Mr. Hankey, der Weihnachtskot

  Hauptartikel: Synchronisation von South Park

Mr. Hankey, der Weihnachtskot (engl

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. Originaltitel: Mr. Hankey, the Christmas Poo) ist die neunte Folge der ersten Staffel der US-amerikanischen Zeichentrickserie South Park. Ihre Erstausstrahlung erfolgte am 17. Dezember 1997 auf dem Sender Comedy Central mit der Altersfreigabe TV-MA (nicht für Kinder unter 17 Jahren geeignet), die deutschsprachige Erstausstrahlung folgte am 6. November 1999 auf RTL. In der Folge fühlt sich der jüdische Kyle Broflovski an Weihnachten vom Rest seiner Heimatstadt ausgeschlossen und wird von Mr. Hankey getröstet, einem sprechenden und singenden Kot. Da jedoch niemand anderes an die Existenz Mr. Hankeys glaubt, wird Kyle von seinen Mitmenschen für psychisch krank gehalten. Währenddessen entfernen die Bürger der Stadt alle religiösen Aspekte aus South Park, um Andersgläubige nicht zu beleidigen.

John Kricfalusi, der Schöpfer der Zeichentrickserie Die Ren & Stimpy Show, beschuldigte die Autoren Trey Parker und Matt Stone nach der Ausstrahlung der Folge des Diebstahls seiner Idee zur Figur Mr. Hankey. Die Autoren bestritten dies jedoch.

Zu Beginn der Folge spielt Kyle Broflovski in einer Probe zum Krippenspiel seiner Schule Josef von Nazareth, bis seine Mutter kommt und ihn dazu zwingt aufzuhören, da ihr jüdischer Sohn nicht an einem christlichen Brauch teilnehmen solle. Sie verlangt von der Schule, dass alle religiösen Bestandteile aus der Vorführung entfernt werden, da es sonst eine Diskriminierung Andersgläubiger darstelle. Kyle schlägt vor, stattdessen den nicht-religiösen Song „Mr. Hankey, der Weihnachtskot“ über einen angeblich sprechenden und singenden Kot, der an Weihnachten erscheint, zu singen. Da niemand anderes an die Existenz eines Mr. Hankeys glaubt, reagieren seine Klassenkameraden mit Verwunderung. An dem Tag verlässt Kyle die Schule einsam, da er mit seinen Mitschülern nicht Weihnachten feiern darf.

Bürgermeisterin McDaniels beschließt aufgrund der Vorkommnisse und wegen Protesten von Eltern, dass alle religiösen Aspekte aus der Stadt entfernt werden sollen, einschließlich Abbildungen des Weihnachtsmanns, Kränze, Bäume, Sterne, Lichter, Zuckerstangen und Mistelzweige. Kyle bleibt bei seiner Behauptung, dass Mr. Hankey existiere, und schlägt vor, stattdessen diesen in die Feiern der Stadt einzubeziehen, da dieser an keine Religion gebunden ist. Dennoch glaubt ihm keiner; zu Hause wird er von seinen Eltern deswegen beschimpft. Während er am selben Abend seine Zähne putzt, kommt Mr. Hankey aus der Toilette gesprungen und zieht im Badezimmer eine Kotspur. Da die Eltern Kyle immer noch nicht glauben, wird er dafür verantwortlich gemacht. Er beschließt darauf, Mr. Hankey als Beweis seiner Existenz mit in die Schule zu nehmen. Als Cartman am nächsten Tag im Unterricht „Kyles Mom ist eine dumme Schlampe“ singt, springt Mr. Hankey auf sein Gesicht. Auch diesmal wird Kyle dafür verantwortlich gemacht, da alle glauben, er habe den Kot geworfen. Aufgrund dessen wird Kyle zum Schulpsychologen Mr. Mackey geschickt, handelt sich dort jedoch weitere Schwierigkeiten ein, da Mr. Hankey in Mr. Mackeys Kaffee springt. Weil Kyles Freunde Cartman, Stan und Kenny ihn für verrückt halten, bringen sie ihn nach der Schule in eine psychiatrische Klinik.

Wie die komplette Stadt ist nun auch das Krippenspiel der Grundschule frei von religiösen Bezügen. Statt der Vorführung der Weihnachtsgeschichte bewegen sich die Schüler zu einem Minimal-Music-Song des Komponisten Philip Glass. Erstaunt, wie schlecht das Stück sei, beginnen die Eltern im Publikum, sich gegenseitig die Schuld für das schlechte Stück zuzuweisen und sich gegenseitig zu schlagen. Als Chefkoch Stan und Cartman nach ihrem Freund Kyle fragt, erklären sie ihm, dass dieser sich angeblich Mr. Hankey ausgedacht habe. Chefkoch, der von der Existenz Mr. Hankeys weiß, erklärt dies den Jungen, die sich überzeugen lassen. Daraufhin erscheint Mr. Hankey ihnen. Er erklärt den Zuschauern und Kindern, sich an Weihnachten auf die guten und nicht die schlechten Dinge zu konzentrieren. Die Bewohner der Stadt lassen Kyle aus der Psychiatrie und singen zusammen mit ihm ein Weihnachtslied über Mr. Hankey; dieser fliegt kurz darauf in seinem Schlitten davon. Als das Lied vorbei ist, meinen Stan, Kyle und Cartman in Anspielung auf den fehlenden Running Gag, dass Kenny in jeder Folge getötet wird, ihnen fehle irgendetwas. Es erscheint über ihnen der Schriftzug „THE END“, woraufhin sich Kenny freut, dass er im Gegensatz zu den anderen bisherigen Folgen überlebt. Während des Abspanns der Folge sitzt Jesus alleine in einem Fernsehstudio und singt sich das Lied „Happy Birthday to You“.

