Wabanaki-Konföderation

Die Wabanaki-Konföderation oder Wabanaki (auch Wabenaki, Wobanaki; englisch: dawn land people; deutsch: Leute des Landes der Morgenröte/-dämmerung, d. h. Volk, das im Osten lebt) bezeichnet eine politisch-militärische Allianz in Nordamerika von fünf kulturell und sprachlich verwandten Algonkin-Stämmen gegen die militärisch expansive Irokesen-Liga, die vom 17. Jahrhundert bis zum Jahr 1862 bestand.
Die Stämme behielten ihre eigene politische Führung, kamen jedoch zusammen, um gemeinsam über Diplomatie, Krieg und Handel zu entscheiden. Die Wabanaki-Konföderation wurde offiziell 1862 aufgelöst, aber die fünf Stämme blieben enge Verbündete, und die Konföderation lebt in der Form einer politischen Allianz zwischen diesen historisch befreundeten Nationen bis heute weiter.

Die folgenden fünf Stämme gehörten offiziell zur Wabanaki-Konföderation:
Enge Verbündete der Wabanaki-Konföderation waren die Innu (auch Montagnais), Algonquin sowie die Irokesisch-sprachigen Wyandot (bis 1650/1700 als Huronen – Tionontati/Petun bekannt).
Die Bezeichnung Abenaki (oder Abnaki) wird oft fälschlich synonym für Wabanaki gebraucht – jedoch waren die Abenaki nur ein Mitglied der Konföderation. Zudem kann oft nicht zwischen der Konföderation und den einzelnen Mitgliedern dieser unterschieden werden, da die Stämme sich je nach Dialekt oft als Wabanaki (Wabenaki, Wobanaki, Wobenaki, Wapanahki) bezeichneten, um besonders gegenüber Fremden ihre politische und kulturelle Verwandtschaft zu betonen. Wegen des inkorrekten Gebrauchs des Wortes Abenaki für Wabanaki wurden alle Abenaki zusammen mit den Penobscot oft Westliche Wabanaki genannt, während man die Mi’kmaq, Maliseet und Passamaquoddy als Östliche Wabanaki bezeichnete.
Die Wabanaki-Konföderation wurde von den verschiedenen Mitgliedern der Konföderation folgendermaßen genannt:
Benachbarte und oft verbündete Algonkin-Völker bezeichneten die Konföderation folgendermaßen:
Ihr Stammesgebiet nannten die verbündeten Stämme sowie viele benachbarte Algonkin-Stämme Wabanaki (Land der Morgenröte/-dämmerung, d. h. Land im Osten); es umfasste Gebiete des historischen Akadien (die heutigen kanadischen Seeprovinzen Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island, den Süden der Gaspésie-Halbinsel sowie Québec südlich des Sankt-Lorenz-Stroms) in Kanada und Teile Neuenglands (die heutigen US-Bundesstaaten Maine, New Hampshire, Vermont und Massachusetts) im Nordosten der Vereinigten Staaten.
Die Karten zeigen die ungefähre Lage der Mitglieder der Wabanaki-Konföderation (von Norden nach Süden):
Mi’kmaq
Maliseet und Passamaquoddy
Östliche Abenaki (Penobscot, Kennebec, Arosaguntacook, Pigwacket)
Westliche Abenaki (Arsigantegok, Missisquoi, Cowasuck, Sokoki, Pennacook)
Die Wabanaki-Konföderation war ein treuer Bündnispartner der Franzosen in einer Serie von Kolonialkriegen zwischen 1688 und 1759 im Kampf gegen die Briten um Akadien. Als die Franzosen gegen die Briten dann den Krieg verloren und die Kontrolle an diese abtreten mussten, drangen immer mehr englische Siedler in die Gebiete der Wabanaki-Konföderation vor. Hierauf schlossen sie sich im sogenannten Pontiac-Aufstand mit anderen Stämmen zusammen, um gegen die Briten ein eigenes Indianergebiet zu erstreiten. Nach ihrer Niederlage schlossen sich die Mitglieder im heraufziehenden Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nun ihren einstigen Feinden an, um gegen die Amerikaner zu kämpfen.

Melba Montgomery

Melba Montgomery (* 14. Oktober 1938 als Melba Joyce Montgomery in Iron City, Tennessee) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin, die in den 1960er Jahren durch ihre Duetts mit George Jones bekannt wurde.

