklaven, Gebietende oder Gehorchende angemessen ist. Sokrates weist aber darauf hin, dass das Wesentliche beim Handeln der Figuren nicht ihr Geschlecht oder Stand ist, sondern die richtige Erfüllung ihrer jeweiligen speziellen Aufgaben. Dies zeigt er anhand von Beispielen: Ein Mann agiert nicht als Mann, sondern beispielsweise als Steuermann oder als Arzt, indem er Anweisungen gibt, die ein Fachfremder nicht beurteilen kann, und ein Sklave handelt nicht als Sklave schlechthin, sondern beispielsweise als Rinderhirte, der weiß, wie er mit einer wildgewordenen Herde umzugehen hat. Wenn eine Frau Weberin ist, ist ihre Kenntnis der Webkunst und nicht ihre Weiblichkeit der Faktor, von dem ihr Verhalten abhängt. All dies setzt jeweils besonderes Wissen voraus und liegt daher außerhalb der Zuständigkeit des Rhapsoden.

Zuletzt nennt Sokrates einen Kompetenzbereich, der für die homerischen Helden eine wichtige Rolle spielt: die Kunst des Heerführers, dem es obliegt, seine Kämpfer anzufeuern. Dies ist das Gebiet, auf dem sich Ion am ehesten für fachkundig hält. Als Meister des öffentlichen Vortrags glaubt er zu wissen, wie eine wirksame Ansprache an das Heer zu halten ist. Da er die Massenbeeinflussung beherrscht, traut er sich die Fähigkeit zu, eine militärische Führungsposition auszufüllen. Sokrates möchte ihm durch provozierende Fragen die Absurdität dieser Anmaßung vor Augen führen, verlockt ihn aber nur zu der grotesk wirkenden Behauptung, ein guter Rhapsode sei zwangsläufig auch ein guter Feldherr. An dieser Behauptung hält Ion fest. Die zur Kriegsführung benötigten Kenntnisse glaubt er sich durch seine Homerstudien angeeignet zu haben. Den praktischen Beweis seiner Befähigung braucht er allerdings nicht anzutreten, denn niemand trägt ihm ein militärisches Kommando an.

Abschließend zieht Sokrates Bilanz. Er hält seinem Gesprächspartner vor, entweder sein Wissen zurückzuhalten oder ein nicht vorhandenes Fachwissen vorzutäuschen. Ion könne nicht einmal sagen, auf welches Gebiet sich sein angebliches Wissen beziehe. Wenn er aber auf den Wissensanspruch verzichte und seine Tätigkeit auf Inspiration statt auf eine eigene Leistung zurückführe, sei er ein legitimer Verkünder von Homers Größe. Erleichtert entscheidet sich Ion für diesen Ausweg.

Wie in Platons frühen Dialogen üblich beherrscht Sokrates die Lage und lenkt das Gespräch souverän in die von ihm gewünschte Richtung. Im Vordergrund steht sein Ziel, Ion in die Enge zu treiben, um den eitlen Mann zum Eingeständnis der Unwissenheit zu zwingen. Die philosophische Wahrheitssuche tritt demgegenüber etwas zurück. Manche Ansätze werden nicht ausgearbeitet, obwohl dies für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der erörterten Problematik wichtig wäre. Dazu zählt vor allem der von Ion ins Spiel gebrachte Begriff des Angemessenen, der für den Rhapsoden einen Ausweg zur Rettung seines Wissensanspruchs eröffnen könnte.

Im Unterschied zu anderen Frühdialogen Platons endet der Ion nicht in einer Aporie (Ratlosigkeit nach erfolglosen Bemühungen um Erkenntnis), sondern führt zu einem eindeutigen Ergebnis. Ions Anmaßung wird zwar zurückgewiesen und seine Ignoranz aufgedeckt, doch bietet ihm Sokrates zugleich Gelegenheit, sein Selbstbewusstsein auf eine neue, irrationale Basis zu stellen.

Die Zurückweisung unberechtigter Wissensansprüche

Ein wichtiges Anliegen Platons ist die Zurückweisung des Anspruchs, dass Dichter oder Rhapsoden im Besitz von Wahrheiten seien, die nach seiner Überzeugung in den Zuständigkeitsbereich der Philosophie fallen. Es soll gezeigt werden, dass jemand, der im Ruf steht, bedeutende Verse hervorgebracht zu haben oder interpretieren zu können oder sich in literarischen Fakten hervorragend auszukennen, nicht deswegen als Wissender oder Weiser zu betrachten ist. Wer sich kein echtes philosophisches Verständnis erarbeitet hat, dem steht es nicht zu, als Lehrmeister aufzutreten.

