Nützen

Nützen ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Kampen und Springhirsch liegen im Gemeindegebiet.

Nützen liegt etwa sieben Kilometer südlich von Bad Bramstedt zwischen der Bundesstraße 4 von Hamburg nach Neumünster und der Bundesautobahn 7, die ebenfalls von Hamburg nach Neumünster führt.
Kampen war ursprünglich ein Bauerndorf, Springhirsch liegt direkt an der Bundesstraße 4.
In Springhirsch befand sich zwischen August 1944 und April 1945 das Außenlager Kaltenkirchen. Die Häftlinge sollten die Start- und Landebahnen des Militärflugplatzes Kaltenkirchen ausbauen. Dabei wurden 500–700 Häftlinge ermordet.
Aufgrund des in den 1950er Jahren geplanten Baus des Großflughafens Kaltenkirchen, der jedoch nie ausgeführt wurde, ging die Einwohnerzahl der Gemeinde vorübergehend zurück und mehrere Gebäude wurden abgerissen.
In Springhirsch befindet sich heute die Gedenkstätte des Außenlagers Kaltenkirchen, einem Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg.
Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AWG seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft PLN vier.
Blasonierung: „Von Grün und Blau durch einen schrägen silbernen Wellenbalken geteilt, oben drei zum Wellenbalken fächerförmig gestellte goldene Haselnüsse mit schwarzen Hüllblättern, unten ein zum Wellenbalken gebrochener unterhalber silberner Mahlstein.“
Durch die sandigen Böden ist die Landwirtschaft im Gemeindegebiet wenig ertragreich. Der Abbau der Kiesvorkommen hat sich daher zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt.
Nützen verfügt über einen Haltepunkt der AKN an der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Neumünster. Die nächste Anschlussstelle der Autobahnanschluss A 7 ist nur wenige Minuten entfernt.
In der Liste der Kulturdenkmale in Nützen stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Alveslohe | Armstedt | Bad Bramstedt | Bad Segeberg | Bahrenhof | Bark | Bebensee | Bimöhlen | Blunk | Boostedt | Bornhöved | Borstel | Bühnsdorf | Daldorf | Damsdorf | Dreggers | Ellerau | Fahrenkrug | Föhrden-Barl | Fredesdorf | Fuhlendorf | Geschendorf | Glasau | Gönnebek | Groß Kummerfeld | Groß Niendorf | Groß Rönnau | Großenaspe | Hagen | Hardebek | Hartenholm | Hasenkrug | Hasenmoor | Heidmoor | Heidmühlen | Henstedt-Ulzburg | Hitzhusen | Högersdorf | Hüttblek | Itzstedt | Kaltenkirchen | Kattendorf | Kayhude | Kisdorf | Klein Gladebrügge | Klein Rönnau | Krems II | Kükels | Latendorf | Leezen | Lentföhrden | Mönkloh | Mözen | Nahe | Negernbötel | Nehms | Neuengörs | Neversdorf | Norderstedt | Nützen | Oering | Oersdorf | Pronstorf | Rickling | Rohlstorf | Schackendorf | Schieren | Schmalensee | Schmalfeld | Schwissel | Seedorf | Seth | Sievershütten | Stipsdorf | Stocksee | Strukdorf | Struvenhütten | Stuvenborn | Sülfeld | Tarbek | Tensfeld | Todesfelde | Trappenkamp | Travenhorst | Traventhal | Wahlstedt | Wakendorf I | Wakendorf II | Weddelbrook | Weede | Wensin | Westerrade | Wiemersdorf | Winsen | Wittenborn

Die Reise nach Braunschweig (Reuter)

Die Reise nach Braunschweig. Kurze Beschreibung meiner Reise durch großer und kleiner Herren Länder ist ein Frühwerk von nur wenigen Seiten des niederdeutschen Dichters und Schriftstellers Fritz Reuter. Er verfasste es um 1822 im Alter von 12 Jahren für seinen Paten, den Amtshauptmann Weber, der durch Reuters 1859 erschienenes Werk Ut de Franzosentid Berühmtheit erlangen sollte.
Der Erzähler berichtet seinem Paten über eine von seinem Wohnort Stavenhagen in Pommern ausgehende mehrtägige Rundreise. Zusammen mit drei Personen bricht er am 27. September auf und fährt per Kutsche zunächst nach Jabel, um dort seinen Oheim zu treffen und mit den anderen auf den Vater zu warten. Nach dessen Eintreffen geht die Reise weiter zur Großmutter nach Parchim. Anschließend folgen Aufenthalte in Grabow und Dömitz, bis schließlich am 4. Oktober die Elbe bei Dannenberg im Königreich Hannover überquert wird. Anschließend reist man durch die Lüneburger Heide nach Uelzen und weiter nach Gifhorn. Am folgenden Morgen erreicht die Reisegruppe das Herzogtum Braunschweig und schließlich dessen Haupt- und Residenzstadt Braunschweig.
Der Erzähler beschreibt den zweitägigen Aufenthalt in der Stadt und was er alles erlebt und gesehen hat. So z. B. die Türme der Stadt, die er bereits von weitem sehen konnte, „das Rathaus“ (wahrscheinlich das Altstadtrathaus), „das Schauspielhaus“, „das prächtige Residenzschloß oder graue Hof (Grauenhof)“. Am zweiten Tag des Aufenthalts besucht er mit seinem Vater zunächst Ölper, später beschreibt er den Burgplatz, die dortige „Kaserne“ (heute die Burg Dankwarderode) sowie den von Heinrich dem Löwen errichteten Braunschweiger Löwen. Am dritten Tage wird der Exerzierplatz besucht, wobei der Erzähler das Braunschweigische Leibbataillon und die Kavallerie beobachtet und dabei die Infanterie-Uniform beschreibt: „kurze schwarze Jacken mit hellblauen Aufschlägen und Kragen, schwarze Hosen mit hellblauen Litzen und eine Mütze mit einem Todtenkopfe und zwei Knochen, die aus Stahl gearbeitet waren, und einen Pferde-Schweif statt eines Federbusches.“ Zum Abschluss folgt ein Besuch im Museum und in der „Bildergallerie“ (wahrscheinlich das Herzog Anton Ulrich-Museum).
Anschließend reist die Gruppe über Königslutter und Helmstedt nach Magdeburg, wo u. a. der Dom sowie das Grab Ottos I. und der Magdeburger Reiter ihre Beachtung finden. Von da aus geht die Reise über verschiedene kleinere Ortschaften wieder zurück zum Ausgangspunkt Stavenhagen.
Die Erzählung erschien postum erstmals 1874 im 1. Teil von Nachgelassene Schriften im Hinstorff Verlag zusammen mit anderen kurzen Werken.