Melba Montgomery wuchs im ländlichen Tennessee auf. Sie begann ihre musikalische Laufbahn als Sängerin im Kirchenchor. Bei einem Talentwettbewerb wurde 1958 Roy Acuff auf sie aufmerksam und bot ihr eine Stelle in seiner Begleitband an. Sie blieb vier Jahre beim „King of Country Music“. In dieser Zeit begleitete sie ihn auf mehreren internationalen Tourneen und bei unzähligen Auftritten in der Grand Ole Opry. Beim kleinen Nugget-Label nahm sie zwei Singles auf, die jedoch nicht allzu erfolgreich waren.
1962 trennte sie sich von Acuff und unterschrieb einen Schallplattenvertrag beim Capitol-Label. Hier begann sie eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit George Jones. 1963 nahmen sie mit ihm ihren selbstkomponierten Song We Must Have Been Out Of Our Minds auf und erreichte damit Platz drei der Country-Charts. Ihr Solo-Aufnahmen, Hall Of Shame und The Greatest One of All waren nicht ganz so erfolgreich. Auch die folgenden Duette mit Jones schafften es nur selten in die Top-20.
1965 gründete der Chef von United Artists Records (ein Tochterunternehmen des Filmstudios United Artists), Pappy Daily, sein eigenes Label, Musicor, und übernahm Jones und Montgomery. Zunächst spielte sie mit dem Pop-Sänger Gene Pitney ein Album ein, aus dem die Single Baby Ain’t That Fine ausgekoppelt wurde, die Platz 15 erreichte. Anschließend wurden erneut Schallplatten mit Jones veröffentlicht.
1969 wechselte sie zum Capitol-Label, wo sie mit Charlie Louvin (von den Louvin Brothers) ein Duo bildete, das bis 1973 zusammenblieb. Ihr erfolgreichster Song war Something To Brag About, der es bis in die Top-20 schaffte. Ihre eigenen Produktionen verkauften sich weiterhin nicht sonderlich gut. Erst nach einem Wechsel zum Elektra-Label 1974 gelang ihr mit der aus dem gleichnamigen Album ausgekoppelten Single No Charge der Durchbruch als Solistin. Der Song erreicht Platz 1 der Country-Charts und platzierte sich auch in der Pop-Hitparade.
Dieser Erfolg konnte jedoch nicht mehr wiederholt werden. Sie kehrte noch einmal zu United Artists zurück und stand gelegentlich mit George Jones auf der Bühne. Danach verloren die großen Schallplattenfirmen das Interesse an ihr. Bei kleineren Labels veröffentlichte sie noch einige Alben, konnte sich aber nicht mehr in den Charts platzieren. Sie hatte aber weiterhin Auftritte und komponierte Songs.

Gustav Heckenast

Gustav (Gusztáv) Heckenast (* 2. September 1811 in Kaschau, slowakisch Košice; † 12. April 1878 in Preßburg / Bratislava) war ein ungarischer Buchhändler, Verleger und Drucker.
Der Sohn eines Landpastors sollte ursprünglich den Apothekerberuf erlernen, wechselte jedoch bald in den Buchhandel. Als Schwager Otto Wigands übernahm er 1834 dessen Verlag in Pest, heute Budapest. Wigand war im Vorjahr nach Leipzig geflohen, um einer Verurteilung wegen „Verbreitung anti-österreichischer Schriften“ zu entgehen. 1840 begann eine Zusammenarbeit mit Ludwig Landerer, nach dem Tod seines Geschäftspartners führte Heckenast die Druckerei in Übereinstimmung mit den Erben alleine und übernahm 1863 das Unternehmen ganz.
Heckenast verlegte unter anderem Werke von Betty Paoli, Miklós Jósika, Salomon Hermann Mosenthal und Johann Nepomuk Vogl. Während der ungarischen Revolution von 1848 gab er das Gedicht „Nationallied“ von Sándor Petőfi und „Die zwölf Punkte“, die Forderungen der Revolution, heraus. Im selben Jahr übergab er die Pester Buchhandlung und Druckerei an Carl Edelmann um sich ausschließlich dem Verlag zu widmen. Ab 1841 war er Verleger von Adalbert Stifter und ab 1870 von Peter Rosegger. Mit beiden pflegte er umfangreichen Briefkontakt. Im Jahr 1873 zog er sich aus dem Verlagswesen zurück und übersiedelte nach Preßburg, wo er 1878 starb.