Tatsächlich gab es zu Platons Zeit eine besonders in Kreisen der sophistischen Bildungsbewegung verbreitete Auffassung, der zufolge alles wesentliche Wissen in Homers Epen enthalten ist und diesen durch korrekte Interpretation entnommen werden kann. Dabei geht es nicht um philologische oder literarästhetische Aspekte der Dichtung, sondern um eine generelle Kenntnis der Normen richtigen Verhaltens und einer gelungenen Lebensführung. Demnach besitzen Homerausleger einen Schlüssel zu einer umfassenden Weisheit und Kompetenz. Solchen Ansprüchen lässt Platon seinen Sokrates im Ion durch Enthüllung ihrer absurden Konsequenzen entgegentreten. Vor diesem Hintergrund werden manche für moderne Leser befremdlich wirkende Ausführungen im Dialog verständlich.

In der Geschichte der Literaturkritik gehört der Ion zu den wichtigen Texten der Frühzeit. Er ist in der modernen Forschung sogar als erstes literaturkritisches Werk der europäischen Kulturgeschichte bezeichnet worden. Diese Bezeichnung ist allerdings irreführend, da in dem Dialog eine wissenschaftliche Literaturkritik für nicht existent erklärt wird. Die grundsätzliche Möglichkeit einer wissenschaftlichen Anforderungen genügenden Literaturkritik wird im Ion zwar nicht ausgeschlossen, doch zeigt sich bei Heranziehung anderer Dialoge Platons, dass er sie für die Praxis verneint hat.

Platons fundamentale Kritik an der Rhapsodie, der damals gängigen Form der Präsentation und Interpretation von Dichtung, zielt auf deren Täuschungscharakter. Ion wird als sehr erfolgreicher Rhapsode vorgestellt, er meistert die Anforderungen seines Berufs hervorragend; seine Ignoranz und Eitelkeit steht dem nicht entgegen, sie hindert ihn nicht daran, seinem Publikum die homerischen Helden theatralisch nahezubringen. Sein Erfolg beruht auf Vorspiegelung und Irreführung; er selbst verkörpert nicht das, was er darstellt und rühmt. Somit vermittelt der Rhapsode wie ein Schauspieler nur einen leeren Schein, nicht ein Wissen von den Qualitäten, mit deren Darstellung er sein Publikum beeindruckt. Da er selbst – wie seine Haltung erkennen lässt – solches Wissen nicht besitzt, ist er aus Platons Sicht kein legitimer Verkünder einer entsprechenden Botschaft.

Das philosophische Verständnis der Inspiration

Strittig ist in der Forschung, ob oder inwieweit Platon im Ion Ziele verfolgt, die über die Verspottung Ions und die Kritik an einem übersteigerten Selbstbewusstsein von Rhapsoden hinausreichen. Mit dieser Kontroverse verbindet sich die Frage, ob alle Ausführungen zur Inspiration ausschließlich ironisch gemeint sind und was Platon tatsächlich von diesem Phänomen hält.

Deutlich erkennbar ist jedenfalls, dass Platon die Inspiration der Rhapsoden kritisch betrachtet. Er gibt zu verstehen, dass Ions Begeisterung zweckgerichtet und unecht ist, denn dieser teilt offenherzig mit, dass er während seiner emotionalen Auftritte an seine erhofften Einnahmen denkt und seine Wirkung auf das Publikum entsprechend kalkuliert. Nicht so eindeutig geht hingegen Platons Einstellung zur dichterischen Inspiration aus dem Text hervor. Manche Altertumswissenschaftler glauben

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, dass er nur ironisieren und Anmaßung bloßstellen wollte, sowohl hinsichtlich der Rhapsoden als auch hinsichtlich der Dichter. Demnach sind die respektvoll klingenden Äußerungen über die göttliche Ergriffenheit der Dichter kein Ausdruck der eigenen Überzeugung des Autors. Eine andere Deutungsrichtung nimmt den im Ion geschilderten „Enthusiasmus“ der begnadeten, von göttlicher Begeisterung ergriffenen Schöpfer großer Dichtung ernst. Sie sieht darin ein Konzept, das die Basis einer authentischen Dichtungslehre Platons bilde.