Hardt (Westerwald)

Hardt (mundartlich: Hoord) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg und Siegen. Die Nister, die zum Einzugsbereich der Sieg gehört, bildet die südliche Grenze der Gemeinde.
Die südlich der Ortslage liegende Hardtermühle liegt auf dem Gemeindegebiet von Hahn bei Marienberg.
1332 wurde die Gemeinde Hardt im Zusammenhang mit der Hardtermühle erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen hart (= „Waldhöhe“ oder „Waldabhang“) ab. In der Gemarkung, vermutlich in der Schlucht nach Erbach, lag der nach 1440 untergegangene Ort Gilhain oder Gielhayn (ahd. gil = „enges Tal“, „Schlucht“). 1492 gab es noch den Weiler „Zur Höhe“.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Hardt, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
Der Gemeinderat in Hardt besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.
→ siehe Liste der Kulturdenkmäler in Hardt (Westerwald)
Bad Marienberg (Westerwald) | Bölsberg | Dreisbach | Fehl-Ritzhausen | Großseifen | Hahn bei Marienberg | Hardt | Hof | Kirburg | Langenbach bei Kirburg | Lautzenbrücken | Mörlen | Neunkhausen | Nisterau | Nistertal | Norken | Stockhausen-Illfurth | Unnau
Ailertchen | Alpenrod | Alsbach | Arnshöfen | Astert | Atzelgift | Bad Marienberg (Westerwald) (Stadt) | Bannberscheid | Bellingen | Berod bei Wallmerod | Berzhahn | Bilkheim | Boden | Bölsberg | Borod | Brandscheid | Breitenau | Bretthausen | Caan | Daubach | Deesen | Dernbach (Westerwald) | Dreifelden | Dreikirchen | Dreisbach | Ebernhahn | Eitelborn | Elbingen | Ellenhausen | Elsoff (Westerwald) | Enspel | Ettinghausen | Ewighausen | Fehl-Ritzhausen | Freilingen | Freirachdorf | Gackenbach | Gehlert | Gemünden | Giesenhausen | Girkenroth | Girod | Goddert | Görgeshausen | Großholbach | Großseifen | Guckheim | Hachenburg (Stadt) | Hahn am See | Hahn bei Marienberg | Halbs | Hardt | Hartenfels | Härtlingen | Hattert | Heilberscheid | Heiligenroth | Heimborn | Helferskirchen | Hellenhahn-Schellenberg | Hergenroth | Herschbach | Herschbach (Oberwesterwald) | Heuzert | Hilgert | Hillscheid | Höchstenbach | Hof | Höhn | Höhr-Grenzhausen (Stadt) | Holler | Homberg | Horbach | Hübingen | Hüblingen | Hundsangen | Hundsdorf | Irmtraut | Kaden | Kadenbach | Kammerforst | Kirburg | Kölbingen | Kroppach | Krümmel | Kuhnhöfen | Kundert | Langenbach bei Kirburg | Langenhahn | Lautzenbrücken | Leuterod | Liebenscheid | Limbach | Linden | Lochum | Luckenbach | Mähren | Marienrachdorf | Maroth | Marzhausen | Maxsain | Merkelbach | Meudt | Mogendorf | Molsberg | Montabaur (Sitz der Kreisverwaltung) | Mörlen | Mörsbach | Moschheim | Mudenbach | Mündersbach | Müschenbach | Nauort | Nentershausen | Neuhäusel | Neunkhausen | Neunkirchen | Neustadt/Westerwald | Niederahr | Niederelbert | Niedererbach | Niederroßbach | Niedersayn | Nister | Nisterau | Nister-Möhrendorf | Nistertal | Nomborn | Nordhofen | Norken | Oberahr | Oberelbert | Obererbach | Oberhaid | Oberrod | Oberroßbach | Ötzingen | Pottum | Quirnbach | Ransbach-Baumbach (Stadt) | Rehe | Rennerod (Stadt) | Roßbach | Rotenhain | Rothenbach | Rückeroth | Ruppach-Goldhausen | Salz | Salzburg | Schenkelberg | Seck | Selters (Westerwald) (Stadt) | Sessenbach | Sessenhausen | Siershahn | Simmern | Stahlhofen | Stahlhofen am Wiesensee | Staudt | Steinebach an der Wied | Steinefrenz | Steinen | Stein-Neukirch | Stein-Wingert | Stockhausen-Illfurth | Stockum-Püschen | Streithausen | Unnau | Untershausen | Vielbach | Wahlrod | Waigandshain | Waldmühlen | Wallmerod | Weidenhahn | Welkenbach | Welschneudorf | Weltersburg | Weroth | Westerburg (Stadt) | Westernohe | Wied | Willingen | Willmenrod | Winkelbach | Winnen | Wirges (Stadt) | Wirscheid | Wittgert | Wölferlingen | Zehnhausen bei Rennerod | Zehnhausen bei Wallmerod