Asa Wright Nature Centre

Das Asa Wright Nature Centre ist eine Kombination aus Forschungsstation und Resort im Tal von Arima in Trinidad und Tobago. Benannt ist das Zentrum nach Asa Wright, einer ehemaligen Eigentümerin des Geländes.

Das Gelände des AWNC war früher eine Plantage namens Spring Hill Plantation. 1936 befand sie sich auf Grund von Steuerschulden des Voreigentümers im Eigentum der Kolonialmacht Großbritannien, als sie vom US-amerikanischen Ehepaar Joseph und Helen Bruce-Holmes erworben wurde. Das Paar nahm einige Renovierungsarbeiten vor, kehrte aber nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA zurück und verkaufte das Gelände schließlich 1949 an das britisch-isländische Ehepaar Newcombe und Asa Wright. Etwa zur gleichen Zeit erwarb der US-amerikanische Biologe Charles William Beebe die angrenzende Plantage Verdant Vale, da seine ursprüngliche Forschungsstation auf den Bermudas im Zweiten Weltkrieg in einen Luftwaffenstützpunkt umgewandelt worden war. Beebe benannte die Plantage in Simla um, ein alter Name der indischen Stadt Shimla. Die beiden benachbarten Plantage dienten ursprünglich dem Kakaoanbau, verfügten jedoch über große Flächen unberührten Regenwaldes.
In den 50ern und 60ern waren viele bekannte Ornithologen bei den Wrights zu Gast, u. a. David und Barbara Snow. Das Anwesen war eine gute Basis für Vogelbeobachtungen von z. B. dem seltenen Fettschwalm in der nahegelegenen Dunston-Höhle sowie unzähligen Kolibri- und Schnurrvögel-Arten.
1962 starb William Beebe, 1967 Newcombe Wright. Nachfolgend wurde der Privatbesitz durch Initiative einiger Ornithologen (u. a. Don Richard Eckelberry (1921–2001) und Erma Fisk) in eine gemeinnützige Stiftung überführt und das Gelände in Asa Wright Nature Centre umbenannt. Stiftungszweck war eine Bewahrung des AWNC als öffentliches Naherholungsgebiet, ornithologisches Studienzentrum und Zentrum für die Bewahrung von Flora und Fauna im Arima Valley. Asa Wright wohnte weiterhin auf der Plantage, starb aber 1971. 1974 wurde die Nachbarplantage Simla in die Stiftung überführt. 2001 wurde das angrenzende Rapsey Estate angekauft. Damit hat das AWNC mittlerweile eine Ausdehnung von über 500 Hektar.
Das AWNC liegt auf etwa 370 Höhenmetern innerhalb der Northern Range und ist von dichtem Bergnebelwald umgeben. Flora und Fauna sind vielfältig. So wurden auf dem Gelände 97 Säugetierarten gezählt, 400 Vogel-, 55 Reptilien-, 25 Amphibien- und 617 Schmetterlingsarten sowie 2200 verschiedene Blumen. Diese Biodiversität ist einzigartig in der Karibik. In Sichtweite des Haupthauses sind Futterplätze mit Obst und Brot für Vögel aufgestellt, die morgens auch von Fledermäusen genutzt werden. Herunterfallende Brocken werden von Goldtejus und Goldagutis erbeutet. Ergänzt werden die Futterplätze durch Nektarspender, die Kolibris anlocken. Botanische Lehrpfade führen durch das weitläufige Gelände, geführte Wanderungen werden für tagsüber und nachts angeboten. Im Haupthaus finden Filmvorführungen und Vorträge statt, dort gibt es außerdem eine umfangreiche Bibliothek. Besucher können in Bungalows übernachten.
Zurzeit (Stand: Mai 2013) laufen fünf Programme:
10.717876-61.298475Koordinaten: 10° 43′ 4,4″ N, 61° 17′ 54,5″ W