Die Figur Mr. Hankey basiert auf einer Idee, die sich Trey Parkers Vater ausdachte, während er Trey als Kind die Sauberkeitserziehung beibrachte. Parker hatte sich als Kind geweigert, seine Fäkalien hinunterzuspülen; aus diesem Grund erzählte ihm sein Vater, seine Fäkalien, die Trey „Mr. Hankey“ nannte, würden zum Leben erwachen und ihn töten, falls er sich weiterhin weigere. Diese Vorstellung blieb Parker während seiner gesamten Kindheit; ab der Grundschule zeichnete er in seiner Klasse oft die Figur des Mr. Hankey, die damals noch eine Matrosenmütze trug und später in South Park eine Zipfelmütze. Parker zeigte das Konzept Mr. Hankeys seinem Freund Matt Stone, als sie sich an der University of Colorado Boulder trafen und sich nach kurzer Zeit dazu entschieden, einen Film oder eine Inszenierung mit Mr. Hankey produzieren zu wollen. Die beiden planten die Produktion eines dreiminütigen Kurzfilms mit einem Jungen, der sich mit Mr. Hankey anfreundet, der jedoch für niemand anderen lebendig wird, woraufhin seine Mitmenschen glauben, der Junge sei verrückt. Jedoch wurde ein solcher Film nie von Parker und Stone produziert.

Obwohl nie ein Kurzfilm mit Mr. Hankey entstand, drehten Parker und Stone zwei mit Weihnachten zusammenhängende animierte Kurzfilme als Vorläufer von South Park, genannt The Spirit of Christmas. Als die Kurzfilme begannen, Interesse an einer möglichen Fernsehserie zu erwecken, entwarfen Parker und Stone zunächst die Idee einer Trickserie mit vier Kindern – wie in South Park – jedoch mit einem sprechenden Kot namens Mr. Hankey als Protagonist; sie planten die Serie The Mr. Hankey Show zu nennen. Sie erzählten diese Idee ihrem Freund Brian Graden, einem damaligen Fernsehproduzenten der Fox Broadcasting Company, der jedoch ablehnte und laut Matt Stone gesagt habe: “I’m not putting poo on my network.” (deutsch: „Ich setze keine Scheiße in mein Network.“) Parker und Stone passten ihre ursprüngliche Idee an eine Serie mit vier Kindern als Hauptfiguren ohne Mr. Hankey an, planten aber, ihn in einer Folge zu zeigen. Später, als Comedy Central sein Interesse an der Serie zum Ausdruck gebracht hatte, brachten Parker und Stone während einer Verhandlung mit den Führungskräften des Senders die Idee einer Folge mit Mr. Hankey ein. Parker habe zu ihnen laut eigener Aussagen gesagt: “One thing we have to know before we really go any further: how do you feel about talking poo?” (deutsch: „Eine Sache, die wir wissen müssen, bevor wir wirklich weiter gehen: wie denken Sie über sprechende Scheiße?“) Die Geschäftsführung war der Idee gegenüber aufgeschlossen, was laut Parker eine der Hauptgründe für ihn und Stone gewesen sei, mit dem Sender einen Vertrag einzugehen.

Die Szenen der Folge mit Kyles Einsamkeit als ein Jude während der Weihnachtszeit wurden durch Parkers und Stones Eindrücke von heranwachsenden Juden während ihrer Kindheit in Colorado inspiriert. Obwohl die beiden auf verschiedene Schulen gingen, erlebten beide jüdische Kinder, die verprügelt und gemobbt wurden. Obwohl Stone selbst ein ethnischer Jude ist, war er kein praktizierender Jude und erlebte deshalb nicht viel Mobbing. Die erfolglosen Bemühungen der Grundschule South Parks in dieser Folge, Kinder nicht-christlicher Konfession einzubeziehen, wurden durch ähnliche gescheiterte Versuche in Parkers und Stones Kindheit inspiriert. Als Beispiel nannte Parker ein Konzert eines Chors, in dem die einzige jüdische Schülerin gebeten wurde ihr eigenes Chanukka-Lied zu singen, während alle anderen Weihnachtslieder sangen. Obwohl die Idee dazu da war, dass sich die Schülerin als etwas Besonderes fühlt, meinte Parker, sie habe sich einsam und isoliert gefühlt.