Trecase

Trecase ist eine Gemeinde mit 9134 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Metropolitanstadt Neapel, Region Kampanien.
Die Nachbarorte von Trecase sind Boscotrecase, Ercolano, Ottaviano, Torre Annunziata und Torre del Greco.
Trecase zählt 3135 Privathaushalte. Zwischen 1991 und 2001 fiel die Einwohnerzahl von 9595 auf 9179. Dies entspricht einem prozentualer Abnahme von 4,3 %.
Acerra | Afragola | Agerola | Anacapri | Arzano | Bacoli | Barano d’Ischia | Boscoreale | Boscotrecase | Brusciano | Caivano | Calvizzano | Camposano | Capri | Carbonara di Nola | Cardito | Casalnuovo di Napoli | Casamarciano | Casamicciola Terme | Casandrino | Casavatore | Casola di Napoli | Casoria | Castellammare di Stabia | Castello di Cisterna | Cercola | Cicciano | Cimitile | Comiziano | Crispano | Ercolano | Forio | Frattamaggiore | Frattaminore | Giugliano in Campania | Gragnano | Grumo Nevano | Ischia | Lacco Ameno | Lettere | Liveri | Marano di Napoli | Mariglianella | Marigliano | Massa Lubrense | Massa di Somma | Melito di Napoli | Meta | Monte di Procida | Mugnano di Napoli | Neapel | Nola | Ottaviano | Palma Campania | Piano di Sorrento | Pimonte | Poggiomarino | Pollena Trocchia | Pomigliano d’Arco | Pompei | Portici | Pozzuoli | Procida | Qualiano | Quarto | Roccarainola | San Gennaro Vesuviano | San Giorgio a Cremano | San Giuseppe Vesuviano | San Paolo Bel Sito | San Sebastiano al Vesuvio | San Vitaliano | Sant’Agnello | Sant’Anastasia | Sant’Antimo | Sant’Antonio Abate | Santa Maria la Carità | Saviano | Scisciano | Serrara Fontana | Somma Vesuviana | Sorrent | Striano | Terzigno | Torre Annunziata | Torre del Greco | Trecase | Tufino | Vico Equense | Villaricca | Visciano | Volla

Chiyoda

Chiyoda (jap. 千代田区, -ku) ist einer der 23 „Sonderbezirke“ im Osten der japanischen Präfektur Tokio. Der Bezirk liegt im Zentrum Tokios, der Hauptstadt Japans, und ist Standort des Kaiserpalasts, des nationalen Parlaments, des Amtssitzes des Premierministers sowie zahlreicher weiterer Regierungseinrichtungen. Außerdem befinden sich die Hauptsitze zahlreicher Großunternehmen in Chiyoda.
Mit unter 50.000 Einwohnern ist Chiyoda mit Abstand der bevölkerungsärmste Bezirk Tokios und damit – abgesehen von den abgelegenen Pazifikinseln und dem Landkreis Nishitama – die nach Einwohnerzahl kleinste Gemeinde der Präfektur Tokio. Die über 44.000 Unternehmen, die in Chiyoda ihren Sitz haben, bieten fast 900.000 Menschen Arbeit, so dass die Tagesbevölkerung jedoch mehr als 20 Mal so hoch ist wie die Nachtbevölkerung. Der Name Chiyoda, wörtlich „Feld der tausend Generationen“, stammt noch von der Burg Edo, in der bis zur Meiji-Restauration der Shōgun residierte.

Der Bezirk Chiyoda besteht aus dem Kaiserpalast, der ehemaligen Burg Edo, und den umgebenden Gebieten im Radius von etwa einem Kilometer. Bereits zur Edo-Zeit war der Kaiserpalast als Sitz des Shōgun das politische Zentrum Japans. Um die Burg herum lagen die Residenzen der einzelnen Daimyō, die dazu verpflichtet waren, ihre Familien nach Edo zu bringen und selbst dort die Hälfte ihrer Zeit zu verbringen. 1860 wurde der Shōgunatsbeamte Ii Naosuke vor dem Sakurada-Tor der Burg Edo ermordet.
Während der Meiji-Restauration wurden 1871 die Daimyate abgeschafft und das Land von der neuen Zentralregierung konfisziert. In der Burg residierte von nun an der Kaiser, während die Ländereien der Daimyō für Regierungsgebäude genutzt wurden.
1932 fand hier das Attentat auf den Premierminister Inukai Tsuyoshi statt. Auch der Putschversuch vom 26. Februar 1936 hatte sein Zentrum in Chiyoda.
Ein Bezirk wurde Chiyoda am 15. März 1947 durch die Vereinigung der ehemaligen Stadtbezirke Kanda, des nordöstlichen Bereichs um den Bahnhof Akihabara herum, und Kōjimachi, des Kaiserpalastes und ehemaligen Samuraiviertels der Stadt Tokio. Bis 1991, als die Präfekturverwaltung nach Shinjuku umzog, war Chiyoda Verwaltungssitz der Präfektur Tokio.
Am 30. August 1974 verübte die East Asia Anti-Japan Armed Front einen Bombenanschlag auf die Zentrale der Mitsubishi Heavy Industries mit 8 Toten und 376 Verletzten. Der Giftgasanschlag der Ōmu Shinrikyō (Aum-Sekte) auf die Tokioter U-Bahn am 20. März 1995 wurde durchgeführt, als die Züge gerade den Bezirk Chiyoda durchquerten.
Der Bezirk Chiyoda besteht unter anderem aus folgenden Stadtteilen (Für eine vollständige Aufzählung, siehe Liste der Stadtteile des Tokioter Bezirks Chiyoda):
In Chiyoda befinden sich eine bezirksbetriebene, zwei präfekturbetriebene und zahlreiche private Oberschulen. Unter anderem zwei renommierte private Universitäten haben ihren Hauptsitz in Chiyoda, die jesuitische Sophia-Universität und die Hōsei-Universität, eine der elitären Sechs Universitäten von Tokio. Daneben unterhalten die zentralstaatliche Hitotsubashi-Universität und mehrere private Hochschulen Campus im Bezirk, vor allem in Kudan und Kanda im Norden und Nordosten.
Daneben befinden sich mehrere Gedächtnisinstitutionen in Chiyoda, darunter die Nationale Parlamentsbibliothek, das Nationalarchiv, die Bibliothek Chiyoda (千代田図書館, Chiyoda Toshokan), die Yonbanchō-Bibliothek (四番町図書館, Yonbanchō Toshokan), die Kanda-Machikado-Bibliothek (神田まちかど図書館, ~ Toshokan), die Shōhei-Machikado-Bibliothek (昌平まちかど図書館, ~ Toshokan), das Wissenschaftsmuseum Tokio (科学技術館, Kagaku Gijutsukan), das Hauptgebäude und die Kunsthandwerksgalerie des Nationalmuseums für moderne Kunst, das Idemitsu-Kunstmuseum, das Mitsuo-Aida-Museum oder die frühere Sammlung der Satake-Fürstenfamilie Senshū Bunko.
Bürgermeister von Chiyoda ist in vierter Amtszeit Masami Ishikawa, ehemals Präfekturbeamter und Vorstandsmitglied der Shuto Kōsokudōro. Er wurde zuletzt im Februar 2013 relativ knapp gegen den ehemaligen Vizebürgermeister Kyōji Ōyama und drei weitere Kandidaten im Amt bestätigt. Das Kommunalparlament hat regulär 25 Mitglieder und wird bei einheitlichen Regionalwahlen (zuletzt: 2015) gewählt.
Für das Präfekturparlament hat der Bezirk das zweithöchste Stimmgewicht vor dem Inselwahlkreis. Der Einmandatswahlkreis wurde für mehr als vier Jahrzehnte von Liberaldemokraten vertreten, bevor bei der Wahl 2009 der damals 26 Jahre alte Demokrat Zenkō Kurishita die Siegesserie beendete. Bei der Wahl 2013 gewann der Liberaldemokrat Shigeru Uchida Chiyoda für die LDP zurück.
Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet Chiyoda zusammen mit Shinjuku und Minato den Wahlkreis Tokio 1, der seit 2012 von der Liberaldemokratin Miki Yamada vertreten wird.
Bezirke (ku): Adachi | Arakawa | Bunkyō | Chiyoda | Chūō | Edogawa | Itabashi | Katsushika | Kita | Kōtō | Meguro | Minato | Nakano | Nerima | Ōta | Setagaya | Shibuya | Shinagawa | Shinjuku (Verwaltungssitz) | Suginami | Sumida | Taitō | Toshima
Kreisfreie Städte (shi): Akiruno | Akishima | Chōfu | Fuchū | Fussa | Hachiōji | Hamura | Higashikurume | Higashimurayama | Higashiyamato | Hino | Inagi | Kiyose | Kodaira | Koganei | Kokubunji | Komae | Kunitachi | Machida | Mitaka | Musashimurayama | Musashino | Nishitōkyō | Ōme | Tachikawa | Tama
Nishitama-gun: Hinohara | Hinode | Mizuho | Okutama
Unterpräfektur Hachijō: Aogashima | Hachijō | Unterpräfektur Miyake: Mikurajima | Miyake | Unterpräfektur Ogasawara: Ogasawara | Unterpräfektur Ōshima: Kozushima | Niijima | Ōshima | Toshima