In der neueren Forschung mehren sich die Stimmen, die für die Annahme eintreten, der Ion bezwecke mehr als nur die unterhaltsame Entlarvung fragwürdiger Wissensansprüche. Eine Reihe von Forschern glaubt ein positives, philosophisch relevantes Ziel des Autors erkennen zu können. Dieses besteht für Gene Fendt und David Rozema darin, den Leser in ein scheinbares Dilemma – die Alternative Fachkompetenz oder Irrationalität – zu führen. Damit stelle der Autor seinem Publikum die Aufgabe, einen Ausweg aus der falschen Alternative zu finden, eine Lösung, die der Funktion von Sprache und Dichtung gerecht werde. Eine ähnliche Auffassung vom Sinn des Dialogs vertritt Rana Saadi Liebert; für sie ist der Ion die erste Auseinandersetzung mit dem fiktionalen Charakter der Dichtung

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. Nachdrücklich plädiert auch Hellmut Flashar für eine philosophische Relevanz der Erörterungen über die Unwissenheit und Inspiration der Dichter. Für Flashar ist der Ion „einer der interessantesten und seltsamsten Dialoge Platons“. Er sieht in dem kleinen Werk mehr als „ein jugendliches Produkt scherzhafter Laune“. Das eigentlich Wichtige hinter der persönlichen Polemik sei die Erörterung einer Sachfrage, der Frage nach dem Wissen. Es gehe um die Abgrenzung des Bereichs der Dichtung gegen das technische Fachwissen; der Dialog biete die Grundlegung einer Theorie des Genialen. Flashar meint, der philosophische Gehalt erschließe sich erst, wenn man alle Einzelheiten im Zusammenhang mit der Gedankenbewegung des ganzen Dialoges sehe. Wesentlich sei es auch, die Gedankengänge des Dialogs in das Ganze der platonischen Philosophie einzuordnen. Auch für Marcel van Ackeren ist der Ion kein Schwank. Vielmehr handle es sich um die Darlegung der Grundlagen der platonischen Konzeption von Sachkompetenz.

Heinz Schlaffer findet in dem Dialog die Konfrontation zweier Denkweisen. Ion repräsentiert die damals noch vorherrschende traditionelle Auffassung, der zufolge die Poesie Wissenswertes lehrt und der Dichter zugleich ein Weiser ist und als solcher eine hohe Autorität darstellt. Diese unreflektierte Dichterverehrung wird von der neuen philosophischen Sicht, die das poetische Wissen fragwürdig erscheinen lässt, herausgefordert. Demnach begegnen sich in Ion und Sokrates auch zwei Epochen. Ihre Herangehensweisen sind gegensätzlich: Ion steht für das Erleben, Sokrates für das Erforschen des Phänomens Poesie. Sokrates will sich nicht von Ions Vortrag hinreißen lassen, er schafft Distanz zum poetischen Enthusiasmus, um ihn analysieren zu können. Damit leitet er einen Prozess ein, der zum wissenschaftlichen Umgang mit Dichtung führt: Aus Poesie wird Literatur. Allerdings bringt die Zurückführung der Dichtung auf göttliche Inspiration, wenn sie ernst gemeint ist, den Philosophen Platon in ein Dilemma: Die poetischen Inhalte müssten, wenn sie göttlichen Ursprungs sind, absolut wahr sein, da die Götter nicht lügen. Dann konkurriert aber der Wahrheitsanspruch der Dichtung mit dem der Philosophie, die nur das als wahr anerkennt, was die autonome Vernunft aus sich selbst gewinnt.

Schon der einflussreiche Platon-Übersetzer Friedrich Schleiermacher vermutete 1805 in der Einleitung zur ersten Auflage seiner Übersetzung des Ion, dass es sich um einen unfertig gebliebenen Entwurf Platons oder um ein Werk eines Schülers des Philosophen auf der Grundlage eines solchen Entwurfs handle. Der renommierte Philologe Immanuel Bekker reihte den Ion 1816 in seiner Platon-Edition unter die unechten Werke ein; seiner Meinung schloss sich Schleiermacher 1818 an. Für Unechtheit plädierten u. a. auch der Platonforscher Friedrich Ast (1816) und der namhafte Philosophiehistoriker Eduard Zeller (1889). Der Altertumswissenschaftler Karl Friedrich Hermann hingegen trat 1839 entschieden für die Echtheit ein. Der Gräzist Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff – damals eine führende Autorität seines Fachs – war lange von der Unechtheit überzeugt, änderte dann aber seine Meinung; in seiner 1919 erschienenen Platon-Monographie entschied er sich zögernd für die Auffassung, es handle sich um ein Jugendwerk Platons, ein „Gesellenstück“, dessen Mängel auf die Unerfahrenheit des Autors zurückzuführen seien.