Anthrachinon-Verfahren

Das Anthrachinon-Verfahren ist eine auf das AO-Verfahren der I.G. Farben zurückgehende Methode zur Herstellung von Wasserstoffperoxid.
Im Prinzip basiert die technische Herstellung mittels dieses Verfahrens ebenso auf der Reduktion von Sauerstoff, wie bei der direkten Synthese aus den Elementen. Statt des Wasserstoffs selbst wird jedoch ein 2-Alkyl-Anthrahydrochinon, das zuvor aus dem entsprechenden 2-Alkyl-Anthrachinon durch katalytische Hydrierung mit Palladium hergestellt wurde, verwendet, welches mit Sauerstoff in der organischen Phase unter Rückbildung des Anthrachinons zu Wasserstoffperoxid reagiert. Als Alkylgruppen (R-) werden unter anderem Ethyl und tert-Butyl verwendet.
Das Wasserstoffperoxid wird anschließend mit Wasser extrahiert und durch fraktionierte Destillation vom Wasser getrennt. Das Wasserstoffperoxid reichert sich dadurch im Rückstand an. Da im letzten Schritt erneut Anthrachinon gebildet wird, wird dieses nicht verbraucht und wirkt daher katalytisch. Die Bruttoreaktion lautet demnach:
Durch die Verwendung von Ozon statt Sauerstoff kann man mit diesem Verfahren auch Dihydrogentrioxid herstellen.

Fantasy (Band)

Fantasy ist ein deutsches Schlager-Duo aus Nordrhein-Westfalen.

In den 1990er Jahren beschloss der gelernte Konstruktionsmechaniker Martin Hein, Schlagersänger zu werden. Fünf Jahre trat er unter dem Namen Martin Marcell alleine auf und arbeitete nebenher als Kellner. Dann lernte er etwa 1993 Fredi Malinowski alias Freddy März kennen, der mit dem gleichen Management und den gleichen Produzenten an seinem Solo-Projekt arbeitete.
Bei Auftritten, für die sie beide als Solokünstler engagiert worden waren, sangen sie immer wieder gemeinsam Lieder und wurden immer öfter zusammen gebucht. Im Sommer 1997 traten sie zusammen bei einer Künstlergala auf und veröffentlichten als Schlagerduo unter dem Namen Fantasy wenig später ihre Debütsingle Herz gesucht. Obwohl sie mit Liedern wie Geh mit ihm, Hallelujah und Alle wissen es schon Bekanntheit erlangten, blieb der große Durchbruch aus und ihre ersten beiden Alben Mein schönstes Geschenk (2002) und Alle wissen es schon (2006), beide beim Label Radiola Records der Sängerin Denise erschienen, fanden nur wenig Beachtung. Erst als sie in der zweiten Hälfte der 2000er mehrfach von Andrea Berg für das Vorprogramm ihrer Tourneen engagiert wurden, stellte sich durch die neu gewonnene Bekanntheit der Erfolg ein. Dazu übernahm Bergs Ehemann Uli Ferber ihr Management und sorgte für einen Labelwechsel. Die Alben Land in Sicht (2009) und König in der Nacht (2010) wurden von Ariola veröffentlicht und konnten sich in die deutschen und österreichischen Charts platzieren und ihr Best-of-Album 10 Jahre nach ihrer Debütveröffentlichung brachte sie 2012 bis in die Top 20 der Charts und brachte ihnen in Deutschland eine Platinschallplatte und in Österreich Gold ein. Außerdem wurden sie bei der Echoverleihung 2013 für eine Auszeichnung in der Schlager-Kategorie nominiert.
Ihr fünftes Studioalbum Endstation Sehnsucht kam in Deutschland und Österreich in die Top 10 der Charts und brachte erstmals auch eine Platzierung in der Schweiz. Zu Doppelgold kam eine zweite Echo-Nominierung. Vom 26. November 2013 bis 24. Januar 2014 bestritten Fantasy ihre erste eigene Tournee mit über 15.000 Zuschauern bei 17 Auftritten. 2014 veröffentlichte das Schlagerduo anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien die Single R. I. O. – Es geht nach Rio de Janeiro. Mit dem Album Eine Nacht im Paradies erreichten sie im Mai 2014 erstmals Platz eins der deutschen und der österreichischen Charts und erneut Gold-Status in beiden Ländern.
Zwei Jahre später veröffentlichte das Duo sein siebtes Studioalbum Freudensprünge. Erstmals arbeiteten sie dabei mit Dieter Bohlen als Produzent zusammen. Auch mit diesem Album erreichten die beiden Platz eins in Deutschland und Österreich. In der Schweiz wurde Freudensprünge auf Platz 3 als Bestplatzierung notiert.
Manager des Duos ist Andreas Ferber, der Stiefsohn von Andrea Berg. Langjähriger Produzent der beiden war Michael Dorth. Martin Marcell und Freddy März schreiben ihre Lieder zum größten Teil selbst. Mit über 200 Auftritten pro Jahr gehören Fantasy zu den am häufigsten gebuchten Schlagerinterpreten.