Das Drehbuch zu Mr. Hankey, der Weihnachtskot wurde wie die meisten anderen South-Park-Folgen von Parker und Stone geschrieben. Die beiden entwarfen ursprünglich die Folge Damien, die einen Boxkampf zwischen Jesus und Satan zeigt, als erste South-Park-Folge über Weihnachten. Obwohl sie zuvor lange den Auftritt Mr. Hankeys in der Show geplant hatten, wollten sie aus ihm bis zur Mitte der Dreharbeiten von Damien keine Weihnachtsfigur machen. Nachdem sie die Entscheidung getroffen hatten, beschlossen sie Mr. Hankey, der Weihnachtskot zu produzieren, anstatt Urlaub zu machen; obwohl sie diese erst nach Damien produzierten, wurde Mr. Hankey, der Weihnachtskot bereits vor ihr zum ersten Mal ausgestrahlt.

Während Parker und Stone die Folge schrieben, sahen sie viele Medienberichte über öffentliche Gebäude, die sich weigerten Darstellungen der Geburt Christi und andere christliche Symbole zu zeigen, im Bemühen Andersgläubige nicht zu beleidigen. Parker und Stone, zwei Agnostiker, die die Weihnachtsfeiertage schätzen, bezeichneten die Idee als “ridiculous” (deutsch: „lächerlich“). Die beiden wollten die Folge wie ein traditionelles Weihnachts-Special – jedoch im Stil von South Park – produzieren und sahen sich das Die-Peanuts-Special A Charlie Brown Christmas aus dem Jahr 1965 mehrere Male während der Produktion der Folge an.

Mr. Hankey, der Weihnachtskot sollte von Anfang mit Songs wie „Mr. Hankey, the Christmas Poo“, „A Lonely Jew on Christmas“ und „Kyle’s Mom is a Big Fat Bitch“ mehr Lieder als jede gewöhnliche South-Park-Folge beinhalten. Parker und Stone waren anfangs darum besorgt, eine Art Musical zu erstellen; dies begründete Parker wie folgt: “The general rule was people hated musicals.” (deutsch: „Die allgemeine Regel war, dass Menschen Musicals hassten.“) Für die Figur Mr. Hankey entnahmen Parker und Stone die meisten Ideen aus dem von ihnen auf dem College geplanten Kurzfilm über die Figur, mit der Ausnahme, dass Mr. Hankey in der Folge real und nicht ausgedacht ist. Parker erläuterte, dass dies aufgrund seiner Enttäuschung über den Charakter Aloysius Snuffleupagus aus der Kinderserie Sesamstraße entschieden wurde; in den ersten 14 Jahren der Show war Aloysius Snuffleupagus eine imaginäre Figur, die nur von der Figur Bibo gesehen worden konnte, was Parker “really bummed […] out” (deutsch: „wirklich runterzog“). Parker und Stone glaubten, Mr. Hankey solle die Gesundheit und Moralen von Cartoons aus den 1930er Jahren verkörpern, weshalb sie ihn ähnlich wie die Version von Mickey Mouse aus dem Zeichentrickfilm Steamboat Willie entwarfen, wie etwa mit einer Ähnlichkeit der Augen. Für die Szenen, in denen Mr. Hankey beim Laufen Kot verschmiert, scannten die Animatoren Bilder von verschmierter Schokolade und Fondant ein und fügten sie in die Folge ein.

Obwohl Comedy Central gegen die meisten Aspekte der Folge keinen Einwand erhob, forderte der Sender mehrere Änderungen an Szenen, die ihrer Meinung nach möglicherweise beleidigend sein könnten. Während der Probe des Krippenspiels in der Folge gebärt Wendy Testaburger, die die Jungfrau Maria spielt, ein wie ein Fötus aussehendes Jesus-Baby, das von Kyle, der Josef von Nazareth spielt, in die Hände genommen wird. Obwohl diese Szene in der Folge gelassen wurde, hatten Verantwortliche von Comedy Central anfangs Probleme mit ihr; Parker bemerkte, sie sollten die Animation der Folge “very carefully” (deutsch: „sehr vorsichtig“) behandeln. Kurz vor dem Ende der Folge wird ein Realfilm-Sequenz eines Werbespots über Mr. Hankey gezeigt; während der Dreharbeiten sollte das darin zu sehende Baby ursprünglich Kot (eigentlich Schokolade) in der Hand halten und in es hineinbeißen. Comedy Central erlaubte eine solche Darstellung jedoch nicht und änderte sie in die Vorstellung, dass das Baby den Kot bereits gegessen hat, was Parker später auch lustiger fand.