Auch in der späteren Forschung sind die Zweifel an der Echtheit nicht verstummt. Joseph Moreau (1939) und Holger Thesleff (2009) bestritten die Authentizität, Ernst Heitsch (1992) hielt die Frage für offen, Hans Diller (1955) entschied sich für Schleiermachers anfängliche Vermutung der teilweisen Echtheit. Diller meinte, die überlieferte Fassung des Ion sei wohl ein von einem Schüler überarbeiteter Entwurf Platons. Eines der Hauptargumente für Unechtheit oder zumindest Unfertigkeit des Werks ist das Fehlen einer vertieften Auseinandersetzung mit der Natur und Funktion der Dichtung. Anstoß erregt insbesondere das problematische, oberflächlich wirkende Vorgehen des platonischen Sokrates an einer Stelle, wo er den Vorschlag einer formalen Betrachtung von Gedichten kategorisch verwirft. Einer echtheitskritischen Forschungsmeinung zufolge spricht diese Stelle dagegen, dass das Werk in der Gestalt, in der es heute vorliegt, von Platon geschaffen wurde. Auch die Einstufung des Dichtens und des Interpretierens poetischer Werke als rein irrationale Tätigkeiten, die radikale Leugnung einer Eigenleistung der Autoren und Interpreten bedeutender Gedichte hat die Zweifel an Platons Autorschaft genährt. Doch schon vor der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Mehrheit der Forscher für die Echtheit ausgesprochen, und diese Auffassung ist weiterhin die vorherrschende.

Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff und Paul Friedländer glaubten, Platon habe den Ion noch zu Lebzeiten des Sokrates, also vor 399 v. Chr. verfasst. Wilamowitz meinte, es handle sich wohl um das erste Werk des jungen Platon; den Hintergrund bilde dessen Abkehr von der Dichtung unter dem Einfluss des Sokrates. Auch Ernst Heitsch vermutet, dass Platon den Ion vor dem Tod des Sokrates geschaffen hat. Die in der Forschung dominierende Auffassung lautet jedoch, dass die Abfassung in die 390er Jahre fällt. Einzelne im Dialog erwähnte historische Gegebenheiten wie die Veranstaltung von Wettkämpfen in Epidauros sind als Anhaltspunkte für die Datierung in Betracht gezogen worden, haben sich aber schließlich als für diesen Zweck unbrauchbar erwiesen. Die Einordnung unter Platons Frühwerke wird von der weit überwiegenden Mehrheit der Altertumswissenschaftler akzeptiert.

Es ist kein antiker Textzeuge erhalten geblieben. Die älteste erhaltene mittelalterliche Handschrift des Dialogs wurde im 10. Jahrhundert im Byzantinischen Reich angefertigt („Codex T“ der Platon-Textüberlieferung). Drei Handschriften, darunter der für die Textkritik wichtige „Codex S“, stammen aus der Bibliothek des Kardinals Bessarion († 1472).

In der Antike wurde nicht an der Echtheit des Ion gezweifelt. In der Tetralogienordnung der Werke Platons, die anscheinend im 1. Jahrhundert v. Chr. eingeführt wurde, gehört er zur siebten Tetralogie. Der Philosophiegeschichtsschreiber Diogenes Laertios zählte ihn zu den „prüfenden“ Schriften und gab als Alternativtitel „Über die Ilias“ an. Dabei berief er sich auf eine heute verlorene Schrift des Mittelplatonikers Thrasyllos.

Die antike Rezeption des Ion war relativ spärlich, von einer Kommentierung ist nichts bekannt. Der antiphilosophisch gesinnte Gelehrte Athenaios überliefert eine platonfeindliche Deutung, wonach der Philosoph in dem Dialog alle Dichter sowie die von den Athenern gewählten Heerführer verunglimpft hat; daraus sei seine allgemeine Missgunst gegenüber den Menschen ersichtlich.

