Adolf von Dalwigk zu Lichtenfels

Adolf Maximilian Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels (* 3. Juli 1860 in Haus Boisdorf, Kreis Düren; † 20. November 1924 auf Schloss Longenburg bei Königswinter) war ein preußischer Verwaltungsjurist und Regierungspräsident des Regierungsbezirks Aachen.

Der Sohn des königlichen preußischen Kammerherrn Julius von Dalwigk zu Lichtenfels (1816–1885) und dessen Ehefrau Anna von Böselager (1830–1895) trat nach seinem Jurastudium 1884 in den preußischen Verwaltungsdienst ein und war zunächst bis 1887 Gerichtsreferendar am Oberlandesgerichtsbezirk Hamm und anschließend Regierungsreferendar in Düsseldorf. 1891 wurde er zum Regierungsassessor ernannt und als solcher in Stettin und Kassel tätig.

Nachdem Dalwigk im Jahr 1895 zunächst als Vertreter des Landrates des Kreises Wipperfürth fungierte, wurde er ein Jahr später dort Landrat. In gleicher Funktion war er von 1904 bis 1917 im Siegkreis tätig, bis er zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirkes Aachen berufen wurde. In dieser Dienststellung war Dalwigk auch als Reichskommissar für die Überleitung der auf Grund des Versailler Vertrages an Belgien abzutretenden Kreise Eupen und Malmedy zuständig

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Nach der Ermordung des Reichsministers Walther Rathenau im Jahr 1922 wurde Dalwigk, wie auch andere Regierungspräsidenten des alten Regimes, in den Ruhestand versetzt. Anschließend übernahm er bis zu seinem Tode den Vorsitz der Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn.

Für seine Verdienste während der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde Dalwigk mit dem Eisernen Kreuz am weiß-schwarzen Band ausgezeichnet.

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