Mr. Hankey, der Weihnachtskot ist die erste Folge der Serie, in der Kenny McCormick nicht stirbt. Parker und Stone fügten absichtlich mehrere Szenen ein, die so aussehen, als ob sie mit Kennys Tod enden würden. Sie war auch die erste Folge, in der Schullehrer Mr. Garrison als ein Antisemit und Rassist dargestellt wird, insbesondere als er Bürgermeisterin McDaniels fragt, ob alle Mexikaner aus der Stadt beseitigt werden könnten. Parker bemerkte über diese Entscheidung: “Garrison at that point had already shown himself to be the most messed up person in the entire town, and there’s obviously so much wrong with him mentally. A person that disturbed being a racist is funny to us.” (deutsch: „Garrison hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits als die verkorksteste Person in der ganzen Stadt gezeigt, und psychisch läuft bei ihm offenbar so Vieles verkehrt. Dass eine so verstörte Person ein Rassist ist, ist für uns spaßig.“)

Während sich die meisten Weihnachts-Specials auf religiöse, spirituelle und moralische Werte konzentrieren, ist Hankey, der Weihnachtskot eine Parodie auf diese sowie politische Korrektheit; dies deutet auf die Botschaft hin, dass Zuschauer Ferientage genießen sollten, ohne Religion zu ernst zu nehmen. Alison Halsall, Professor an der York University, sagte zu diesem Aspekt der Folge: „Erneut trüben Parker und Stone das heilige und gotteslästerliche, in diesem Fall für gute Feiertage nach ihren traditionellen Bedeutungen.“

Die Folge wurde auch dadurch beschrieben, dass sie gleichzeitig animierte Weihnachts-Specials wie A Charlie Brown Christmas, Frosty the Snowman und It’s the Great Pumpkin, Charlie Brown erfasse sowie parodiere. Sie wurde auch als eine Stellungnahme darauf charakterisiert, dass jüdische Kinder während Weihnachtsfeiertagen übersehen werden; dieses Thema wird offenkundig von Stan genannt, der am Ende der Folge meint, Chanukka könne „auch stark sein“. Literaturkritiker Mark Caldwell sagte, die Tatsache, dass Kenny die Folge überlebt, zeige den “strong, albeit dutifully ironic, undercurrent of conventional holiday decency” (deutsch: „starken, wenn auch brav ironischen, Unterton von herkömmlichem Feiertagsanstand“).

Alison Halsall schrieb zur Folge, sie sei das stärkste Beispiel für eine Geschichte in Fäkalsprache und fuhr fort, die Verwendung von Kot als eine Figur und vor allem seine Neigung, Teile von sich selbst zu verschmieren, konfrontiere den Zuschauer direkt mit „der dazu gehörenden Verschmutzung des menschlichen Körpers, egal, wie wir versuchen ihn zu ästhetisieren. Mr. Hankeys Verschmutzungen bringen die Sauberkeit der sozialen Ordnung konsequent durcheinander.“

Manche Kritiker bezeichneten Mr. Hankey als den am leichtesten erkennbaren und beliebtesten unregelmäßigen Charakter in South Park. Seine schrille Begrüßung „Howdy-ho“ war genauso gut erkennbar und wurde zu einem der am meisten zitierten Sprüche aus der ersten Staffel der Show. Innerhalb weniger Monate nach Erstausstrahlung der Folge wurden mehrere Fan-Websites über die Figur erstellt. Im Januar 1998 berichtete die Zeitschrift Entertainment Weekly, dass Comedy Central geplant habe, eine Mr.-Hankey-Schokoladentafel zu produzieren. Larry Lieberman, der Vizepräsident für strategische Planung und Erschließung neuer Geschäftsfelder des Senders, schilderte, es sei eine Skizze eines Mr.-Hankey-Schokoriegels gezeichnet und in Umlauf gebracht worden, hauptsächlich aber als ein Scherz; er meinte, dass keine ernsthaften Diskussionen über die Herstellung eines solchen Artikels geführt wurden. Zur Weihnachtszeit im Jahr 1998 wurde eine ausgestopfte Figur Mr. Hankeys eines der beliebtesten Merchandising-Produkte zur damaligen Zeit.

Zusammen mit der Titelrolle der Folge umfasste sie auch die ersten Auftritte der Figuren Pfarrer Maxi und des Schulpsychologen Mr. Mackey. Beide Charaktere erscheinen auch in der Folge Damien, die zwar vorher produziert, aber erst später ausgestrahlt wurde. Mr. Mackey wurde durch Parkers Schulpsychologen in seiner Kindheit inspiriert. Dieser war laut Parker, der Mackeys Stimme spricht, ähnlich dünn; Parkers Synchronisation für Mr. Mackey sei laut ihm eine exakte, nicht übertriebene Version der Stimme seines ehemaligen Schulpsychologen.