In der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Westens war der Ion im Mittelalter unbekannt, er wurde erst im Zeitalter des Renaissance-Humanismus wiederentdeckt.

Die erste lateinische Übersetzung des Ion fertigte der Humanist Lorenzo Lippi da Colle um 1465 an. Er widmete sie dem Florentiner Staatsmann und Mäzen Piero di Cosimo de’ Medici. Die zweite Übersetzung stammt von dem berühmten Humanisten Marsilio Ficino; sie lag spätestens 1466 fertig vor. Ficino war mit Lippi befreundet, er benutzte dessen Text. 1484 veröffentlichte Ficino seinen lateinischen Ion in der Gesamtausgabe seiner Platon-Übersetzungen, die in Florenz erschien. In seiner Einleitung (argumentum) zu der Übersetzung legte er sein Verständnis der dichterischen Inspiration (lateinisch furor poeticus) und anderer Formen der Ergriffenheit oder Ekstase dar.

Die Erstausgabe des griechischen Textes erschien im September 1513 in Venedig bei Aldo Manuzio im Rahmen der von Markos Musuros herausgegebenen Gesamtausgabe der Werke Platons. 1546 publizierte Richard de Blanc in Paris die erste französische Übersetzung des Ion. Der Dialog beeinflusste die Lehre von der dichterischen Ergriffenheit in den französischen Poetiken des 16. Jahrhunderts. 1548 wurde in Venedig eine von Niccolò Trivisani angefertigte italienische Ion-Übersetzung (Il furore poetico) gedruckt. Platons Schilderung des poetischen Enthusiasmus im Ion galt als ernst gemeinte Huldigung an die Dichtkunst und wurde seiner Dichterkritik im Dialog Politeia entgegengestellt. In Italien, Frankreich und England deuteten namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens Platons Verhältnis zur Dichtung in diesem Sinne.

Der Gelehrte Julius Caesar Scaliger widersprach in seiner 1561 veröffentlichten einflussreichen Poetik (Poetices libri septem) Platons Kritik an der Rhapsodie.

Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg übersetzte neben anderen platonischen Dialogen den Ion ins Deutsche. Er veröffentlichte seine Übersetzung 1796 mit einer Vorrede, die Goethe zu einer heftigen Reaktion bewog. Im selben Jahr erschien Goethes Rezension mit dem Titel Plato als Mitgenosse einer christlichen Offenbarung. Dort sowie in Briefen an Friedrich Schiller und Wilhelm von Humboldt polemisierte Goethe gegen Stolberg und dessen „abscheuliche Vorrede“. Er deutete den Ion als „offenbare Persiflage“, die Stolberg schamlos „als ein kanonisches Buch zur Verehrung darzustellen“ gewagt habe. Stolberg habe die Ironie des platonischen Sokrates überhaupt nicht erkannt; in Wirklichkeit habe der ganze Ion mit Poesie nichts zu tun, sondern diene nur der Verspottung von Ions Borniertheit. Platons Sokrates fehle ebenso wie seinem Gesprächspartner, dem Naturalisten Ion, das Verständnis für die Aufgabe und Leistung eines Dichters. Am Schluss werde Ion vor die Alternative gestellt, sich entweder für einen Lumpen oder für einen Halbgott zu halten. Goethes vernichtendes Urteil trug in der Folgezeit erheblich zu einer negativen Einschätzung des Dialogs bei.

Der Dichter Percy Bysshe Shelley, der sich als Platoniker betrachtete, übertrug 1821 den Ion ins Englische. Diese Übersetzung wurde erst 1840 – lange nach seinem Tod – publiziert. Sie bildete in der Folgezeit zusammen mit Shelleys Übersetzung von Platons Symposion für ein breites englischsprachiges Publikum ohne Griechischkenntnisse den Einstieg in das Studium von Platons Werk. Noch im 20. Jahrhundert wirkte sie stark nach. In seinem 1840 postum veröffentlichten einflussreichen Werk A Defence of Poetry erläuterte Shelley sein Verständnis der platonischen Dichtungslehre, das der unter Romantikern vorherrschenden Sichtweise entsprach. Er fasste das im Ion dargelegte Konzept der dichterischen Inspiration keineswegs in ironischem Sinne auf, sondern nahm es ernst und nutzte es für seine Rechtfertigung der Poesie. Bei der Übertragung von Platons Text ins Englische ließ er sich von seiner Interpretation beeinflussen, was eine inhaltliche Verfälschung zur Folge hatte.