Elio de Angelis

Elio de Angelis (* 26. März 1958 in Rom; † 15. Mai 1986 in Marseille) war ein italienischer Automobilrennfahrer. In der Formel 1 startete er für Shadow, Lotus und Brabham. De Angelis bestritt zwischen 1979 und 1986 insgesamt 108 Rennen und gewann zwei Grand Prix.

Mit 14 Jahren begann de Angelis mit dem Kartsport, 1975 belegte er Platz zwei bei der Kart-Weltmeisterschaft hinter dem Belgier François Goldstein. 1976 gewann er die Kart-Europameisterschaft.
1977 stieg de Angelis im Alter von 19 Jahren mit einem Chevron-Toyota in die italienische Formel-3-Meisterschaft ein. Bereits das dritte Rennen gewann er, am Saisonende wurde er Meister. Außerdem bestritt er drei Rennen der Formel-2-Europameisterschaft für die Scuderia Everest von Giancarlo Minardi. 1978 begann er zunächst die Formel-2-Europameisterschaft bei der Scuderia Everest, stieg aber nach dem sechsten Rennen aufgrund der technischen Unterlegenheit seines Teams aus. Er kehrte zurück in die Formel 3, wo er das prestigeträchtige Formel-3-Rennen von Monaco gewann.
Nachdem er bereits im September 1978 Testfahrten für das Formel-1-Team Shadow bestritten hatte, bekam de Angelis einen Vertrag bei Shadow für die Saison 1979. Finanziert wurde dieser Platz von seinem Vater, was ihm zunächst den Ruf eines Paydrivers einbrachte. Sein einziges Resultat in den Punkterängen war der vierte Platz beim letzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA Ost in Watkins Glen.
Dank seiner guten Leistungen mit dem unterlegenen Wagen in der Saison 1979 bot ihm Colin Chapman einen Vertrag beim Team Lotus für die Saison 1980 an. Das beste Resultat in seiner ersten Saison bei Lotus war der zweite Platz beim Großen Preis von Brasilien. Die Weltmeisterschaft schloss er mit 13 Punkten als Siebter ab. 1981 fuhr de Angelis auf Platz acht in der Fahrerweltmeisterschaft mit 14 Punkten. 1982 gewann er in Österreich mit einem Vorsprung von 0,05 Sekunden auf Keke Rosberg seinen ersten Grand Prix. Mit 23 Punkten wurde er in der Weltmeisterschaft Neunter.
In der darauf folgenden Saison 1983 hatte der Lotus zu viele Defekte, deshalb erzielte er mit einem fünften Platz beim Großen Preis von Italien nur zwei Weltmeisterschaftspunkte. 1984 wurde de Angelis Dritter in der Weltmeisterschaft mit 34 Punkten. Obwohl ihm kein Sieg gelang, war das die beste Formel-1-Saison in seiner Karriere. 1985 gewann de Angelis sein zweites und letztes Rennen, den Großen Preis von San Marino. Mit 33 Punkten wurde er Fünfter in der Weltmeisterschaft.
1986 bekam de Angelis einen Vertrag von Bernie Ecclestone bei Brabham. Der sehr flach gebaute Brabham BT55 erwies sich als ein problematisches Auto. Der Große Preis von Monaco war de Angelis’ letztes Formel-1-Rennen.
Elio de Angelis verunglückte am 15. Mai 1986 bei Testfahrten für das Brabham-Team in Le Castellet. Als Unfallursache wird ein Bruch des Heckflügels bei einer Geschwindigkeit von rund 300 km/h in der S-Kurve „La Verrière“ vermutet. Eine offizielle Bestätigung der Ursache gab es jedoch nie. Nach mehreren Überschlägen und einem Kontakt mit der Leitplanke blieb das Auto kopfüber liegen. Als Alan Jones an der Unfallstelle anhielt, brannte der Wagen bereits. Die schlecht ausgerüsteten Marshalls waren nicht in der Lage, das Feuer schnell zu löschen. So dauerte es mehrere Minuten, bis der Wagen umgedreht werden konnte und die Löschfahrzeuge an der Unfallstelle eintrafen. De Angelis soll nicht schwer verletzt gewesen sein, lediglich ein Schlüsselbeinbruch wurde festgestellt. Da bei den Testfahrten kein Rettungshubschrauber an der Strecke zur Verfügung stand, verging viel Zeit, bis de Angelis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er starb dort an Erstickung.
1964: Giacomo Russo | 1965: Andrea de Adamich | 1966: Ernesto Brambilla | 1968: Franco Bernabei | 1969: Gianluigi Picchi | 1970: Giovanni Salvati | 1971: Giancarlo Naddeo | 1972: Vittorio Brambilla | 1973: Carlo Giorgio | 1974: Alberto Colombo | 1975: Luciano Pavesi | 1976: Riccardo Patrese | 1977: Elio de Angelis | 1978: Siegfried Stohr | 1979: Piercarlo Ghinzani | 1980: Guido Pardini | 1981: Eddy Bianchi | 1982: Enzo Coloni | 1983: Ivan Capelli | 1984: Alessandro Santin | 1985: Franco Forini | 1986: Nicola Larini | 1987: Enrico Bertaggia | 1988: Emanuele Naspetti | 1989: Gianni Morbidelli | 1990: Roberto Colciago | 1991: Giambattista Busi | 1992: Max Angelelli | 1993: Christian Pescatori | 1994: Giancarlo Fisichella | 1995: Luca Rangoni | 1996: Andrea Boldrini | 1997: Oliver Martini | 1998: Donny Crevels | 1999: Peter Sundberg | 2000: Davide Uboldi | 2001: Lorenzo Del Gallo | 2002: Miloš Pavlović | 2003: Fausto Ippoliti | 2004: Matteo Cressoni | 2005: Luigi Ferrara | 2006: Mauro Massironi | 2007: Paolo Maria Nocera | 2008: Mirko Bortolotti | 2009: Daniel Zampieri | 2010: César Ramos | 2011: Sergio Campana | 2012: Riccardo Agostini