Mr. Hankey, der Weihnachtskot enthält mehrere Verweise auf das Special A Charlie Brown Christmas der Zeichentrickreihe Die Peanuts. Während der Probe zum Krippenspiel in der Folge ist dasselbe biblische Zitat zu hören, das auch von der Figur Linus van Pelt in Die Peanuts gesprochen wurde; zudem ähnelt die Musik im Schauspiel der Partitur in Die Peanuts; außerdem laufen in einer Szene die Grundschüler South Parks auf den Schulhof, ähnlich wie im genannten Special.

In der Folge erzählt Kyles Mutter seinem Lehrer Mr. Garrison, ihr Sohn solle im Krippenspiel nicht Josef von Arimathäa spielen. In Wirklichkeit spielte Kyle Josef von Nazaret, da dieser laut der christlichen Lehre der Vater Jesu war und Josef von Arimathäa mit dessen Tod in Verbindung gebracht wird.

Die Erstausstrahlung von Mr. Hankey, der Weihnachtskot erreichte in den USA ein Nielsen Rating von 5,4, was etwa 4,5 Millionen Fernsehhaushalten entsprach. Damit erreichte sie das bis dahin höchste Rating der Serie sowie einen Marktanteil von 51 % der männlichen Zuschauer zwischen 18 und 24 Jahren. Obwohl Parker und Stone der Folge Ein Heim für Tiertunten gutschrieben die Serie hervorgehoben zu haben, glaubten sie, Mr. Hankey, der Weihnachtskot habe South Park auf ein neues Niveau der Beliebtheit und Bedeutung gebracht. Parker meinte dazu: “This was the episode that just vaulted everything.” (deutsch: „Das war die Folge, die einfach alles katapultierte.“) Nach dem Erfolg von Mr. Hankey, der Weihnachtskot kontaktierten sehr viel mehr Prominente Comedy Central in der Hoffnung, auch als Gaststar in South Park auftreten zu können. Dies ermöglichte Parker und Stone eine Auswahl, was z. B. zu Auftritten von Natasha Henstridge in Geil auf Miss Ellen! und Robert Smith in Robo-Streisand führte. Stone behauptete, Zuschauer zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung der Folge seien von der Idee eines lebendigen Kots schockiert und entsetzt gewesen, obwohl die Folge mit der Zeit weniger anstößig wirke.

Chris Vognar von der Zeitung The Dallas Morning News beschrieb Mr. Hankey als den “most outrageous character yet on TV’s most outrageous show” (deutsch: „bisher unverschämtesten Charakter in der unverschämtesten Show des Fernsehens“). Charlie Patton, Redakteur der Zeitung The Florida Times-Union stellte die Folge als “crude, nasty, irreverent and generally offensive” (deutsch: „roh, gemein, respektlos und in der Regel abstößig“), aber auch “extremely funny” (deutsch: „extrem lustig“) dar. Zu Mr. Hankey schrieb er: „Wenn du die Art von Person bist, die sich nichts aus der Szene in Trainspotting macht, wo der Ewan McGregor-Charakter auf der Suche nach seinem verlorenen Zäpfchen die Toilette und in die Kanalisation hinuntertauchte, wird die gesamte Mr.-Hankey-Nebenhandlung zutiefst verstörend sein.“ Doug Pratt, ein DVD-Rezensent und Mitarbeiter der Zeitung Rolling Stone schrieb zur Folge: „Vom Technischen her könnte die Weihnachtsfolge gut die gelungenste Anstrengung der Show sein, künstlerisch, weil sie die politisch korrekte Zurichtung von Weihnachten frontal angeht und auch einen interessanten psychologischen Unterton hat: sieht der Held tatsächlich Mr. Hankey oder hat er einige ernsthafte psychische Probleme?“ Diane Werts von der Zeitung Newsday schrieb in einer Rezension: „Sie ist ordinär. Sie ist eklig. Sie ist wahrscheinlich anstößig. Sie ist auch möglicherweise die lustigste Ferien-Episode, die irgendjemand dieses Jahr ausstrahlte.“ Jeffrey Andrew Weinstock, Autor des Buches Taking South Park Seriously, bemerkte zu ihr: „Diese Folge verschiebt zweifellos die Grenzen dessen, was akzeptabel ist, sowohl für Weihnachts-Specials als auch Fernsehen im Allgemeinen, weiter als alle vorherigen.“

Bevor die Folge veröffentlicht wurde, beschrieb Debbie Liebling, Comedy Centrals damalige Vizepräsidentin für Entwicklung und Produktion, die Folge als “adorably offensive” (deutsch: „hinreißend anstößig“). Alan Sepinwall, Redakteur der Zeitung The Star-Ledger nannte die Folge “a brilliant skewering” (deutsch: „ein brillantes Aufpießen“) politischer Korrektheit und Überempfindlichkeit und bezeichnete sie eine “hilariously satiric and extraordinarily foul” (deutsch: „komische Satire und zugleich außergewöhnliches Foul“). Sepinwall führte Mr. Hankey auch in seiner Liste der denkwürdigsten TV-Momente des Jahres 1997 auf und beschrieb ihn dabei als das “most disturbing cartoon image” (deutsch: „beunruhigendste Cartoon-Abbild“) des Jahres sowie “a mythical holiday creature so bizarre and offensive it literally cannot be described in a family newspaper” (deutsch: „eine fantastische Ferien-Kreatur, die so bizarr und anstößig ist, dass sie nicht in einer Familienzeitung beschrieben werden kann“). Im Januar 1998 schrieb A.J. Jacobs, Redakteur der Zeitschrift Entertainment Weekly, dass die Folge “already infamous” (deutsch: „bereits berüchtigt“) sei und die Figur Mr. Hankey so beliebt finde, dass er Matt Parker und Trey Stone scherzhaft vorschlug, ein Spin-off mit um die Figur zu produzieren.