Die literarische und philosophische Bewertung des Ion ist mit der Einschätzung der Echtheitsfrage verknüpft. Bestreiter und Bezweifler der Echtheit verweisen auf gravierende Mängel, manche Befürworter gelangen zu einem günstigeren Urteil. Friedrich Schleiermacher rügte 1805 die „unklare und mangelhafte Ausführung“. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff meinte anfangs, als er den Dialog noch für unecht hielt, der Verfasser werde durch seine ungeschickte Gelehrsamkeit kompromittiert. Später, nachdem er sich zögernd für die Echtheit entschieden hatte, stufte er den Dialog als Schwank oder Satire ein, als Jugendwerk, das zwar inhaltlich unbefriedigend, aber lustig sei. Im Ion breche der Jugendübermut und die jugendliche Intoleranz des Autors hervor, er sei ein „anmutiges Zeugnis für die Stimmung des Anfängers“. Die Farben seien grell aufgetragen; es handle um ein komödienhaftes Werk und nicht um einen philosophischen Dialog. Anderer Meinung war Kurt Hildebrandt, ein Echtheitsbefürworter. Er lobte das „zierliche Gespräch (fast rokokohaft in der Form)“, in dem Platon den Gegensatz zwischen inspirierter Dichtung und verständnisloser Interpretation herausstelle. Der Philosoph bezeuge seine Verehrung Homers und rücke mit dem Inspirationskonzept die Dichtung „in einsame Höhe“. Der Ion-Herausgeber Louis Méridier, der ebenfalls für die Echtheit eintrat, verteidigte den Dialog gegen den Vorwurf der Inkohärenz und Widersprüchlichkeit und billigte der Schilderung poetischer Ergriffenheit einen hohen literarischen Rang zu. Paul Friedländer meinte, im Ion habe Platon den ersten Schritt gemacht, „die Seinsweise des erkennenden Menschen gegen die des Dichters abzugrenzen“. Alfred Edward Taylor sah ein berechtigtes Anliegen Platons in dem Protest gegen ein verbreitetes Missverständnis des Sinnes der Poesie: Der Philosoph habe die Annahme widerlegen wollen, Dichter und ihre Ausleger verfolgten ein primär didaktisches Ziel. William K. C. Guthrie hingegen deutete den Ion als ein nur zur Unterhaltung geschaffenes Werk. Die Diskussion über die Frage von Scherz und Ernsthaftigkeit dauert auch in der neueren Forschung an.

In formaler Hinsicht findet der Ion Anerkennung. Hans Diller weist auf die Einfachheit und Klarheit der Struktur hin; in die Mitte des Dialogs habe Platon „schriftstellerische Glanzstücke“ gestellt. Hellmut Flashar und Konrad Gaiser loben den kunstvollen Aufbau des Werks. Auch Michael Erler meint, der Dialog lasse „eine durchdachte formale Konzeption erkennen“. Ähnlich urteilt Olof Gigon: Die Komposition sei untadelig, der Aufbau klar.

Übersichtsdarstellungen

Untersuchungen zum Werk

Rezeption

Teamdiagnose

Die Teamdiagnose wird u

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. a. im Rahmen von Personalentwicklung eingesetzt und ist Teil des Teamentwicklungsprozesses. Sie dient als Grundlage für die Konzeption von Teamentwicklungsmaßnahmen. Ohne eine Teamdiagnose ist die Evaluation einer Teamentwicklungsmaßnahme im Sinne einer Erfolgskontrolle nicht möglich.

Teamdiagnose „ist das zielgerichtete und methodisch geplante Sammeln von Informationen über die Arbeitsgruppe, die Gruppenmitglieder und ihre Beziehungen zum organisationalen Kontext. Sie analysiert Aspekte des Ist-Zustandes bzw. des Soll-Zustandes in der Teamarbeit. Sie dient der Begründung, der Steuerung und der Rückmeldung über geplante oder bereits durchgeführte Interventionen im Rahmen der Teamentwicklung“.

Die Teamdiagnose hat in der Praxis folgende Ziele:

Diagnoseinstrumente legen offen „was beim einfachen Betrachten einer Gruppe oder einer Gruppendiskussion nicht mit bloßem Auge erkennbar ist“. Durch Gruppendiagnoseinstrumente wird ein Erkenntnisfortschritt über die Zusammensetzung einer Gruppe und die in ihr ablaufenden Prozesse erzielt.