Peter Steiger (Radrennfahrer)

Peter Steiger (* 23. Januar 1960 in Schlatt) ist ein ehemaliger Schweizer Radrennfahrer.
1984 wurde Peter Steiger Schweizer Meister der Amateur-Steher; anschliessend trat er zu den Profis über. 1992, in Maebashi, wurde er Steher-Weltmeister, nachdem er schon 1990 und 1991 jeweils Vize-Weltmeister geworden war. Siebenmal errang er die Schweizer Meisterschaft. Auch auf der Strasse war er erfolgreich; so gewann er 1989 das australische Rennen Jayco Bay Cycling Classic.
Im März 1993 wurde Steiger bei einer Ausfahrt in Mexiko von einem Lastwagen angefahren und erlitt schwere Verletzungen. Er musste den Radsport aufgeben; mit ihm zusammen trat sein Schrittmacher Ueli Luginbühl vom aktiven Radsport zurück.
Steiger war Mitglied des RV Winterthur.
1895 Jimmy Michael | 1896 Arthur Chase | 1897 Jack William Stocks | 1898 Richard Palmer | 1899 Harry Gibson | 1900 Constant Huret | 1901, 1902 Thaddäus Robl | 1903 Piet Dickentman | 1904 Robert Walthour/Jan Olieslagers | 1905 Robert Walthour/Franz Hofmann | 1906, 1907 Louis Darragon/Franz Hofmann | 1908 Fritz Ryser/Josef Schwarzer | 1909, 1911 Georges Parent | 1912 George Wiley | 1913 Paul Guignard/Gus Lawson | 1914–1919 nicht ausgetragen | 1920 Georges Sérès | 1921, 1924, 1926, 1927 Victor Linart/Arthur Pasquier | 1922 Léon Vanderstuyft | 1923 Paul Suter/Ernest Pasquier | 1925 Robert Grassin/Léon Didier | 1928 Walter Sawall/Ernest Pasquier | 1929, 1932 Georges Paillard/Georges Grolimund | 1930 Erich Möller | 1931 Walter Sawall/Georges Grolimund | 1933, 1935 Charles Lacquehay | 1934 Erich Metze/Karl Saldow | 1936 André Raynaud | 1937 Walter Lohmann/Arnulf Meinhold | 1938 Erich Metze/Maurice Ville | 1939–1945 Finale bzw. WM nicht ausgetragen | 1946, 1949 Elia Frosio | 1947, 1950 Raoul Lesueur | 1948 Jean-Jacques Lamboley | 1951 Jan Pronk/Frits Wiersma | 1952, 1953, 1954 Adolph Verschueren/Maurice Ville | 1955, 1962 Guillermo Timoner/Felicien Van Ingelghem | 1956 Graeme French/Georges Grolimund | 1957 Paul Depaepe/Emile Vandenbosch | 1958 Walter Bucher/Georges Grolimund | 1959, 1960, 1964, 1965 Guillermo Timoner/August Meuleman | 1961 Karl-Heinz Marsell/August Meuleman | 1963 Leo Proost/Emile Vandenbosch | 1966 Romain De Loof/Hugo Lorenzetti | 1967, 1968 Leo Proost/Norbert Koch | 1969 Jacob Oudkerk/Albertus de Graaf | 1970 Ehrenfried Rudolph/Bruno Walrave | 1971, 1972 Theo Verschueren/Norbert Koch | 1973, 1974, Cees Stam/Joop Stakenburg | 1975 Dieter Kemper/Dieter Durst | 1976 Wilfried Peffgen/Dieter Durst | 1977 Cees Stam/Bruno Walrave | 1978, 1980 Wilfried Peffgen/Dieter Durst | 1979, 1982 Martin Venix/Norbert Koch | 1981 René Kos/Bruno Walrave | 1983, 1985, 1986 Bruno Vicino/Domenico De Lillo | 1984 Horst Schütz/Christian Dippel | 1987 Max Hürzeler/Ueli Luginbühl | 1988, 1991 Danny Clark/Bruno Walrave | 1989 Giovanni Renosto/Walter Corradin | 1990 Walter Brugna/Mauro Valentini | 1992 Peter Steiger/Ueli Luginbühl | 1993 Jens Veggerby/Bruno Walrave | 1994 Carsten Podlesch/Dieter Durst
Soweit bekannt mit Angabe des Schrittmachers. Ab 1995 wurden keine weiteren Weltmeisterschaften ausgetragen.