2003 listete die Zeitung RedEye die Folge als die beste in der Geschichte der Serie auf. 2004 befand sich auf der Website von Comedy Central eine Umfrage, um die besten 27 Folgen von South Park für einen TV-Marathon zu bestimmen; Mr. Hankey, der Weihnachtskot kam dabei hinter den Folgen J-Lo: Das doppelte Flittchen (Staffel 7) und Spiel und Spaß mit Waffen (Staffel 8) auf den dritten Platz.

John Kricfalusi, der Schöpfer der Zeichentrickserie Die Ren & Stimpy Show, behauptete, das Konzept der Figur Mr. Hankey sei aus seinem Zeichentrickkurzfilm Nutty the Friendly Dump, welcher Teil einer im Internet verfügbaren Comicbuchreihe war, gestohlen worden. Kricfalusi fand, dass auch andere Bestandteile von South Park aus seinen Arbeiten geklaut worden seien und erzählte Medienvertretern, dass er und seine Firma Spümcø über rechtliche Schritte gegen Parker und Stone nachgedacht haben. Tony Fox, Sprecher von Comedy Central, erklärte daraufhin der Öffentlichkeit, Stone und Parker seien nicht mit dem Film Nutty dem Friendly Dump vertraut und bezeichnete die Behauptungen Kricfalusis als “ludicrous” (deutsch: „lächerlich“). Parker erläuterte, er habe nie mehr als eine halbe Folge von Die Ren & Stimpy Show gesehen, welche ihm nicht gefallen habe, da die Charaktere zu übertrieben und die Synchronisation zu nervig sei. Parker meinte auch, er und Stone seien später von Kricfalusi kontaktiert worden. Er schrieb einen Brief mit der Aussage zurück: „Oh, OK, ich sehe, inwiefern es ein Zufall sein könnte, aber Sie sollten der Presse einfach gestehen, dass Sie ein großer Ren-and-Stimpy-Fan sind. Ich bin kein Ren-and-Stimpy-Fan.“

Dani Karavan

Dani Karavan hebräisch דני קרוון (* 7. Dezember 1930 in Tel Aviv) ist ein international renommierter Bildhauer und Gestalter von großformatigen, begehbaren Kunstwerken, die zuweilen der Land Art zugerechnet werden.

In den 1960er und 1970er Jahren gestaltete Karavan zahlreiche Bühnenbilder, u. a. für die Martha Graham Dance Company.

In Cergy-Pontoise gestaltete Karavan 1980 die Axe Majeur, eine rund drei Kilometer lange, skulpturale Landschaftsachse mit zwölf thematischen Stationen als identitätsstiftende Anlage für die Trabantenstadt Cergy-Pontoise bei Paris

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. Cergy Saint-Christophe erstreckt sich von einem Industriegebiet, in welchem ein streng gefasster Wasserlauf im Neorenaissance-Park die Mittelachse bildet, durch den Bahnhof, weiter über den Marktplatz und die Einkaufsmeile. Sie durchquert einen vom Architekten Ricardo Bofill gestalteten pompösen, sozialen Wohnungsbaukomplex mit zentralem 36 Meter hohem Obelisken und mündet in eine mehrere Fußballplätze große, geometrisch geteilte Parkanlage. Diese Anlage mit ihrem Arrangement aus Betonsäulen und Freitreppe gibt an der Hangkante des Tales den Blick über eine künstlich angelegte Insel auf der anderen Seite der Oise frei und knüpft konzeptionell an die großen, historisch bedeutsamen Achsen von Paris an.

1988/93 schuf Karavan die Außenskulptur Die Straße der Menschenrechte (The Way of Human Rights) als Kunst am Bau des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.

1990 stellte Karavan die kreisrunde Gusseisenskulptur „Tzaphon“ für den Vorplatz des Landtags Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf fertig. Die Skulptur ist eine flach geneigte, in den Vorplatz halb eingesenkte, kreisrunde Scheibe, in die zwei Eisenbahnschienen mittig eingelassen sind. Zwischen den Eisenbahnschienen rinnt Wasser die geneigte Ebene herab. In der Kreisform korrespondiert die Skulptur mit der strukturalistischen Architektur des 1988 eröffneten Landtagsgebäudes.