Ebony Tears

Ebony Tears (engl. ‚Ebenholztränen‘) war eine Death-Metal-Formation aus Schweden.

Ab 1992 spielten Johnny Wranning (Gesang) und Conny Jonsson (Gitarre) zusammen in der Gruppe Memorium (aus Norrtälje, nicht zu verwechseln mit Memorium aus Horred). 1992 und 1993 wurden zwei Demos aufgenommen, die Gruppe konnte jedoch nie einen Plattenvertrag erreichen. Anschließend wechselte Wranning zu Miscreant, die 1995 eine CD für Wrong Again Records herausbrachten. Jonsson versuchte zu dieser Zeit sein Glück als Gitarrist in Los Angeles.
Schließlich trafen sich die beiden 1996 in Stockholm wieder und beschlossen Ebony Tears zu gründen. Iman Zolgharnian stieg als Schlagzeuger ein, Bassist wurde Thoms Thun. Mit dieser Besetzung wurde 1996 ein selbstbetiteltes Demo aufgenommen. Die Band unterschrieb bei Black Sun Records und veröffentlichte 1998 das Debütalbum Tortura insomniae. Thomas Thun und Iman Zolgharnian stiegen aus. Wranning und Jonsson kümmerten sich daher um ihr Projekt Dog Faced Gods, das im Gegensatz zu Ebony Tears eher auf Härte und Schnelligkeit setzte.
1999 nahmen Ebony Tears mit Richard Evensand (Schlagzeug) und Peter Kahm (Bass) von Dog Faced Gods das Album A Handful of Nothing auf.
2001 erschien das letzte Album Evil as Hell. Anschließend ging die Gruppe komplett in Dog Daced Gods auf.
Ebony Tears haben mit vielen verschiedenen Stilen experimentiert, wobei die Wurzeln des Death Metal stets beachtet wurden. Das Album Tortura insomniae nähert sich musikalisch der New Wave of Swedish Death Metal (NWoSDM) an, während andere Alben an eine Death-Metal-Version der Musik von Iron Maiden erinnern. A Handful of Nothing enthielt mehr Thrash-Metal-Elemente als der Vorgänger und war etwas härter. Sehr oft kommen auch melodische Lieder vor, welche von Violinen unterstützt werden und nicht selten von Folk Metal inspiriert wurden. Azf dem Album Evil as Hell wurde der Stil der Band schneller, härter und brutaler und verzichtete auf viele Einflüsse der NWoSDM.