1897, 1898 Emile Barrot | 1900, 1901 Charles Lugon | 1903 Charles Läser | 1905 Jean Gougoltz | 1906, 1907 Marcel Lequatre | 1920 Paul Suter/Arthur Pasquier | 1921, 1923–1927 Paul Suter | 1922 Heinrich Wegman | 1928–1930 Adolf Läuppi | 1931, 1935, 1936, 1938 Hans Gilgen | 1932, 1933 Heiri Suter | 1934 Gottlieb Wanzenried/Georges Grolimund | 1937 Gottlieb Wanzenried/Maurice Jubi | 1939, 1941, 1944 Theo Heimann/Georges Grolimund | 1940, 1943 Hans Martin | 1942, 1946–1949, 1951, 1952, 1954 Jacques Besson | 1945 Walter Diggelmann | 1950 Walter Diggelmann/Hans Martin | 1953 Fritz Schär | 1955, 1957 Walter Bucher/Arthur Pasquier | 1958–1960 Walter Bucher/Georges Grolimund | 1956 Walter Zehnder/Hans Martin | 1961, 1962, 1965 Fritz Gallati/August Meuleman | 1966 Fredy Rüegg/Otto Notter | 1963 Peter Tiefenthaler/Albertus de Graaf | 1964 Peter Tiefenthaler/Georges Grolimund | 1968 Emanuel Plattner/Bruno Walrave | 1969, 1970 Max Janser/Ueli Luginbühl | 1976, 1977, 1978 René Savary/Ueli Luginbühl | 1979 Meinrad Vögele/Ueli Luginbühl | 1980 Roland Vögeli/Ueli Luginbühl | 1981–1987 Max Hürzeler/Ueli Luginbühl | 1988–1992 Peter Steiger/Ueli Luginbühl | 1993 Arno Küttel/René Aebi | 1994, 1996 Richi Rossi/Helmut Baur | 1995, 1997 Felice Puttini/Bruno Walrave | 1998 Felice Puttini/Roberto Puttini | 1999, 2000 Hanskurt Brand/René Aebi | 2001, 2002, 2003 Peter Jörg/René Aebi | 2006 Peter Jörg/Robert Buchmann | 2004, 2005 Jan Ramsauer/René Aebi | 2008 Jan Ramsauer/Helmut Baur | 2007, 2009 Giuseppe Atzeni/Wilfried Baumgartner | 2010 Mario Birrer/Felix Weiss | 2011 Peter Jörg/Helmut Baur | 2012, 2013, 2014, 2015 Giuseppe Atzeni/Mathias Luginbühl
Wenn bekannt, mit Angabe des Schrittmachers. In nicht aufgeführten Jahren wurde die Meisterschaft nicht ausgetragen, in einigen Jahren für Amateure und Steher gemeinsam („open“), seit 1993 open.
1903 Alexandre Castellino | 1905 Eugene Chabloz | 1962–1964 Ueli Luginbühl | 1965 Heinz Läuppi | 1966 Alfred Stucki | 1967 Max Janser | 1968 Candid Grab | 1969 Hansruedi Spannagel | 1971 John Hugentobler | 1972, 1973 Benny Herger | 1974 Bruno Rohner | 1975 Paul Röthlisberger | 1978, 1979 Roland Vögeli | 1984, 1986 Peter Steiger | 1987, 1989, 1990 Andrea Bellati | 1991, 1992 Richi Rossi
Die Resultate sind unvollständig

Streitkräfte Äquatorialguineas

Die Streitkräfte Äquatorialguineas (span.: Fuerzas Armadas de Guinea Ecuatorial) gliedern sich in Armee (Ejército), Luftwaffe (Fuerza Aérea), Marine (Marina de guerra) sowie die paramilitärische Gendarmerie.

Äquatorialguineas Militär umfasst schätzungsweise 2500 Mann und wird durch paramilitärische Einheiten in unbekannter Größe ergänzt. Die polizeilichen Sicherheitskräfte werden von Israelis ausgebildet.
Am 12. Oktober 1968 wurde die spanische Kolonie Äquatorialguinea in die Unabhängigkeit entlassen. Präsident Francisco Macías Nguema orientierte sich an der Sowjetunion und konnte als strategischer Verbündeter auf deren Unterstützung bauen. Mitte der 1970er Jahre waren rund 500 kubanische Militärberater im Land. Nach dem Militärputsch Teodoro Obiang Nguema Mbasogos 1979 wurden die Streitkräfte reorganisiert.
Die Luftwaffe betreibt 13 Luftfahrzeuge und die Präsidialflugzeuge.
Nach einigen Putschversuchen und Überfällen von See wird eine Radarkette zur Küstenüberwachung eingerichtet. Damit beauftragt ist Military Professional Resources (MPRI), ein privates Sicherheitsunternehmen. Die modernen Küstenschutzboote werden von israelischen Spezialisten gewartet.
Schiffe:
Ägypten1 | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea-Bissau | Guinea | Kamerun | Kap Verden | Kenia | Komoren | Kongo (Dem. Rep.) | Kongo (Rep.) | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Somaliland2 | Sudan | Südsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Südafrika | Uganda | Westsahara2 | Zentralafrikanische Republik
1 Der Sinai wird Asien zugerechnet.  2 Völkerrechtlich nicht anerkannt bzw. umstritten. 