1990/94 schuf Karavan im katalanischen Ort Portbou das Denkmal „Passagen“ für Walter Benjamin.

1994 gestaltet er im Auftrag des französischen Staats in Gurs ein Mémorial national (Nationale Gedenkstätte). Es wurde zur Erinnerung und Mahnung an das vom Vichy-Regime im Camp de Gurs begangene Unrecht errichtet. Das Mahnmal besteht aus drei Teilen: Ein 180 m langer Schienenstrang, der allerdings während der Lagerzeit nicht vorhanden war, symbolisiert die Deportation aus Deutschland nach Gurs. Das Modell einer Baracke verkörpert die bauliche Ausstattung des Lagers. Und zugleich ist das Gleis die Verbindung zu der durch eine mit Stacheldraht umzäunten Betonplatte, die die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nazis symbolisiert.

In den 1990er Jahren gestaltete Dani Karavan im Bereich der Gebäude des Bundestages in Berlin den Außenbereich der Spreeseite des Jakob-Kaiser-Hauses. Zentrales Element dieser Arbeit: In eine etwa drei Meter hohe Glaswand zwischen Jakob-Kaiser-Haus und Spree gravierte er mit Laser die 19 Grundrechtsartikel des deutschen Grundgesetzes in ihrer Urfassung von 1949. Damit werde den vorbeigehenden Bürgerinnen und Bürgern die Basis der deutschen Verfassung, die Grundrechte, in transparenter Weise verdeutlicht.

Im Duisburger Innenhafen befindet sich Karavans Garten der Erinnerung, ein etwa drei Hektar großer Park, in den der Bildhauer die Reste der ehemaligen Industriebauten gestalterisch integrierte. Der Park wurde in den Jahren 1996 bis 1999 realisiert und ist das bislang umfangreichste Werk des international renommierten Künstlers in Deutschland.

In Israel hat Karavan u.a. das Negev Brigade Monument in Be’er Scheva und das Weiße Stadt Monument in Tel Aviv geschaffen.

Auf dem Neupfarrplatz in Regensburg zeichnete Dani Karavan den Grundriss der im Rahmen des Regensburger Pogroms von 1519 zerstörten Synagoge in Form eines begehbaren Bodenreliefs nach. Das als Begegnungsstätte gedachte Kunstwerk mit dem Namen Misrach (hebräisch für ‚Osten‘) wurde am 13. Juli 2005 eingeweiht. Karavan stellte im Vorfeld so hohe Anforderungen an die Genauigkeit und Oberflächengüte der Betonteile, dass fast alle Firmen den Auftrag als „undurchführbar“ abgelehnt hatten.

Karavan wurde eingeladen, einen Entwurf für das Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Roma und Sinti in Berlin zu gestalten. Im November 2005 unterzeichnete er einen entsprechenden Vertrag. Am 24. Oktober 2012 wurde das Denkmal im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Bundespräsidenten Joachim Gauck eingeweiht.

Neujahrsblasen

Als Neujahrsblasen bezeichnet man einen Neujahrsbrauch, der heute vor allem in Süddeutschland, im Alpenraum und im Erzgebirge von Musikkapellen zum Jahreswechsel gepflegt wird. Insbesondere in kleineren Gemeinden gehen Gruppen von Musikern traditionell von Haus zu Haus, um den Bewohnern mit einer musikalischen Darbietung Neujahrsgrüße zu übermitteln sowie Zuleistungen in Form einer Spende zu erhalten.

Historisch handelt es sich um eine alte Tradition der Stadtpfeifer, denen zum Jahreswechsel erlaubt wurde, einen Umgang zu den Häusern der Einwohner vorzunehmen, um ihr Gehalt aufzubessern. Dabei stießen sie nicht nur auf Gegenliebe, sondern wurden auch der Bettelei bezichtigt

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. So berichtete der Altenburger Stadtmusikus 1737, dass ihm beim Neujahrsblasen oft die Tür verschlossen blieb und er „spöttisch und gröblich abgewiesen“ wurde. Etwa in Weimar wurde aufgrund eines herzöglichen Dekrets am 20. Dezember 1812 alle Neujahrsgänge und damit auch das Neujahrsblasen als Bettelei verboten.

Insbesondere in Niederösterreich wurde der Heischebrauch ein Vorrecht der örtlichen Musikkapellen im 20. Jahrhundert. Lag der Schwerpunkt zunächst im Singen, setzten sich zunehmend vokalinstrumentale Aufführungen und – ab Mitte des 20. Jahrhunderts – ein zunehmend weltlicher Charakter durch.

Im Erzgebirge trafen sich ab dem 3. Weihnachtsfeiertag die Bläser der Kantoreigesellschaften und zogen von Ort zu Ort innerhalb des jeweiligen Kirchensprengels und spielten vor jedem Haus einen Choral und eine weltliche Weise. Im Erzgebirge geht der Brauch auf das 18. Jahrhundert im Raum Schwarzenberg zurück. Zunächst endete der Brauch des Neujahrsblasens mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da die Männer fast ausnahmslos in den Krieg gezogen waren. Erst 1926 lebte die Tradition modifiziert wieder auf.