Station d’Épuration des eaux usées d’Aire

Die Station d’Épuration des eaux usées d’Aire ist die Grosskläranlage des Kantons Genf. Sie wurde vom Architekten Georges Brera 1964-67 geplant und erbaut.

Für die damals neue Bauaufgabe mussten formal angemessene Lösungen erst gefunden werden, für eine Anlage, in der Abwässer, die in einem Pumpwerk gesammelt wurden und dann auf verschiedene Bereiche eines Industriekomplexes verteilt wurden, gab es noch keine allgemeingültigen, ikonografischen Beispiele.
Brera passt den grössten Teil der Anlage in die Landschaft auf der weiten Rhoneschleife ein, entlang dessen Ufer nun ein Fussweg führt, die eigentlichen Klärbecken mit den Abwassersammlern und Reaktoren werden auf einem grossen Rechteck funktionell angeordnet, nur das Dienstgebäude in der Achse der Zufahrt selbst gestalten sie als Landmarke über dem Fluss.
Die Formensprache des Pumpwerks und des Dienstgebäudes hat viele Ähnlichkeiten mit Bauten Le Corbusiers aus dieser Epoche: Die pilotis (das Haus auf Stützen), die brises-soleil, die als Sonnenschutz die Fassade plastisch durchformen, die skulpturalen Aufbauten der Dachlandschaft und der Sichtbeton verweisen auf das Vorbild.
Grosse Industrie- und Versorgungsanlagen wurden (und werden) selten als landschaftsbildende Elemente gestaltet. Insofern steht die Kläranlage in gewisser Weise in der Tradition der Revolutionsarchitekturen Ledoux, aber auch der utopischen Zukunftsvisionen etwa eines Tony Garnier. Aktuelle Beispiele, solche grossen Baumassen als skulpturale Elemente der Landschaft zu begreifen, lassen sich etwa in den Braun-Werken in Melsungen von Michael Wilford und James Stirling finden.
46.1969444444446.0883333333333370Koordinaten: 46° 11′ 49″ N, 6° 5′ 18″ O; CH1903: 495768 / 117064

Enniger

51.8308333333337.948888888888976Koordinaten: 51° 49′ 51″ N, 7° 56′ 56″ O
Enniger ist ein Ortsteil der Stadt Ennigerloh – einer kreisangehörigen Stadt im Kreis Warendorf im Münsterland mit etwa 3.500 Einwohnern. Nachbargemeinden und -städte sind im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend: Warendorf, Beelen, Oelde, Beckum, Ahlen und Sendenhorst.