PowerPC

PowerPC (PPC) ist eine 1991 durch ein US-amerikanisches Konsortium der Unternehmen Apple, IBM und Motorola (heute: Freescale) – auch kurz AIM genannt – spezifizierte CPU-Architektur.
Der Name PowerPC ist ein Akronym, wobei Power für Performance optimization with enhanced RISC (Leistungsoptimierung durch verbessertes RISC) und PC für Performance Chip (Hochleistungs-Chip) steht.

PowerPC ist heute eine 64-Bit-Prozessorarchitektur auf RISC-Basis, wobei auch 32-Bit-Versionen verfügbar sind (bei IBM „Subset“ genannt). PowerPC beherrschen Gleitkommazahlen doppelter und einfacher Genauigkeit und arbeiten im Big-Endian-Modus, manche Prozessormodelle können jedoch alternativ auf den Little-Endian-Modus umschalten. Fast alle Prozessoren neuerer Bauart verfügen auch über die von Motorola entwickelte AltiVec-Vektoreinheit oder das IBM-Äquivalent VMX. AltiVec wurde mit dem Power PC 7400 alias PowerPC G4 eingeführt. Der letzte Vertreter der PowerPC-Familie, der noch der AIM-Allianz entstammt, ist der Doppelkern-Prozessor PowerPC 970MP sowie dessen Einkern-Version PowerPC 970GX – von Apple als PowerPC G5 vermarktet steht er gemeinsam mit dessen Vorversionen PowerPC 970 und 970FX mit bis zu 2,7 GHz Taktfrequenz für die letzten von Apple als Power Macintosh gebauten Desktop- und (als Xserve) Server-Computer.
Neuere Versionen des PowerPC-Prozessors tragen keine Generations-Bezeichnung mehr (wie G3, G4, G5).
Der Gekko (CPU im Nintendo GameCube) weist als Besonderheit spezielle Befehle auf, mit denen paarweise einfach-genaue Gleitkommazahlen, die sich in Floatingpointregistern befinden, bearbeitet werden können. Die Opcodes der Befehle überschneiden sich mit denen der AltiVec-Befehle.
PowerPC-Prozessoren werden u. a. in der IBM pSeries (RS/6000) und im IBM Blade JS20 und JS21 sowie in den Motorola-PowerStack-Rechnern eingesetzt. Seit 1996 basieren auch Amiga-Rechner faktisch auf PowerPC-Prozessoren, und auch kompatible Systeme wie der Pegasos-Rechner von Genesi und der AmigaOne von Eyetech setzen ihn ein.
Apple verwendete die Prozessoren zwischen 1994 und 2006, wechselte dann jedoch zu x86-Prozessoren von Intel. Allerdings kaufte Apple im April 2008 die Firma P.A. Semi auf, die eine besonders stromsparende Variante der G5-Prozessoren entwickelte. Die Zielsetzung dieses Geschäftes war zunächst unklar, später stellte sich heraus, dass Apple den so eingekauften Sachverstand für die Entwicklung eigener Prozessoren nutzte.
Auch in vielen eingebetteten Systemen kommen PowerPC-Prozessoren zum Einsatz.
Bei Heimanwendern sind dies zum Beispiel Digitalreceiver wie die d-box 2 (PPC823) oder die Dreambox (PPC405), sowie Spielekonsolen wie Nintendo GameCube und Wii und Wii U, die Xbox 360 von Microsoft sowie (in Form des Cell) die PlayStation 3 von Sony.
Auch in PKW und in der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrt kommt die PowerPC-Architektur zum Einsatz. Mehrere zum Mars gesandte Orbiter und Lander basieren auf verschiedenen PowerPC-Varianten, zum Beispiel verwendet der Mars Reconnaissance Orbiter eine gegen Strahlung geschützte Variante des G3. Auch die F-22 Raptor, der AN/ALR-93 oder der AN/ALQ-135M verwenden PowerPC-CPUs, insbesondere im Bereich der Signalverarbeitung.
Das Konsortium wurde auf Betreiben von Apple gegründet, die einen Nachfolger für die von ihnen verwendeten 680×0-Prozessoren von Motorola (ab 2004 Freescale, 2015 von NXP übernommen) suchten. Der von IBM für deren High-End-Workstations entwickelte POWER-Prozessor war wegen seiner leistungsfähigen und erweiterbaren Architektur ein interessanter Kandidat, jedoch in der Fertigung viel zu teuer, da es sich zum damaligen Zeitpunkt noch um ein Modul mit mehreren Chips handelte. Motorola brachte in die Entwicklung die Speicherverwaltungs- und Puffer-Einheit ihrer 88000-RISC-Prozessoren ein (die 88k-Familie wurde daraufhin eingestellt, die 68k-Familie existiert heute noch als Mikrocontroller und bildet auch die Basis für die hierzu kompatible ColdFire-Familie).
Gleichzeitig mit der Entwicklung der PowerPC-Prozessoren wurde auch die Referenzplattform PReP (PowerPC Reference Platform) geschaffen, die zur Konkurrenz gegen die etablierten Intel-basierten PCs werden sollte. Dabei zeigte sich dann allerdings, dass die Allianz der drei Firmen nicht in allen Belangen einer Meinung war; und die ohnehin eher zurückhaltenden Bemühungen verliefen später im Sande.
PReP wurde später durch CHRP (Common Hardware Reference Platform) abgelöst. Der jüngste, kommerziell erhältliche Spross dieser Familie war der IBM-zertifizierte Pegasos von Genesi, der auch durch Freescale vertrieben wurde.
Am 6. Juni 2005 kündigte Apple an, die PowerPC-Architektur aufzugeben und künftig PC-Systeme mit Intel-Prozessoren (x86) zu fertigen.
In einem am 6. Dezember 2005 veröffentlichten Interview bekräftigte der CEO von Freescale, Michel Mayer, u. a. als Konsequenz hieraus die Entscheidung, die PowerPC-Baureihe ggf. umzubenennen und sich bei der weiteren Vermarktung nicht weiter um den Desktop-/Laptop-Markt zu kümmern.
Auf der Ende Juni 2005 abgehaltenen 20. Internationalen Supercomputer-Konferenz ISC 2005 zeigte sich außerdem, dass sechs der zehn zu diesem Zeitpunkt schnellsten Computer der Welt auf PowerPC basierten, davon fünf auf dem PowerPC 440 (eServer BlueGene).
Der Schwerpunkt der Einsatzgebiete der PowerPC-Architektur verlagert sich somit an die beiden Enden der Skala: den Bereich eingebetteter Systeme einerseits und den Hochleistungsserverbereich andererseits.
Erste Generation G1
Zweite Generation G2
Dritte Generation G3
Vierte Generation G4
Fünfte Generation G5
Industrial Control Unit: 14500 
6800er-Familie: 6800 | 6809 | (Hitachi 6309) 
68000er-Familie: 68000 | 68008 | 68010 | 68012 | 68020 | 68030 | 68040 | 68060 | ColdFire | DragonBall 
88000er-Familie: 88110 | 88200 
Mathematische Koprozessoren: 68881, 68882 
Memory Management Unit: 68451 | 68851 
PowerPC-Familie: PPC 601 | PPC e200 | PPC 603/e300 | PPC 75x | PPC e500 | PPC 74xx/e600 | PPC e700 | PowerQUICC-Familie | QorIQ 