Bei diesem jährlich stattfindenden Brauch überbringen Musiker des örtlich ansässigen Musikvereins Neujahrsgrüße an alle Bewohner. Das Neujahrsblasen findet meist traditionell in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr statt. Neben dem geselligen Beisammensein und dem Überbringen der Glückwünsche wird dieser Brauch auch als Spendenaufruf genutzt. Für die oft kleinen, meist gemeinnützigen Musikvereine, ist dies eine wichtige Möglichkeit um Spenden zu sammeln und um auf die Aktivitäten des Vereins aufmerksam zu machen. Innerhalb ein bis vier Tagen statten verschiedene Untergruppen des Musikvereins so den Familien, Bewohnern und ansässigen Betrieben einen Besuch ab. Diese Tradition wird je nach Region seit mehr als 100 Jahre gepflegt und nimmt einen festen Bestandteil im Jahresablauf der häufig dörflichen Gemeinden ein.

Im Erzgebirge wurde von den Bläsergruppen zunächst ein Choral, im Raum Beierfeld traditionell – „Lobet Gott, ihr Christen “ und anschließend eine weltliche Weise dargeboten. Die Bewohner der Häuser entlohnte die Bläsergruppe gewöhnlich mit 10 bis 50 Pfennigen. Vor den Häusern der Honoratioren wurde dagegen „Vom Himmel hoch, da komm ich her“. Als Gegenleistung wurde eine höhere Gabe, meist ein bis zwei Taler, gegeben. Das Turmblasen nach dem Silvestergottesdienst beendete das Neujahrsblasen in der Kirchengemeinde.

La Motte-en-Bauges

La Motte-en-Bauges ist eine französische Gemeinde mit 463 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes

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. Sie ist dem Kanton Saint-Alban-Leysse im Arrondissement Chambéry zugeordnet und ist Mitglied im Gemeindeverband Cœur des Bauges.

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;“>710 m, etwa 22 km nordöstlich der Präfektur Chambéry und 22 km südlich der Stadt Annecy (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im Nordwesten des Département Savoie, im Massiv der Bauges, im weiten Talbecken des Chéran am Westfuß des Mont Chabert.

Die Fläche des 9,96 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Massivs der Bauges. Die westliche Grenze verläuft entlang dem Chéran, der hier in einem breiten Talbecken von Süden nach Norden fließt. Vom Flusslauf erstreckt sich das Gemeindeareal ostwärts über den Talboden und den Hang von La Motte bis auf den scharfen Grat des Mont Chabert, auf dem mit 1475 m die höchste Erhebung von La Motte-en-Bauges erreicht wird. Der Mont Chabert ist Teil einer in Nord-Süd-Richtung durch das ganze Massiv der Bauges verlaufenden markanten Bergkette. Nördlich an den Kamm schließt der Mont d’Étrier (1404 m) an. Nach Norden reicht der Gemeindeboden bis in das Tal des Ruisseau de Bellecombe (rechter Zufluss des Chéran). Die Gemeinde liegt innerhalb des Regionalen Naturparks Massif des Bauges (frz.: Parc naturel régional du Massif des Bauges).

Zu La Motte-en-Bauges gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch verschiedene Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter:

Nachbargemeinden von La Motte-en-Bauges sind Bellecombe-en-Bauges im Norden, Le Châtelard im Süden sowie Lescheraines im Westen.

La Motte wird im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom altfranzösischen Wort mothe ab, das eine befestigte Anhöhe bezeichnet. Im Mittelalter und Ancien Régime bestand in La Motte eine kleine Herrschaft, die bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts den Herren von Le Châtelard unterstand. Als Teil dieser Ländereien gelangte der Ort 1689 zum Marquisat des Bauges in Lescheraines. Mit dem Vertrag von Turin und dem Anschluss des Herzogtums Savoyen an Frankreich 1860 wurde die Gemeinde Teil des neugeschaffenen Département Savoie.

Die Dorfkirche von La Motte-en-Bauges wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Im Weiteren sind das Manoir des Cerises und der Weiler Noiray mit seinen charakteristischen Häusern im savoyischen Baustil zu erwähnen.

Mit 463 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört La Motte-en-Bauges zu den kleinen Gemeinden des Département Savoie. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückläufig war, wurde seit Mitte der 1980er Jahre dank der schönen Wohnlage wieder eine Bevölkerungszunahme verzeichnet. Die Ortsbewohner von La Motte-en-Bauges heißen auf Französisch Mottand(e)s.

La Motte-en-Bauges war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und Alpwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Alby-sur-Chéran durch das Massiv der Bauges nach Saint-Pierre-d’Albigny führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Bellecombe-en-Bauges. Der nächste Anschluss an die Autobahn A41 befindet sich in einer Entfernung von rund 23 km.

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