Es gibt eine breite Palette an diagnostischen Instrumenten:

Diese diagnostischen Instrumente werden in prozess- und strukturanalytische Verfahren eingeteilt. Dabei wird mit Hilfe der prozessanalytischen Verfahren der Verlauf eines Gruppenprozesses beobachtet, während strukturanalytische Verfahren ein Zustandsbild der Gruppe widerspiegeln.

Zu den prozessanalytischen Verfahren gehören Verhaltensbeobachtungen und Prozessanalysen. Es werden bestimmte Arbeitseinheiten „kritisch unter die Prozesslupe“ genommen, um die Ist-Situation abzubilden und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten. Dazu kann z.B. eine Besprechung, ein Arbeitstag oder auch ein ganzes Projekt herangezogen herangezogen werden. Mit Hilfe von strukturierender Fragestellungen wie z.B. „Was war oder klappte gut?“ „Wo hakte es?“ „Wurden auch abweichende Meinungen konstruktiv aufgenommen?“ oder „Was ist gut, was ist weniger gut gelaufen?“ wird die Analyse durchgeführt. Diese Art der Analyse weist eine geringe Standardisierung auf.

Dem gegenübergestellt gibt es standardisierte Verfahren zur Prozessanalyse bzw. Verhaltensbeobachtungen, die der Kleingruppenforschung entspringen, dazu gehören:

Außerdem kann mit Hilfe eines prozessanalytischen Verfahrens eine Gruppe in Hinblick auf ihre Struktur untersucht werden. Hierzu werden Interaktions- und Kommunikationsprozesse festgehalten und per Videokamera und Tonband zwecks einer zeitversetzten Analyse dokumentiert. Dieses Material wird anschließend kodiert (Transkripte), um auf diese Weise die Grundlage für systematische Verhaltensbeobachtungen durch geschulte Beobachter zu bieten.

Zu den strukturanalytischen Verfahren gehören u. a. Fragebogen, Ratingbogen oder Adjektivlisten, die den derzeitigen Zustand eines Teams widerspiegeln. Fragebogen gehören aufgrund ihrer häufigen Anwendung in der Praxis zu den populärsten Verfahren. Es werden Wahrnehmungen der Teammitglieder sowie ihre Verhaltensdispositionen in Bezug auf Lernen, Denken, Problemlösen und Werten abgefragt. Im Gegensatz zu den prozessanalytischen Verfahren basieren die Erkenntnisse der strukturanalytischen Verfahren auf den subjektiven Wahrnehmungen der befragten Teammitglieder. Zu den strukturanalytischen Fragebogeninstrumenten gehören:

Der Einsatz von prozess- und strukturanalytischen Verfahren ist mit bestimmten Vor- und Nachteilen verbunden, die im Folgenden abgebildet werden:

Bildstein von Smiss (Garda)

Der Bildstein von Smiss im Kirchspiel Garda (Smiss I genannt) auf der schwedischen Insel Gotland ist ein in die 200 Jahre währende, mittlere Periode der drei Bildsteinepochen fallendes Exemplar, deren Hauptmerkmal die Verwendung von Tiermotiven ist.

Zwischen 500 und 700 n. Chr

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. entstand auf Gotland der erste, gegenständliche Elemente verwendende Bildsteinstil, mit Steinen vom so genannten Typ 2. Die Zeichnungen wurden nicht mehr ausschließlich geometrisch, wie vorher, nicht völlig bildhaft wie nachher, und nicht flächig angelegt

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, sondern als Umrisslinien geritzt. Einige Steine sind beidseitig identisch geritzt.

Die Steine der Epoche sind allgemein klein und werden deshalb auch Zwergsteine genannt – der als Smiss I bezeichnete hat 73 cm Höhe. Dominierendes Motiv ist ein entenähnlicher Vogel und ein stark schematisiert gezeichnetes Boot mit einer vertikal gestellten Axt

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, die von ihrer Position her auch als axtförmiges Segel beschrieben wird. Der Rand ist mit einem so genannten „winkelgebrochenem Muster“ versehen. Ein völlig gleichartiger jedoch nur 55 cm hoher Stein (Broa VII) stammt aus dem Kirchspiel Halla. Die Steine stehen heute in Gotlands Fornsal in Visby.