Amden

Die Terrasse von Amden über dem Walensee
Amden (in einheimischer Mundart Amde [ˈɑ̝mdə]) ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton St. Gallen.

Mit einer Fläche von 43 km² ist Amden eine der grösseren Gemeinden des Kantons. 12.09 km² sind Wald. Der höchste Punkt Amdens liegt auf 2101 m ü.M. auf dem Leistchamm, der tiefste Punkt 421 m beim Walensee.
Die Gemeinde Amden besteht aus vier Teilen: Dorf (900 m ü.M.), Arvenbüel (gesprochen mit -/f/-, 1250 m ü.M.), sowie am Ufer des Walensees Fli oder Fly (430 m ü.M.) und Betlis (430 m ü.M.) mit den Teilen Ober- und Unterbetlis.
Die Einwohnerzahl in den vier Teilen betrug 2008 insgesamt 1612, davon im Dorf und Arvenbüel 1314, im Fli 270 und in Betlis 28. Davon waren 659 Ortsbürger, 1035 katholisch und 313 evangelisch. Die Bewohner von Amden werden Ammler genannt.
Arbeitsplätze gibt es in den Bereichen der Landwirtschaft, des Gast- und Baugewerbes und in verschiedenen Bereichen der Dienstleistung.
1882 wurde die Strasse nach Weesen eröffnet. Zehn Jahre später verkehrte zweimal pro Tag eine Postkutsche, bis 1918 die Ortsgemeinde den Transportbetrieb übernahm. Sie kaufte zwei alte Armeelastwagen und baute diese zu siebzehnplätzigen Autobussen um. Der Autobetrieb Weesen–Amden war gegründet. Das Unternehmen, das massgeblich zur Entwicklung des Ferienortes beitrug, brachte Arbeit und Verdienst in die Gemeinde. 1950 wurde der Garagen- und Werkstattbau erstellt. Heute verfügt der Betrieb über 14 Fahrzeuge, nebst dem Kursbetrieb (etwa 200’000 Fahrgäste pro Jahr) organisiert er Ausflugsfahrten, unterhält einen Lastwagen- und Taxibetrieb und besorgt im Winter die Schneeräumung.
Vor 50’000 Jahren liessen sich im Churfirstengebiet, wohl nur vorübergehend, die ersten Bewohner nieder. Unter anderem besiedelten sie das Wildenmannlisloch im oberen Toggenburg. Unklar ist jedoch die Besiedlung Amdens durch die Räter in der Zeit vor Christi Geburt. Bekannt ist nur, dass sie die Region vom Walensee hinaus bis ins Glarnerland besiedelten.
Eine Besiedlung in Amden durch die Rätoromanen kann nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden, es gibt nur Hinweise. So lassen sich Flurnamen von rätoromanischen Wörtern ableiten, so zum Beispiel: Furggeln (furca, die Gabel), Tschingel (cingulum, vorspringendes Felsband) oder Gulmen (cuolm, der Berg).
Ein Beweis für eine römische Besiedlung findet sich in der Ruine Strahlegg in Betlis, die im 1. Jahrhundert v. Chr. zu militärischen Zwecken erstellt wurde.
Nach dem Zerfall des römischen Reiches wechselten die Herren in rascher Folge. Nach den Ostgoten, Franken und Schwaben gelangten Amden und das Walenseegebiet an die Lenzburger und die Grafschaft Kyburg. Auch das Kloster Schänis erwarb grosse Flächen. Amden ist erstmals in einer Bulle von 1178, die in einer späteren Abschrift erhalten ist, erwähnt, worin der Papst die Besitzungen des Klosters in Andimo monte bestätigt.
Als die Toggenburger in den Besitz des Landes am Walensee kamen, entbrannte zwischen den Zürchern, den Schwyzern und Glarnern ein Streit. Zürich hätte das wichtige Durchgangsgebiet gerne für sich beansprucht, wobei Glarus und Schwyz die Rechte auf ihrer Seite sahen.
1438 wurde der ganze Bezirk Gaster für 3000 Gulden an Glarus und Schwyz verpfändet. Das Pfand wurde nie eingelöst und so blieb Amden bis 1798 Untertanengebiet der Eidgenossen.
Die Französische Revolution bedeutete die Entlassung aus dem Untertanenverhältnis. Amden wurde zuerst dem Kanton Linth zugeteilt, dann dem Kanton Glarus und 1815 endgültig dem Kanton St. Gallen.
1817 führte eine grosse Hungersnot in Amden zu einer starken Abnahme der Einwohnerzahl, weil viele Menschen auswanderten. 1829 brannte die Siedlung Hofstetten nieder und 1874 zerstörte ein weiterer Brand das Dorf Unterbach. 1908 wurde die Webereifabrik im Sittli gebaut. Durch die ab Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommende Seidenweberei erhielten gegen 300 Frauen Arbeit.
Seit 1972 wurde im Gebiet Schwarzberg-Schafbett eine Kippbewegung des Schrattenkalks beobachtet, der obersten Felsmasse. Sie wurde auf ½ Mio. Kubikmeter geschätzt und drohte über die Strasse Weesen–Amden in den Walensee abzustürzen. Die anfängliche Rutschgeschwindigkeit von 5 cm pro Monat steigerte sich zusehends. Aufgebauschte Zeitungsberichte verbreiteten den Eindruck, das Dorf selbst sei in Gefahr. Der Passantenverkehr ging auf ein Minimum zurück, Hotels, Pensionen und das Liftunternehmen mussten finanzielle Einbussen in Kauf nehmen.
Im Herbst 1973 wurde unter Mithilfe des Militärs (Sap Kp II/8 und Sap Kp I/35) innert kürzester Zeit eine Notstrasse ins Toggenburg gebaut. Dafür verwendet wurde ein bereits ausgearbeitetes Strassenprojekt Amden–Nesslau aus dem Jahr 1906, dessen Ausführung 710’000 Franken gekostet hätte und deshalb nicht ausgeführt wurde. Die Notstrasse konnte allerdings im folgenden Winter wegen Lawinengefahr nicht benutzt werden. Da sich der Schwarzberg bedrohlich neigte, begann man die lockeren Felsmassen rund um die Uhr zu beobachten und nachts mit Scheinwerfern zu beleuchten.
Mitte Januar 1974 wurde die Strasse gesperrt. Helikopter der Armee, der Rega und der Heliswiss übernahmen die Versorgung der Gemeinde. An Nebeltagen, wenn der Flugbetrieb eingestellt werden musste, war es in Amden wie ausgestorben. In der Nacht auf den 21. Januar 1974 löste sich ein grosser Teil der Felsmasse (etwa 50’000 m³) und stürzte in den Steinbruch. Die Strasse wurde nur leicht beschädigt. Tage später wurden die noch absturzgefährdeten Parteien abgesprengt (40’000 m³). Mitte Februar wurde die Strasse für den Verkehr wieder freigegeben. 1981 wurden die Steinschlaggalerien zur Sicherung der Strasse Weesen–Amden gebaut.
Die Burgruine Strahlegg steht am Ufer des Walensees in Hinterbetlis. Es sind die Ruinen eines römischen Wachturms, der im Mittelalter zu einer Burg umgebaut wurde. Das Bauwerk steht unter eidgenössischem Denkmalschutz.
Die Gemeinde besitzt drei Kirchen. Die katholische Pfarrkirche St. Gallus lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, wurde aber im 20. Jahrhundert umgebaut. Die katholische St. Anna-Kapelle und die evangelische Bergkirche wurden in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts neu erbaut.
Amden bietet neben einem Ortsmuseum eine Natureisbahn, ein Skigebiet, Wanderwege, Tennisplätze, Gelegenheiten für Canyoning und Klettern sowie Wassersport im Hallenbad und am Walensee.
Die bekanntesten Berge auf dem Gebiet der Gemeinde Amden sind Leistchamm, Flügenspitz, Gulmen, Mattstock, Chapf und Durschlegi. Unterhalb des Dorfes Amden liegt zudem der Seerenbachfall, bestehend aus drei Wasserfällen mit einer Gesamthöhe von 585 m, der höchste Wasserfall der Schweiz. Gleich an dessen Fuss liegt die Rinquelle, eine Flussquelle aus einem unterirdischen Höhlensystem. Auf dem Gemeindegebiet liegen zudem verschiedene Hochmoorgebiete.
Durch Arvenbüel verläuft der 87 Kilometer lange Toggenburger Höhenweg, der in fünf Etappen von Wildhaus über Atzmännig und Mühlrüti nach Wil führt.
Amden | Benken | Eschenbach | Gommiswald | Kaltbrunn | Rapperswil-Jona | Schänis | Schmerikon | Uznach | Weesen
Ehemalige Gemeinden: Ernetschwil | Goldingen | Jona | Rapperswil | Rieden | St. Gallenkappel
Kanton St. Gallen | Wahlkreise des Kantons St. Gallen | Gemeinden des Kantons St. Gallen