Enniger liegt im östlichen Münsterland in der Mitte der Westfälischen Bucht.
Im Nordwesten grenzt die Gemeinde Hoetmar, welche zur Stadt Warendorf gehört, an Enniger. Im Osten von Enniger befindet sich die Stadt Ennigerloh. Den nächsten Bahnhof für Personenverkehr findet man in dem von Enniger südöstlich gelegenen Beckumer Stadtteil Neubeckum. In Beckum findet man zusätzlich noch eine Auffahrt zur Bundesautobahn A2. Genau im Süden befindet sich die zur Stadt Ahlen gehörende Gemeinde Vorhelm. In westlicher Richtung von Enniger gelangt man über Tönnishäuschen (Vorhelm) nach Sendenhorst.
Bauerschaften von Enniger (im Uhrzeigersinn)
Mit großer Wahrscheinlichkeit bestand bereits im 9. Jahrhundert der Hof Enniger. Erster dokumentierter Lehnsherr von Haus Enniger war Bertoldus de Ennigger (Westf. Urkundenbuch Nr. 43, Anno 1206-1207). Weitere Nachfolger waren um 1366 Johann von Walegarden und um 1443 Henrik von Horstel, dessen Tochter 1430 Rötger von Voß, Burggraf zu Telgte, heiratete. In der Mitte des 17. Jahrhunderts heiratet Freiherr von Leutersamb Sybille v. Voß und wurde so Inhaber des Hofes. Nach Ableben von Freiherr von Leutersamb sowie des letzten Vasall Adrian von Voß im Jahre 1678 fällt das Lehen von Haus Enniger an das Stift St. Mauritz zurück. Dies bedeutete das Ende des Lehnsherren von Haus Enniger.
In den Jahren 1687 bis 1840 war Haus Enniger an die Familie Casparius Heese und Nachfahren verpachtet. Im Jahre 1840 kauften Heinrich Ostermann aus Beckum und Ignatz Bisping aus Vorhelm den Besitz. Er diente den Eheleuten Heinrich Ostermann und Elisabeth Bisping sowie den heutigen Nachfahren Koch-Haverkamp als neue Heimat. In den letzten Jahren wurde Haus Enniger von der Familie Koch-Haverkamp renoviert und erstrahlt seitdem im neuen Glanz am östlichen Rand der St.-Mauritius-Kirche.
Die Rückämper Kapelle wurde in den Jahren 1685 bis 1687 von Rückämper Bauern zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit errichtet. Sie liegt ca. 2 Kilometer nördlich von Enniger an der heutigen Straße nach Buddenbaum.
In der Zeit vom 18. Juli 1794 bis 1802 fanden 8 französische Priester und ein Theologe, die während der französischen Revolution emigrierten, eine neue Heimat in Enniger. Sie nutzten die Rückämper Kapelle für die Feiern der heiligen Messe.
Auch Diebe machten vor der Rückämper Kapelle nicht halt und stahlen so in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 1849 die hundert Pfund schwere Glocke. Diese konnte nur in Stücken wiedergefunden werden, welches nur durch Gießen einer neuen, 20 Pfund schweren Kapellenglocke behoben werden konnte. Mehr Glück hatte man im Februar des Jahres 1974, als eine aus Eichenholz geschnitzte Pietà gestohlen wurde. Der Dieb konnte überführt werden und so gelangte die Pietà zurück nach Enniger.
Im Jahre 1956 erfolgte eine Renovierung durch den Heimatverein Enniger, incl. Verrückung um 2 Meter nach Osten. 2003 wurde die komplette Westfront incl. Fachwerk erneuert und die Kapelle wurde auf ein neues Fundament gestellt.
Teile der Kirche St. Mauritius in Enniger stammen aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts. Hierbei handelt es sich um einen massiven romanischen Wehrturm, der im Laufe der Zeit durch Änderungen in eine Kirche überführt wurde. Durch seine ehemalige Verwendung als Wehrturm besitzt er keine Portale, sondern lediglich schmale Fensterschlitze. An diesen Wehrturm wurde damals eine kleine romanische Kirche angebaut.
Der Enniger Markt ist eine volksfestähnliche Marktveranstaltung und einer der ältesten Märkte Westfalens. Der erste urkundlich erwähnte Markt fand im Jahre 1552 statt. Der Enniger Markt wird seit 1899 immer am zweiten Mittwoch im Juli veranstaltet.
Ein Wahrzeichen des Enniger Marktes ist der Ritter Voß, als Symbolfigur des Lehnsherren von Enniger, welchem eine Hälfte des Zolles (andere Hälfte dem Fürstbistum von Münster) zustand. Dieser bedankt sich für die ihm entgegengebrachte Huldigung mit einem Münsterländer Korn aus dem Tragekorb des ihn begleitenden Kiepenkerls.
Die Organisation des Enniger Marktes lag bis zur kommunalen Neuordnung bei der damaligen Gemeindeverwaltung. Heute wird diese Organisation durch den Marktausschuss, der dem Heimatverein Enniger angeschlossen ist, wahrgenommen.
Der SuS Enniger hat seinen Sportplatz (Naturrasen) am Börgerskamp. Ein Kunstrasenplatz befindet sich an der Hauptstraße /Ecke Vorhelmer Straße. Außerdem arrangiert der Verein mit der TWV Spielgemeinschaften in der C-, B- und A-Jugend.
Enniger | Ennigerloh | Ostenfelde | Westkirchen

kelme paul frank outlet new balance outlet bogner outlet le coq sportif outlet bogner jeans