Wikifood

WikiFood.eu ist ein nicht-kommerzielles Internetportal zur Veröffentlichung der Inhaltsstofflisten von Nahrungsmittelprodukten. WikiFood ist eine Initiative des öffentlichen Luxemburgischen Forschungsinstitut „Centre de Recherche Public Henri Tudor“. Finanziert wird WikiFood.eu mit Mitteln des Luxemburger Forschungsfonds „Fonds National de la Recherche“ (FNR) im Rahmen des im Luxemburger Forschungsprogramm zur Nahrungsmittelsicherheit (Sécurité alimentaire) geförderten MENSSANA-Projektes (Mobile Expert and Networking System for Systematical Analysis of Nutrition-based Allergies).

Ziel des WikiFood.eu Portals ist es, herstellerübergreifende Informationen zu Nahrungsmittelprodukten und den darin verwendeten Inhaltsstoffen via Internet an interessierte Personen weiterzugeben. Als Zielgruppe werden von den Betreibern u. a Nahrungsmittelallergiker und Personen mit Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel genannt. Das Portal ist in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch erstellt worden. Der WikiFood-Idee liegt zugrunde, dass es zwar eine EU-weite Deklarationspflicht von Nahrungsmittelzutaten gibt, eine elektronische Weitergabe solcher Zutatenlisten an den Endverbraucher etwa durch Veröffentlichung in einer entsprechenden Datenbank jedoch (bislang) nicht vorgeschrieben ist.

WikiFood ermöglicht es zum einen registrierten Personen Inhaltsstofflisten und Warnhinweise von der Produktverpackung abzutippen und damit anderen Personen zur Verfügung zu stellen. Fotos der Packung und der gedruckten Inhaltsstofflisten sollen es den Benutzern ermöglichen die Einträge zu kontrollieren und gegebenenfalls zu verbessern. Ferner wird es Herstellern von Nahrungsmitteln ermöglicht, Inhaltsstofflisten ihrer Produkte in elektronischer Form an WikiFood zu senden und gebührenfrei zu veröffentlichen.

Am 15. September 2006 wurde die WikiFood.de anlässlich des Deutschen Allergie Kongresses des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (ÄdA) offiziell für die Allgemeinheit freigeschaltet. Weitere medizinische und wissenschaftliche Partner sind das „Centre Hospitalier de Luxembourg“ und das „Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie“ (IMSIE) der Universität Köln. Derzeit sind Informationen zu etwa 12.500 Lebensmittel verfügbar und ca. 1000 Freiwillige registriert. Mittlerweile wurde WikiFood.eu mehrere Male überarbeitet und durch ein eigenes Forum ergänzt. Schwerpunkt des Forums ist die Diskussion lebensmittelbedingter Erkrankungen und der Austausch individueller Erfahrungen von Betroffenen.

Ein Kritikpunkt an WikiFood ist, dass es sich um kein Wiki im ursprünglichen Sinn handelt, da nur registrierte Nutzer die Inhalte editieren dürfen. Ferner ist es selbst registrierten Nutzern nicht gestattet Inhalte zu verändern, die von Herstellern direkt eingepflegt wurden. Die Betreiber begründen diese Vorgehensweise damit, dass es so leichter möglich sei eine hohe Datenqualität zu gewährleisten. Die Betreiber von WikiFood.eu weisen an unterschiedlichen Stellen darauf hin, dass sie keine Garantie für die Richtigkeit aller dort veröffentlichten Daten geben können mcm taschen sale. Am Anfang wurde deshalb nur registrierten Nutzern die Möglichkeit eingeräumt die Datenbank zu durchsuchen. Die herbe Kritik an dieser Vorgehensweise hat dazu geführt

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, das die WikiFood-Datenbank seit November 2006 auch von unregistrierten Besuchern durchsucht werden kann.

Über den WikiFood-Ansatz und die Notwendigkeit zur Weitergabe von elektronischen Nahrungsmittel-Inhaltsstofflisten an Konsumenten und Nahrungsmittelallergiker wurde 2008 im Rahmen des 27. EAACI-Kongresses der „European Academy of Allergology and Clinical Immunology“ in Barcelona, Spanien sowie auf dem 10

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. Internationalen Nahrungsmittelallergie-Symposium in Parma, Italien wissenschaftlich diskutiert:

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