Psaros 40

Die Psaros 40 ist ein Renn-Segelyacht-Typ, dessen erstes Exemplar 2002 gebaut wurde. Sie wurde für Segelregatten wie der Bol d’Or auf dem Genfersee konzipiert.
Der Segler und Bootsbauer Jean Psarofaghis, der in der Bootsklasse „5,5 JI“ Schweizermeister und Vizeweltmeister wurde, entwickelte zusammen mit Sebastien Schmidt (Designbüro SebSchmidt) diese Bootsklasse. Der Name Psaros 40 setzt sich aus Psarofaghis und der Länge von 40 Fuß zusammen. Die Psaros 40 wird von der Werft Chantier Naval Psaros in Vésanez bei Genf gebaut. Der Schiffsrumpf wird von Maxi Dolphin in Erbusco (Provinz Brescia) gefertigt. Bis Ende 2008 wurden fünf Exemplare gebaut.
Das Schiff zeichnet sich durch einen hydraulische Schwenkkiel und variablen Wasserballast (2×450 Liter) aus. Dadurch kann der Ballastanteil im Kiel verhältnismäßig gering bleiben, was ein leichteres Gesamtgewicht des ganzen Schiffes zur Folge hat. Das Schiff kann mit einer verhältnismäßig kleinen Crew beherrscht werden. Sechs bis acht Personen sind, je nach äußeren Bedingungen auf Regatten nötig, um alle Positionen zu besetzen.
Schiffe des Typs Psaros 40 waren die schnellsten Einrumpfboote des Bol d’Or 2002 und von 2004 bis 2008 und gewannen somit den „Bol der Vermeille“: Tilt 2002, 2004 und 2006, Oyster 2005 und 2008, Syz & Co 2007.
Die Psaros 40 Da Capo war 2007 das schnellste Schiff bei dem Rund um den Bodensee und gewann damit den „Blauen Pokal“.